Was genau bringt einem Meditieren?

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11 Antworten

Ich selbst bin Buddhist und praktiziere auch buddhistische Meditation, daher werde ich versuchen, eine brauchbare Antwort zu bieten.

für was genau geht man Medititieren ?

Viele Menschen nutzen Meditation ohne besonderen religiösen Hintergrund, sondern einfach, um sich zu entspannen, im Alltag gelassener zu sein, sich ausgeglichener zu fühlen, und ihre Konzentrationsfähigkeit zu fördern.

Was bringt das einem überhaupt ?

Im Idealfall übt man Meditation ohne ein bestimmtes Ziel. Unser ganzes Leben ist schon voller Pläne für die Zukunft und alles soll optimal laufen - das reicht von Einkaufslisten bis hin zu Urlauben und Rentenplänen.

Meditation bietet einem die Möglichkeit, einfach das "Hier und Jetzt" zu erleben - ohne sich Gedanken um Vergangenheit und Zukunft zu machen. Kein dösiges Träumen, keine angespannte Konzentration, einfach mal ganz da sein.

Für viele Menschen ist das ein Ausgleich zur Leistungsgesellschaft. Andere gehen zB stattdessen joggen, wenn sie ihren Kopf von Gedanken frei haben wollen, anstatt ständig nachzudenken, oder herumzuträumen.

Bin eher der realistische Typ Mensch.

Ich halte den Buddhismus auch nicht für besonders "unrealistisch" - immerhin geht es darum, Achtsamkeit zu entwickeln und nicht, in eine Phantasiewelt voller Götter, Engel und Dämonen zu fliehen.

Wenn sie Buddhismus als Weltflucht betreiben sollte, dann wäre das für mich ein Alarmzeichen.

Die Welt ist so wie sie ist und damit muss man klar kommen.

Richtig. Meiner Meinung nach sagt der Buddhismus auch das aus. Wir können höchstens unsere geistige Haltung und unseren Blick auf die Welt ändern und entsprechend Handeln.

Sie geht regelmässig am Wochenende und wenn sie es zeitlich schaft, noch 1x unter der Woche in ein buddhistisches Zentrum zum gemeinsamen Meditieren.

Ich würde mich zumindest über die Gruppe informieren. Wie in anderen religiösen und weltanschaulichen Bewegungen auch, gibt es auch im Buddhismus einige destruktive Gruppen.

Auf den äußerst umstrittenen Ole Nydahl wurde ja schon hingewiesen, es gibt aber zB in Berlin auch einen Zen-Lehrer, mit einem fragwürdigen Ruf.

Gruppendynamik ist immer so eine Sache.

Bevor man sich irgendwelchen Gruppen anschließt, sollte man sich meiner Meinung nach gründlich informieren - das sollte deine Bekannte/Partnerin auch machen.

Wenn Sie ein realistischer Typ sind, wäre das der wichtigste Grund sich mit Meditation zu befassen.

Und mit Zwang hat wahre Meditation nicht das geringste zu tun.

Ich empfehle Ihnen sich folgenden Link genau und aufmerksam durchzulesen falls Sie ernsthaftes Interesse daran haben herausfinden was Meditation wirklich ist:

http://kunst-heilen.de/meditation-krishnamurti/

Man kann auch meditieren, sich dafür interessieren oder es lernen, ohne gleich religiös zu werden.

Ich jedenfalls mache das so.
Bin einerseits knallharter Realist, Materialist und Atheist, und das wird sich sehr sicher nicht ändern.
Andererseits nehme ich regelmäßig an medativen Übungen teil, im Rahmen einer sozialen Maßnahme.

Die Übungen haben mich schon auf eine gewisse Art weitergebracht, ich kann z.B. unnützes Grübeln (oder Gedankenschleifen) oft einfach abstellen, indem ich mich auf meinen Atem konzentriere.
Wohlgemerkt ist das nicht auf meinen Verstand oder mein Intellekt bezogen, den schätze ich sehr. Mehr als andere gelegentlich.

Eigentlich komme ich ja eher aus der Biologenecke.
Mein Studium ist allerdings auch schon ein ⅓ Jahrhundert her.

Was ich mit diesem Hintergrund und Jahrzehnten Wissenschaftsnachrichten so an diffusem Wissen habe, führt mich zu dem Schluss, dass das Bewusstsein schon zu maßloser Selbstüberschätzung neigt.

Teilweise sind das keine neue Erkenntnisse, denn der umfangreiche Schatz an Sprichwörtern und Binsenweisheiten kennt schon lange Sprüche wie
- eine Nacht d'rüber schlafen
- das sagt mit mein Bauchgefühl
- den kann ich nicht riechen

Das waren nur meine losen Gedanken und Erfahrungen zum Thema.

Wobei ich den Eindruck habe, dass du ein ganz anderes Thema hast:
Sie mit Begründung, Rechthaben und Stolz loszuwerden.
So wie im Gleichnis - oder war es eine Fabel - jedenfalls mit Fuchs und Trauben.

Der Eindruck ergibt sich übrigens aus deinen Kommentaren.
Nicht dass du den Eindruck bekommst, ich entscheide alles aus dem Bauch.

Es ist etwas für deinen Geist, zum entspannen und zur Beruhigung. Bei einigen hilft es bei anderen nicht, aber du solltest mal mit gehen, vielleicht ist es was für dich

Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 12:10

Das finde ich auch bei einem guten Saunagang, bei einer tollen Massage, bei einem guten Mittagsschlaf und bei vielen anderen Dingen. Dazu brauche ich keine Meditation.

Ist wohl gerade "hip" Buddhist zu sein/werden

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"Meditieren ist immer noch besser als rumsitzen und nichts tun."  Meinte mal ein kluger Mensch.

Meditieren ist ohne großen Sinn. Wird von Leuten betreiben, die satte und reiche Europäer oder Amis ohne echte Probleme sind, meist Frauen, die sonst nichts zu tun haben.

Manchmal deutet sich da auch eine religiöse Psychose an, manchmal einfach nur der Wunsch irgendwas "Schickes, was mt Esoterik" zu machen, um das "Frausein zu entdecken". Oder ähnlicher Kokolores.

Wenn du mit diesem Religionskram nichts anfangen kannst, dann vergiss die Dame ganz schnell.

Oder nutze ihren religiösen Tick, um bei ihr zu landen. Kannst ihr ja erzählen, dass du eine besondere Form der Meditation kennst, bei der ein Mann und eine Frau - (nee, ich höre auf, sonst wird der Beitrag noch gesperrt).

Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 12:16

Ja, so habe ich auch das Gefühl. Sie sagte das dort bei ihrem Treffpunkt viele Gutverdiener ( Piloten, Manager, Selbstständige, etc. ) sind.

Scheint wohl gerade hip zu sein Buddhist zu werden/sein.

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geh doch mal mit, dich wird keiner verjagen!

Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 11:48

ich halte von solchen dingen nichts. ich bilde mir meine eigene meinung und lebe nicht nach bestimmten vorstellungen oder ideen einer religion

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Meditation ist Entspannung oftmals aber weitaus häufiger Lebensflucht und Lebensangst.

Meditieren zur Entspannung könnte man auch ganz allein in der Gruppe schwappen aber Emotionen über. Ist mitunter sehr gefährlich.

Wir haben eine Nachbarin, die treibt es mit ihrem Buddhismus so weit, dass sie alle Gefühle negiert, von Gelassenheit keine Spur. Wohl aber verkopfte Ausgrenzung von Gefühlen. Ihr Kind siehst du nie lachen und wenn sie glaubt man sieht es nicht, verhält sie sich ihrem Kind gegenüber alles andere als Gelassen.

Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 12:07

Sowas habe ich mir schon gedacht. Die Frau hat viel Stress, wie sie sagt, und deswegen sei ihr das Meditieren so wichtig.

Sie macht es ja ab und an alleine, aber sie meinte zu mir das es in der Gruppe, mit vielen (positiven) Menschen ( wie sie sagt ), am besten sei.

Auch haben Vorträge ihre Sicht auf gewissen Dinge verändert.

Das klingt für mich nach brainwasching

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Meditation könnte man gleichsetzen mit Beobachten. Nur dass es dabei weniger um das Beobachtete geht (wie es normalerweise der Fall ist) als um Denjenigen der beobachtet. Man versucht also durch Beobachten eine positive Wirkung auf Seiten des Beobachters (Person) zu erzeugen.

Die positive Wirkung kann dabei vielfach und verschieden sein. Möglich sind tiefe Ruhe und Entspannung zum Wiederaufladen der Batterien. Steigerung der Konzentrationsfähigkeit. Linderung von psychischen Krankheitszuständen, wie Angststörungen, Depressionen, Schlaflosigkeit. Ferner auch die Verminderung von Reizbarkeit und Agressivität.

Darüberhinaus kann Meditation auch zur Läuterung dienen. D.h. es besteht die Möglichkeit Blockaden und falsche Konditionierungen permanent zu eliminieren. Das führt einen dann aber bereits ins Religiöse. Denn in christlicher Terminologie könnte man dies auch als Reinigung von der Erbsünde bezeichnen.

Meditation zwei mal pro Woche 45 Min., oder so, bringt aber fast nix. Was es bringt ist, dass man das mal kennenlernt um dann leichter tiefer einsteigen zu können.

In den Verruf gekommen ist in den vergangenen Jahren der Diamantwegbuddhismus mit Lama Ole Nydhal. Der ist eher mit spitzen Fingern anzufassen. Wenn sie dagegen in der Tradition des Zen-Buddhismus oder des Theravada-Buddhismus übt ist das vollkommen ok.


Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 12:38

Keine Ahnung was sie betreibt oder wohin sie geht. Ich werde sie mal nebenbei Fragen.

Bist du Buddhist, oder kennst du dich damit aus ?

Was ist Diamantweg und warum kam dieser in Verruf ?

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Es ist entspannend, du kannst dich konzentrieren, rihiger werden und deine Mitte finden..

Kommentar von Seehecht1978
17.09.2016, 11:46

kann man aber mit regelmässigem schlaf auch ;)

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Man kommt dem Gott näher, mit welchem man "eins" sein will (Joh.10,1).

Schon David hatte damals meditiert (Ps.5,1; 77,6 - Unrev.Elberfelder 1905).

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