Was genau bewirkt eine Antidepressiva im Gehirn?

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4 Antworten

Hier ist eine ausführliche Antwort zu finden: https://www.gutefrage.net/frage/was-denkt-ihr-ueber-antidepressiva

Zitat: 

»Man weiß nicht mal wie Antidepressiva funktionieren. So ziemlich alle ADs , vorallem die SSRIs (Fluoxetin, Citalopram etc.) erhöhen den Serotonin-Spiegel im Gehirn. Was bewirkt es? Es erhöht den Serotonin-Spiegel im Gehirn. Und was noch und was bringt das? So weit sind wir noch nicht...
Wie Paradox das erscheint sieht man bei dem SSRE (Serotonin-Wiederaufnahme-Beschleuniger) Tianeptin, welches ich auch zurzeit nehme. Es macht nach heutigem Stand genau das Gegenteil wie ein SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) , wirkt aber mindestens genau so gut antidepressiv.
Es liegt also schon mal nicht an den Hormoen (Serotonin, Dopamin, etc.), es ergibt keinen Sinn. Warum Antidepressiva also helfen ist nicht ganz bekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie neuroprotektiv wirken, das Wachstum neuer Nervenzellen anregen und so das Gehirn zum "Umbau" verleiten, sodass die Depression besiegt werden kann. Sie helfen also dabei, dass man sein Gehirn wieder "richtig einprogrammieren" kann. Welches dieser Antidepressiva bei einem hilft, hängt von Person unterschiedlich ab, der eine kommt mit SSRI, der andere mit NDRI usw. besser klar, da gibt es eine ganze Palette...«

Ich hoffe Alea's Antwort konnte dir etwas helfen bei deiner Frage ;)

was genau bewirkt ein antidepressiva im gehrin?

Es kommt darauf an welches Antidepressiva. Man weiß zwar in etwa, was ein Antidepressivum im Gehirn macht - wie es jedoch auf die Depression und die Nervenzellen wirkt nicht:

Wirkungsweise der SSRI:

http://www.gutefrage.net/frage/die-chemischereaktion-die-wirkstoffe-von-antidepressiva-im-synaptischen-spalt-haben

Wirkungsweise allgemein:

gutefrage.net/frage/was-denkt-ihr-ueber-antidepressiva


Zitat:

"Man weiß nicht mal wie Antidepressiva funktionieren. So ziemlich alle ADs , vorallem die SSRIs (Fluoxetin, Citalopram etc.) erhöhen den Serotonin-Spiegel im Gehirn. Was bewirkt es? Es erhöht den Serotonin-Spiegel im Gehirn. Und was noch und was bringt das? So weit sind wir noch nicht...

Wie Paradox das erscheint sieht man bei dem SSRE (Serotonin-Wiederaufnahme-Beschleuniger) Tianeptin, welches ich auch zurzeit nehme. Es macht nach heutigem Stand genau das Gegenteil wie ein SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) , wirkt aber mindestens genau so gut antidepressiv.

Es liegt also schon mal nicht an den Hormonen (Serotonin, Dopamin, etc.), es ergibt keinen Sinn. (Und würde eher der Vier-Säfte-Lehre entsprechen). Warum Antidepressiva also helfen ist nicht ganz bekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie neuroprotektiv wirken, das Wachstum neuer Nervenzellen anregen und so das Gehirn zum "Umbau" verleiten, sodass die Depression besiegt werden kann. Sie helfen also dabei, dass man sein Gehirn wieder "richtig einprogrammieren" kann. Welches dieser Antidepressiva bei einem hilft, hängt von Person unterschiedlich ab, der eine kommt mit SSRI, der andere mit NDRI usw. besser klar, da gibt es eine ganze Palette..."


Hier die momentanen Theorien:

en.wikipedia.org/wiki/Antidepressant#Mechanismsofaction


Man muss noch anmerken das Antidepressiva an sich - und auch bei Gesunden - gar nicht antidepressiv wirken. Sie ändern jediglich den Antrieb und die Stimmung, sodass man therapierbar wird und die Kraft findet, antidepressive Maßnahmen zu unternehmen (sport, Sonne, frische Luft, gesunde Ernährung, gesunder Schlaf etc.) !

Aus: http://www.gutefrage.net/frage/die-chemischereaktion-die-wirkstoffe-von-antidepressiva-im-synaptischen-spalt-haben über die am gängigsten verordneten SSRIs (z.B. Fluoxetin oder citalopram)

Tja, wie sie genau wirken, wissen die Leute nicht mal selbst. ^^

Aus Wikipedia:

Paradoxerweise wird zu Beginn der Therapie mit SSRI die erwünschte 5-HT-Konzentrationserhöhung durch einen anderen Effekt geschmälert. Der zunächst hohe Serotoninspiegel im synaptischen Spalt überflutet gleichzeitig die Autorezeptoren der Präsynapse, die der Zelle als Feedback-Sensoren dienen. Die Aktivierung der Autorezeptoren (durch Agonisten wie Serotonin) löst in der Zelle das Signal aus, die Serotonin-Produktion zu drosseln. Der sich dadurch ergebende Mangel an Serotonin bleibt in der Summe bestehen, da die Transporter-Hemmung nur nachgeschaltet ist und den Mangel nicht aufheben kann. Auf die andauernde Rezeptor-Reizung reagiert der Körper mit einer Absenkung der Empfindlichkeit (Sensitivität) der Autorezeptoren (somatodendritische 5-HT1A und terminale 5-HT1D)[4]. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern. Auch die Anzahl/Dichte der 5-HT1-Rezeptoren sinkt.[4]

Was genau mit dem Rezeptor passiert, könnte man vielleicht in diesen vereinfachten Darstellungen beschreiben. In dem Synapsenendknöpfchen befinden sich Wiederaufnahme-Transporter, die übrig gebliebenes Serotonin wieder in die Zelle aufnehmen.

Dort wirken die meisten Antidepressiva, in dem diese blockiert werden. Wie genau wäre wohl zu kompliziert. Die Proteine, aus denen die Synapsen natürlich bestehen, werden durch die Moleküle der ADs modifiziert (hier spaltet sich ein Atom ab, dort wieder 2 an, da wird eine Verbindung durchbrochen, usw.) so dass sie nicht mehr funktionieren, bzw. das Serotonin nicht ankommt weil es z.B. bereits "besetzt" ist.

Die Folge: Das Serotonin erhöht sich im synaptischen Spalt.

Anders ist es aber z.B. bei dem Antidepressivum Tianeptin, dort soll laut heutigem Stand genau das umgekehrte passieren. ^^

SSRI - ein bisschen genauer und bunter! - (Gesundheit, Funktion, Gehirn) SSRI vereinfacht - (Gesundheit, Funktion, Gehirn)

Wie wirken Antidepressiva? Warum diese Medikamente wirken, ist noch nicht genau bekannt. Sicher ist jedoch, daß sie die Signalübertragung der Nervenzellen im Gehirn verändern, so daß die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin besser bei der Übertragung der Nervenreize wirken können. Dies geschieht dadurch, daß sie die Wiederaufnahme der körpereigenen Moleküle hemmen oder Enzyme beim Abbau der auch Transmitter genannen Botenstoffe bremsen. Wahrscheinlich fördern Antidepressiva auch langfristig die Neubildung neuer Nervenzellen im Gehirn. Diese Neubildung ist bei Depressiven oft gehemmt. Sie spielt wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Krankheit.

(Quelle: http://www.depressionen-depression.net/med/index.html) In Wikipedia müsste sowas auch stehen.

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