Was genau ist der Streitwert und wieviel Prozent kassiert der Anwalt davon?

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8 Antworten

Genau um solche Fragen zu beantworten, habe ich diese Seite hier erstellt: https://www.erbrecht-papenmeier.de/kosten/aussergerichtlich.php

Da gibt es noch eine weitere Seite, um das Kostenrisiko vor Gericht abzuschätzen.

Noch was: Ich führe Prozesse bei einem Streitwert von NUR 16.000 € nur gegen Zeitvergütung, da Pflichtteilsprozesse ganz schön ausarten können, wenn sich eine Partei richtig Mühe gibt. Eine ordnungsgemäße Vertretung kann man für das RVG-Honorar kaum erwarten. Das lohnt sich für den Anwalt nur, wenn er die Sache schnell tot bekommt, am besten mit einem Vergleich. Die Frage ist nur, ob Eure Interessen dabei auf der Strecke bleiben. Spart da mal lieber nicht am falschen Ende!

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Vorsicht! Kosten, die sich am Srreitwert orientieren fallen auch dann an, wenn man in einer Sache nicht obsiegt!

Insoweit wäre die vorherige Abstimmung Ihres Risikos schon von Bedeutung, wenn Sie später nicht sehr unangnehm überrascht werden möchten.

Der Anwalt möchgte nur "Honig saugen", egal wie ein Verfahren oder eine Vertretung auch immer ausgeht.

Kosten - guckst Du hier:

http://www.rechtsanwaltmoebius.de/gesetz/rvg-tabelle-neu.pdf

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Kommentar von Xipolis
03.08.2016, 18:10

Gegen den Pflichtteilsberechtigen wird die Erbin sehr wahrscheinlich verlieren.

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Diesen Prozess um den Pflichtteil werden Sie verlieren, es sei denn es gibt einen Grund den Pflichtteil zu verweigern. Die Kosten setzen sich hier aus den Gerichtskosten, Ihren eigenen Rechtsanwaltskosten, den Anwaltskosten des Pflichtteilberechtigen und den ganzen Auslagen die dem Gericht, Ihnen und dem Pflichtteilsberechtigen entstehen, zusammen.

Die Auslagen berechnen die Verfahrenskostenrechner nicht, da diese unterschiedlicher nicht sein können und auch abhängig davon sind, wie umfassend die Beweisaufnahme des Gerichtes ist (so haben auch Zeugen Anspruch auf Auslagenersatz).

Wenn es Ihnen gelingen sollte, sich mit dem Pflichtteilsberechtigten zu vergleichen, dann kann dabei natürlich auch über die Verteilung der Kosten verhandelt werden. Bei Vergleichen haben Rechtsanwälte allerdings einen Anspruch auf nicht unerhebliche Vergleichsgebühren.

Der Streitwert ist die Höhe des Pflichtteilsanspruchs. Wenn es drei gesetzliche Erben gibt, besteht der Pflichtteilsanpruch in Höhe von 1/6. Bei einem Gesamtwert von 100.000 € sind dass 16.666,67 € Streitwert. 

Üblicherweise würde allerdings ein Pflichtteilsberechtigter in Stufen klagen. Die erster Stufe wäre die Klage auf Aushändigung des Nachlassverzeichnisses, damit dieser die Höhe seines Anspruchs beziffern kann, denn möglicherweise bestehen noch Pflichtteilsergänzungsansprüche und/oder die der Gesamtwert wird angezweifelt.

Die zweite Stufe wäre dann die Klage auf Auszahlung des Pflichtteils gegen die beiden Erben.

Sie sollten das sehr genau abwägen, ob sie es auf eine Klage ankommen lassen wollen, da diese sie bei dem Streitwert sicher 5.000 € kosten wird.

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Kommentar von MuttiSagt
03.08.2016, 18:39

Ich möchte das nicht mit der Klage. Das Problem ist, das ich mein Erbe geschenkt bekomm habe und mein einer Bruder sein Erbe halt geerbt hat. So richtet sich der Pflichteilsanspruch des Enterbten Bruders nur gegen ihn. Deshalb ist er sauer und möchte, das ich auch was zahle. Das gibt die Rechtsprechung aber nicht her, solange sein Rest (34 tsd) höher ist als der Pflichtteil. Was soll ich machen?

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Ihr streitet um den Pflichtteil von 16.000,- €. Ergo ist das der Streitwert.

Jetzt bemühe den Rechner, der hier schon gepostet wurde.

Dun dun.

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Kommentar von MuttiSagt
03.08.2016, 18:41

Ja, knapp 5 tsd!

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Der Anwalt erhält keine Vergütung in Prozent, sondern diese berechnet sich nach den verwirklichten gesetzlichen Gebühren. Und diese richten sich wiederum im Regelfall nach dem Streitwert. Es kommt also konkret darauf an, was der Anwalt für dich macht und um was es genau geht.

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Kommentar von Xipolis
04.08.2016, 14:25

Man kann auch eine Honorarvereinbarung abschließen. Erstmal muss man einen guten Anwalt finden, der bereit es es "nur" nach RVG abzurechnen. 

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Den Streitwert legt letztlich das Gericht fest.

 Und in Deutschland werden Anwälte nach der BRAGO honoriert.

Ein Erfolgshonorar wie in den angelsächsischen Ländern ist hier unüblich.

Und es ist nicht egal, wie oft du den Anwalt bemühst.

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Kommentar von Xipolis
03.08.2016, 17:50

Lebst Du hinterm Mond? BRAGO ist seit dem 01.07.2004 außer Kraft.

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Solltest aber fragen-fragen kostet nichts. Anwälte rechnen tariflich nach Streitwert ab.....in Deinem Falle für Dich...um 16.000,--€

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