Was genau ist Angststörung und panikstörung?

5 Antworten

Es gibt ganz viele verschiedene Arten. Aber keine Angst vor der Angst! Das kann jeden Treffen. Ich hatte das auch schon über lange Zeit und es ist wieder weggegangen. Ich hatte auch wahnsinnige Angst darüber zu reden, aus Angst deswegen in die "Klappsmühle" zu kommen. Aber diese Störungen sind heute häufiger den je. Und egal ob Erfolgsmensch oder nicht, es kann wirklich jeder bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten so etwas zu heilen. Man kann z.B. durch seine Ängste gehen, oder durch Ablenkung, durch Vergessen, durch Hypnose, durch positives Denken, druch NLP, durch Medikamente, durch Autogenes Training usw........Ich habe den Weg ohne Medikamente gewählt. Mit Ablenkung, positivem Denken, Konzentration auf die Arbeit, Entspannungstechniken, Sport, Yoga, Natur, gesunde Ernährung, Meditation und Gebet.....................Aber das kannst Du selbst entscheiden, wie schwer diese Störungen sind und wie sehr sie Deinen Alltag beeinflussen und einschränken. Gespräche mit Menschen, die Verständnis dafür haben sind auf alle Fälle schon mal hilfreich. Und das sind in der Regel die Psychotherapeuten. Aber auch gute enge Freunde können einem über solche Lebensphasen hinweg helfen. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

Der Oberbegriff für diese Krankheitsgruppe lautet Angststörungen. Unter Angststörungen sind diverse Krankheitsbilder zusammengefasst. Konkret:

  • generalisierte Angststörung (GAS)
  • Panikstörung (Panikattacken)
  • Posttraumatische-Belastungsstörung (PTBS)
  • Phobien
  • Zwangsstörung

Jedes dieser Krankheitsbilder hat eigene Merkmale. Gemein ist ihnen die klinisch (medizinisch) relevante Angst, die ausser Kontrolle gerät. Die Angst einer Angststörung hat nur beschränkt mit der Angst, die wir aus dem Alltag kennen zu tun. Sie übertrifft alle Vorstellungen und ist eigentlich nur für Menschen nachvollziehbar, die dies mal erlebt haben.

Die Panikstörung bzw. Panikattacken ist/sind also eine Unterform der Angststörungen und gleichzeitig die häufigste Angsterkrankung. Panikattacken sind meist wie unaufhaltsame Wellen von Todesangst die auf einem zukommen. Die Betoffenen erleben solche Attacken als lebensbedrohlich. Die konkreten Symptome sind:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle bis hin zur Angst zu ersticken.
  • Hyperventilation (als Folge können zudem Kribbelgefühle in Gesicht und Händen sowie Muskelkrämpfe auftreten)
  • Herzrasen/hoher Puls/Herzstolpern
  • Schweissausbrüche/kalter Schweiss
  • Zittern
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“, „ich ersticke“)
  • Depersonalisations- und/oder Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände
  • Agoraphobie (Angst vor Menschenmassen und/oder grossen Plätzen)

Zentral dabei sind vor allem die Angstgedanken. Man hat wirklich das Gefühl, dass man jede Sekunde drauf geht. 

Ein weiteres Problem ist häufig die Angst vor der Angst. Panikattacken sind traumatisierend, man würde alles tun um dies nie wieder zu erleben. Folglich lebt man nach einer Panikattacke häufig mit einem andauerenden inneren Alarmzustand als Angst vor der nächsten Attacke. Fortlaufend wird jede Regung interpretiert und bei der kleinsten Unebenheit schrillen sofort die Alarmglocken. Dieser innere Spannungszustand ist auf die Dauer unerträglich. 

Behandelt werden Panikattacken vor allem mittels einer Psychotherapie (meist Verhaltenstherapie) und in schwereren Fällen auch mittels Medikamenten. 

Ich persönlich hätte es ohne Medikamente nicht geschafft. Als Notfalltabletten bekam ich Lorazepam (Tavor/Temesta). Diese kann man einfach bei unmittelbarem Bedarf einnehmen und sie wirken bereits nach 15-20min. Diese Dinger sind ein Segen wenn es darum geht Notfallmässig eine Panikattacke abzuwürgen. Doch man muss höllisch aufpassen. Benzodiazepine (wie Lorazepam) machen bei längerem und regelmässigem Gebrauch (nach ca. 4-8 Wochen) abhängig. Deshalb nahm ich sie nur wenns gar nicht anders ging.

Als längerfristige Medikation bekam ich ein Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI (Sertralin). Zu Beginn war es die Hölle (Nebenwirkungen), doch nach ca. 4 Wochen täglicher Einnahme waren meine Attacken weg. Antidepressiva machen glücklicherweise nicht süchtig. 

Hier eine sehr gute Website mit weiteren Infos:  http://deprimed.de/angststoerungen/

unrealistische, starke Ängste und Panik, die zu heftigen körperlichen Reaktionen führen kann

man kann zum Psychotherapeuten und Psychiater, wenn es zu schlimm ist in die Psychiatrie 

Sind meine Muskelschmerzen psychisch bedingt?

Ich habe allgemein einige psychosomatische Beschwerden OHNE körperliche Ursache, wohl laut Ärzten eine somatoforme Störung mit Angststörung und Zwangsneurose. Jedenfalls geht es jetzt um Muskelschmerzen, die ich seit mehreren Wochen habe. Ich bin eigentlich durchgehend verspannt, was den Schulter- und Nackenbereich betrifft. Habe in letzter Zeit oft Lidzucken gehabt oder Krämpfe in den Fingern, so dass diese sich verkrampfen und so stehen bleiben. Habe auch Wadenschmerzen und bei Bewegung leichte Krämpfe. Da meine Angststörung eng mit der Nahrungsaufnahme verbunden ist, liegen meine Beschwerden eigentlich hauptsächlich im Gastrointestinaltrakt, obwohl auch dort organisch alles bestens ist. Heute nach dem Frühstück wurde eine Stelle an meinem Arm total heiß und tut seitdem weh. Am selben Arm bzw eher an der Hand hatte ich gestern bereits Krämpfe. Auch mein Gesicht wird nach dem Essen oft heiß und rot. Aber wie gesagt, organisch ist alles top. Frage: Woher kommt das? Ist das psychisch bedingt?

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