Was genau ist an Cannabis so schlimm?

15 Antworten

Laut ein paar Dokumentationen (->youtube) streng genommen, dass es mal den Vietnamkrieg gefährdet und mit anderen Industrien konkurriert hat. Die Hippies haben damals nämlich fast alle gekifft und gegen den Krieg protestiert. Das war eine riesige Friedensbewegung, so wie sie seitdem nicht nochmal aufgekommen ist. Durch die Kriminalisierung von Cannabis hat man die ganzen Kriegsgegner kriminalisieren und einbuchten können. Damit gab es keine öffentlich präsenten Kriegsgegner mehr und der Krieg konnte geführt werden.

Ganz nebenbei konnte die Tabakindustrie von dieser Entscheidung massiv profitieren, denn während das Gras damals noch am Straßenrand wuchs (und zwar auf allen Kontinenten), konnte man Tabak gegen Geld verkaufen.

Und auch die Baumwollindustrie hat sich herzlich bedankt, denn bis dahin war Hanf ein beliebter Werkstoff, um Textilien, Seile und vieles mehr herzustellen. Überhaupt ist Hanf DIE Nutzpflanze schlechthin.

Also wenn man bedenkt, dass diese Substanz seit 7000 Jahren konsumiert wird und dass alle seriösen Studien, die darüber gemacht wurden relativ positiv für das Kraut ausgefallen sind, gibt es gar nichts Schlimmes daran. Die meisten Menschen, mit denen ich auf das Thema mal gekommen bin, halten diese Droge auch für deutlich weniger gefährlich als Alkohol. Viele halten Gras sogar für weniger gefährlich als Nikotin.

Die offiziellen Gründe sind, dass es die Entwicklung hemme (stimmt nicht so ganz), dass es zu Hirnschäden führe (stimmt gar nicht), dass es Menschen dumm mache (stimmt auch nicht) und dass es eine Einstiegsdroge sei (stimmt auch nicht so ganz).

Was übrig bleibt ist die Gesetzeslage und die soziale Situation: Jugendliche, die noch nicht ins Ausland verreisen und dort CoffeeShops besuchen dürfen (weil auch im Ausland der Verkauf an Minderjährige verboten ist) machen sich kriminell, um an das Zeug dranzukommen. Darüber sprechen und konsumieren können sie wegen der Kriminalisierung nur in Gegenwart anderer Konsumenten und damit ziehen sie sich tendenziell immer mehr aus ihrem ursprünglichen Leben zurück.

Da sie niemanden haben, der ihnen eine fachliche Beratung geben kann und der Schwarzmarkt nicht kontrolliert werden kann, lassen sie sich gestrecktes Zeug andrehen (und das ist definitiv gefährlich!), lernen ihre Grenzen nicht kennen und manche flüchten sich sogar in den Dauerkonsum.

Wenn jetzt ein paar ungünstige Faktoren zusammentreffen, wie z. B. ein dysfunktionales Elternhaus, Stress in der Schule, soziale Ausgrenzung, ein/e hinterhältige/r Dealer/in und "die falschen" Sozialkontakte, kann es sein, dass ein Mensch im Alter von 15 Jahren bereits ein ernsthaftes Suchtproblem entwickelt, was sich dann wirklich zusammen mit den anderen Faktoren ganz schlecht auf die Entwicklung auswirkt. Denn so eine soziale Situation erfodert viel geistige Verarbeitung und diese wird verlangsamt und gehemmt, wenn das Gehirn ständig damit beschäftigt ist, diese hohen Dosen THC zu kompensieren. In so einer Situation kann ein Mensch also wirklich abschmieren, würde er mit Alkohol aber ebenso.

Das "Gute" daran ist, dass man bei Cannabissucht keine Organschäden davonträgt, was bei Alkohol ganz anders aussieht. Also auch im Extremfall wäre sozusagen Cannabis das kleinere Übel.

Aber kriminell werden? Dafür?? Dann doch lieber bis 18 warten und ab und zu mal ins Ausland reisen.

Noch ein paar Ergänzungen, weil ich gerade eh nichts besseres zu tun habe.

Stichwort Einstiegsdroge: Es wurden mal Studien gemacht, die ergeben haben, dass jeder Heroinkonsument schon früher Cannabis zu sich genommen hat. Das war immer die erste illegale Droge und dann ging's bergab. Leider wurde daraus geschlossen, dass Cannabis als Einstiegsdroge gefährlich sei. Leider hat man nicht eine flächendeckende Kifferbefragung gestartet und die Cannabiskonsumenten danach befragt, wie viele von ihnen Heroin nehmen. Hätte man das getan, wäre man natürlich nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass Cannabis eine gefährliche Einstiegsdroge sei.

Das Gleiche hat man viele Jahre später mit den "Killerspielen" gemacht. Jeder Amokläufer hatte Egoshooter gespielt und deshalb wurde die Diskussion angestoßen, ob man Egoshooter verbieten sollte. Glücklicherweise war der Protest im Internet und auf der Straße spürbar, denn es hatte außerdem jeder Amokläufer Brot gegessen und das wollte natürlich niemand verbieten. Auch hier wurde der Test nur in eine, nicht aber in die andere Richtung durchgeführt.

Stichwort Hirnschäden: Eine US-amerikanische Studie hatte nachweisen wollen, dass THC-Konsum zum Tod von Gehirnzellen führe. Dazu wurde Äffchen die Rauchmenge von jeweils ca. 60 Joints mittels Beatmungsmasken zugeführt. Durch die Sauerstoffunterversorgung sind die Affen fast erstickt, was wiederum dazu geführt hatte, dass Äderchen geplatzt und einige Gehirnzellen abgestorben sind.

Stichwort Psychose: Wie reginarumbach schon erklärt hat, gibt es drogeninduzierte Psychosen. Ob diese bei den Patienten allein durch das Cannabis zustande gekommen sind oder durch die ohnehin besch... psychische Ausgangssituation oder durch Streckmittel oder durch Komplexwirkungen mit anderen Substanzen, die sie in sich hatten, kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt sowas.

Und da das Gehirn sich in der Jugendphase sehr stark entwickelt, kann es dort auch keinen Dauerkonsum gebrauchen.

0
@Janiela

Das mit den Psychosen stimmt natürlich. Aber ich denke das hängt von der Person ab. Manche vertragen es einfach nicht. Ich denke wenn sie biher verschont geblieben ist, ist sie vor einer "Cannabis-Psychose" gefeit.

2
@dergeilsteaufgf

Da kann man sich drüber streiten. Bei manchen Psychose-Patienten war es der erste Joint und bei manchen war es der 2.000ste. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Zeug alleine keine Psychosen auslöst, sondern immer nur in Kombination mit anderen Umständen als Komplexwirkung. Wäre vielleicht mal etwas, was zu erforschen sich lohnen könnte.

0

Dank Amerika...bzw. Anslinger( https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger ) Zudem die Pharma-& Papierindustrie sahen beide eine grosse Gefahr an Hanf, denn mit Cannabis kann man z.B Schmerzen lindern, den Appetit anregen, etc.

Und mit den Hanf fasern lässt sich einfacher und günstiger Papier herstellen.

lt. drugkom

Wie schädlich ist Cannabis für das Gehirn?

Zu dieser Frage gibt es eine Vielzahl teilweise sich widersprechender Untersuchungsergebnisse. Forscher und Forscherinnen des Center for Medical Cannabis Research der University of California haben aus diesem Grund im Jahr 2003 alle verfügbaren Forschungsergebnisse zu den neurokognitiven Effekten (Auswirkungen auf das Gehirn) bei Langzeitkonsumierenden zusammengetragen und analysiert

Wenige Studien liefern zuverlässige Ergebnisse

Von den 1.014 identifizierten Studien, in denen neurokognitive Funktionen bei Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen untersucht wurden, konnten lediglich 15 Studien methodische Kriterien erfüllen, die zuverlässige Ergebnisse hervorbringen. Diese 15 Studien umfassen 704 Cannabis-Langzeitkonsumierende und 408 Nicht-Konsumierende. In den neurokognitiven Untersuchungen wurden z. B. die Reaktionszeit, das Lernvermögen, Gedächtnis und Aufmerksamkeit untersucht.

Keine Gehirnschäden - aber beeinträchtigte Lern- und Gedächtnisleistungen

Nach Zusammenfassung und Analyse aller Studienergebnisse kommen die Forscher und Forscherinnen zu dem Ergebnis, dass sich keine substantiellen Einbußen in den kognitiven Hirnfunktionen finden lassen. Es ließen sich aber leichte Einbußen in den Bereichen Lernvermögen und Gedächtnis feststellen. „Überraschenderweise haben wir kaum Hinweise für gesundheitsschädliche Effekte (bezogen auf Hirnleistungen) gefunden. Einzige Ausnahme ist ein äußerst kleiner Effekt beim Lernen neuer Informationen", sagte Prof. Igor Grant, Leiter der Studie. Die gefundenen Einschränkungen der Hirnleistung seien zudem nicht mit letzter Sicherheit tatsächlich Cannabis zuzuordnen, da die Konsumenten und Konsumentinnen möglicherweise auch Vorbelastungen - z. B. früherer Konsum anderer Drogen - aufweisen können.

Gehirne von Kindern und Jugendlichen sind verletzlicher

Grant weist darauf hin, dass die Ergebnisse nur für Erwachsene gelten. Es müsse davon ausgegangen werden, dass das sich entwickelnde Gehirn von Kindern und Jugendlichen sehr viel verletzlicher ist und schädliche Einflüsse des Cannabiskonsums daher nicht auszuschließen seien.

Wie steht’s um deinen Cannabiskonsum? Hast du alles im Griff? Oder bist du dir manchmal unsicher?

Es gibt so wenig repräsentative Studien, da sie entweder verschwiegen oder vermieden werden um die Wahrheit zu vertuschen.

2
@dergeilsteaufgf

Oder weil etliche Industriekonzerne mit unseriösen Studien Gegengewichte setzen, um Dinge zu beweisen, die faktisch falsch sind (z. B. die Studie mit den Äffchen, siehe mein Beitrag).

2
@Janiela

Pharma konzerne die dann nicht weiter ihre ach so teuren Placebos verkaufen können

1

Bandicam Wasserzeichen entfernen - legal?

Ich habe viele Videos gesehen wo die das Wasserzeichen oder die Aufnahmezeitbeschränkung entfernen - ist das legal, oder illegal? habe GF schon durchgekuckt, weiß aber nicht genau, ob das legal oder illegal ist.

...zur Frage

Deus lo vult- kreuzzüge gerecht!?

waren die kreuzzüge im mittelalter nicht legal? Gott wollte es doch, also war es doch nicht so schlimm.

...zur Frage

Hilft Cannabis ohne THC(<0,2)?

Hallo!

Ich möchte Cannabis ohne THC bzw. THC Gehalt <0,2 wegen dem medizinischen Nutzen konsumieren. Ich habe aber schon mal Cannabis mit hohem THC Gehalt konsumiert, um zu schauen ob es meine Schmerzen lindert. Es hat mir sehr geholfen und die Schmerzen waren vielleicht so für 2 Tage weg, obwohl ich nur 4 Mal drangezogen hatte.

Das Problem ist, dass ich in einer sehr kleinen Stadt wohne, ca. 12 000 Einwoher, und nicht viele kenne und die, die ich kenne haben auch fast nie was dabei und nicht genug.

Ich war fast dabei was online zu bestellen, aber da ich bei meinen Eltern wohne kann ich das nicht machen.

Was ich eines über Cannabis weiß ist, dass THC für den Rausch zuständig ist und CBD für die Schmerzlinderung. Was ist aber, wenn es keinen THC Gehalt hat bzw. unter 0,2 liegt? Wirkt es trotzdem schmerzlindernd?

CBD Gras ist in Österreich legal.

...zur Frage

Ist THC schädlicher als Nikotin?

Bekanntlich (oder auch nicht) ist THC das Wirkungsmittel in der Pflanze Cannabis. Zumal ich nicht nur in meiner Stadt nicht selten den eigentümlichen Geruch von Cannabis (Mariuhana) feststelle, frage ich mich, warum sich diverse Personen (oder Personengruppen) damit stimmulieren. Und, ob die Statistik stimmt, daß eine Cannabiszigarrette genau so schädlich ist, wie eine Schachtel Zigaretten. Kann man Cannabis überhaupt mit Tabak vergleichen ?

...zur Frage

Gelegentlicher Cannabiskonsum und Waffenbesitzkarte (Zuverlässigkeit)

Hallo,

ich würde gerne wissen, ob ein WBK Inhaber seine WBK verlieren kann, wenn er in Holland einen Coffeshop aufsucht und Cannabis dort konsumiert.

Lt. Waffengesetz §5 & §6 (Zuverlässigkeit) und (Persönliche Eignung) sollte es ja kein Problem sein, da es legal (im Ausland) konsumiert wurde und auch eine Abhängigkeit bei einmaligem Konsum nicht gegeben ist.

Freue mich auf (sachliche) Antworten.

Vielen Dank & Grüße

...zur Frage

Was würde passieren, wenn ich aus der Schweiz Cannabis mti 0,7% THC bestelle?

HI!

In Österreich ist THC unter 0,2% legal. Was wenn ich aus der Schweiz 0,7% THC Gras online bestelle?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?