Was genau hat Donald Trump gegen Briefwahl?

8 Antworten

Aus verschiedenen Gründen ist die Briefwahl in den USA ein unsicheres Verfahren und nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen. Da es dort kein Meldewesen gibt, sind die Wählerlisten unvollständig, sie können auch längst Verstorbene und Verzogene enthalten oder Lebende nicht enthalten. Durch Briefwahl kommt es regelmäßig zu Chaos.

Das Hauptproblem ist aber auf einem anderen Gebiet: "Wegen Corona" sollen Wahlzettel pauschal an alle Wähler versandt werden, soweit man sie findet. Damit ist dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Man wird nicht feststellen können, ob jemand schon gewählt hat oder ob überhaupt die richtige Person gewählt hat. Deswegen hat Trump dazu aufgerufen, im Wahllokal zu prüfen, ob man wegen Briefwahl aus der Wählerliste gestrichen wurde. Er hat nicht dazu aufgerufen, doppelt zu wählen, wie behauptet wurde.

Trump sieht noch ein anderes Problem: Wegen der aufgeheizten Stimmung ist damit zu rechnen, daß gegnerische Gruppen in überwiegend republikanischen Stadtteilen die Briefkästen in Brand setzen. Das könnte allerdings auch umgekehrt geschehen, so daß mit einigen Feuerchen zu rechnen ist.

In den USA muß man sich in Wählerlisten eintragen lassen. Die Wahlunterlagen wurden längst versendet und es wird auch bereits gewählt.

0
@Bitterkraut

Diesmal gibt es zwei verschiedene Arten von Briefwahl. "Wegen Corona" werden Wahlunterlagen an alle (vermeintlich) bekannten Wähler versandt. Es wird nicht geprüft, ob der Empfänger noch da wohnt oder noch lebt. Nur gegen diese Art Briefwahl hat sich Trump ausgesprochen, weil damit dem Betrug Tür und Tor geöffnet werden. Es gibt dafür speziell eingerichtete Briefkästen, die nicht überwacht werden.

0

Es soll wohl so sein, dass manche Leute per Briefwahl wählen aber trotzdem dann noch ins Wahllokal zum Wählen gehen. Es werden also 2 Stimmen abgegeben.

In Deutschland sind alle Briefwähler automatisch im Wahllokal gesperrt, in den USA klappt das wohl nicht.

Es soll wohl so sein, dass manche Leute per Briefwahl wählen aber trotzdem dann noch ins Wahllokal zum Wählen gehen. Es werden also 2 Stimmen abgegeben.

Das ist nicht möglich.

In Deutschland sind alle Briefwähler automatisch im Wahllokal gesperrt, in den USA klappt das wohl nicht.

Doch.

1

Trump selber hat dazu aufgerufen, dass Briefwähler illegal nochmal abstimmen:

2
@Lachzwack

Nein, hat er nicht. In den Medien wurde nur ein Teil seiner Aussage gezeigt. Er hat dazu aufgerufen, nach der Briefwahl nochmals ins Wahllokal zu gehen, um sicherzustellen, dass die Briefwahlstimme gezählt wurde. Wenn das der Fall ist, kann man nämlich nicht noch einmal wählen.

1
@Lachzwack

Nein, das war die erste Aussage, die von manchen US-Medien sofort aufgegriffen und verdreht wurde. In den USA unterstützen die Sender nämlich die Partei, die ihnen in den Kram passt. Deswegen sollte man sich zuerst selbst ein Bild von der Lage machen, bevor man den US-Medien alles abkauft.

Es wird einfach nach kleineren Aussagen gesucht, die scheinbar skandalös sind, um Trump zu schwächen. Das geht jedoch bekanntlich schon länger nach hinten los, weil die Trumpwähler so das Vertrauen in Trump nie verlieren werden. Man sollte sich stattdessen auf die großen Sachen konzentrieren, die wirklich gegen ihn sprechen. Denn sonst denken seine Wähler, dass ohnehin jeder Skandal um ihn nur von demokratisch-treuen Medien erfunden ist.

1
@Lachzwack

Ich bin alles andere als Trump-Freund. Aber wenn man sich mal youtube-ed was er gesagt hat, hat er wirklich nicht vorgeschlagen doppelt zu wählen.

Er hat dazu aufgerufen, nach der Briefwahl nochmals ins Wahllokal zu gehen, um sicherzustellen, dass die Briefwahlstimme gezählt wurde. Wenn das der Fall ist, kann man nämlich nicht noch einmal wählen.

Hat er tatsächlich gesagt.

 Denn sonst denken seine Wähler, dass ohnehin jeder Skandal um ihn nur von demokratisch-treuen Medien erfunden ist.

Da gebe ich dir Recht. Der Mann muss weg. Aber die Opposition und Medien dürfen sich durch solche Offensichtlichen Verdrehungen nicht selbst unglaubwürdig machen. Das wäre fatal.

0

Lass dich nicht von diesen Neidern beeindrucken. Schließlich sagst du doch nur, was Trump selber auch sagt.

0

es muss davon ausgegangen werden, dass durch die Briefwahl viele bisherigen Nicht-Wähler*innen mobilisiert werden. Diese sind zu großen Teilen sozial schwache Menschen bzw. die "Unterschicht", eine Wählergruppe die Trump ganz und gar nicht anspricht.

Er selbst glaubt wahrscheinlich wirklich daran, dass es durch die Briefwahl zu Betrug kommen wird, aber das entspricht nicht der Realität.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Teilgebiet meines Studiums

Die Briefwahl wird die Corona-Präsidentschaftswahlen entscheiden

Bereits fünf Staaten - Colorado, Hawaii, Oregon, Utah und Washington - wählen bereits vollständig per Post. Kalifornien, Vermont und Nevada wollen wegen Corona nachziehen. In den meisten anderen Bundesstaaten können die Wähler ohne Angabe von Gründen per Post eine Briefwahl beantragen.

1

Er ist überzeugt , das seine Gegner schummeln mit der Briefwahl , also dann auch noch im Wahllokal wählen gehen .

Er empfiehlt seinen Wählern das Gleiche zu tun .

Das Gleiche zu tun??? ER hat das erfunden, ER ruft zu illegalem Doppelabstimmen auf.

3

Er behauptet, die Briefwahl lädt zum Betrug ein.
Er selbst nutzt sie aber auch.

Was möchtest Du wissen?