Was genau bedeutet z. B. Zahlbar 10 Tage abzgl. 3% Skonto, 30 Tage netto/netto ohne Abzug.

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8 Antworten

Deine Frage ist mehr ein zivilrechtliches, als buchhalterisches Problem. Zivilrechtlich wird, wenn ich mich richtig erinnere, das schuldrechtliche Geschäft (hier: Kaufvertrag) vom Erfüllungsgeschäft (Warenlieferung/Zahlung) getrennt. Die Klausel "Zahlbar..." bezieht sich nur auf das Erfüllungsgeschäft. Wenn also ein Zahlbetrag von 17,85 EUR vereinbart ist, wird der Skonto hiervon gekürzt. Der Zahlbetrag innerhalb von 10 Tagen wären sonach 17,31 EUR. Buchhalterisch muss man in jedem Fall beachten, dass neben dem Nettobetrag auch die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer gekürzt wird. Der Buchhungssatz wäre: Aufwand 15,00 EUR und (event.) Vorsteuer 2,85 an Geld 17,31; Skonti 0,45 und (event.) Vorsteuer 0,09 EUR. Was allerding die Formulierung "30 Tage netto.." bedeuten soll? Hier hat man wohl Netto mit Brutto verwechselt! Keine Schande, ist unserer Bundeskanzlerin auch schon mal passiert.

Skonto verringert immer den Endbetrag. Es handelt sich um einen Rabatt des Verkäufers. Ich persönlich achte sogar darauf, das die Versandkosten ohne MWSt. berechnet werden, ansonsten kürze ich den Betrag. Bisher noch keine Mahnung und auch keine Schwierigkeiten.

Vollstrecker hat recht!:-)Aber bei so vielen Lösungen würde ich an Deiner Stelle abwarten und erst nach 10 Tagen zahlen ;-)

Die Rechnung habe ich gestellt, mein Kunde kuerzt jedoch ebenso von den seperat ausgewiesenen Versandkosten. Ich bin jedoch der Meinung, dass dies buchhalterisch nicht einwandfrei ist. Die Verunsicherung grenzt sich aber ein, wenn du sagst, dass Vollstrecker recht hat :)

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@schapitz

Schapitz, Dein Kunde hat auch hier Recht.

Skonto ist eine zinsähnliche Vergütung für frühzeitigere Zahlung. Oder willst Du die Versandkosten erst nach 30 Tagen bezahlt haben?

Die Mehrwertsteuer (hier 19 %) berechnet sich immer auf das gezahlte Nettoentgelt (= Bruttoentgelt geteilt durch 1,19).

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Kürzung vom Nettobetrag, kannst ja nicht die Mehrwertsteuer kürzen und die Versandkosten stehen auch fest.

Na doch, die MwSt. reduziert sich ja entsprechend mit!

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@Boldtbregu

@ boldtbregu

Die Mwst. wird dann auf den neuen Nettobetrag draufgeschlagen. Rechne mal aus, kommt was anderes raus, als wenn du es vom Gesamtbetrag abziehst!!!!

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Wie bitte? Kürzung vom Rechnungsbetrag (incl. USt und VK), da bei geringerem Betrag die Umsatzsteuer sonst mehr als 19 % ergeben!

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Du nimmst den Endbetrag und ziehst davon die 3% Skonto ab, dann ergibt sich somit ein (skontierter) Zahlungsbetrag in Höhe von 17.31EUR

Danke - fuer diese Anwort hast Du fast 8 Jahre gebraucht? ;-)

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um klarheit in die bisherigen verwirrungen zu bringen: skonto steht dir vom gesamtbetrag inkl. mwst zu, wenn du innerhalb von 10 tagen zahlst, so wie es auch tradaix darstellte. ...und: das weiss ich ganz sicher!!!

Gibt es das irgendwo fundiert nachzulesen? Sicher habe ich es mal gelernt, aber nach der langen Zeit auch wieder verdraengt, weil nie gebraucht. Meine Buchhaltung ist eben auch der Meinung, dass es so wie von Vollstrecker beschrieben ist.

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@schapitz

Rechnungswesen - Bezugskalkulation, siehe z.b. diesen link: http://www.users.fh-salzburg.ac.at/~eseifrie/Aufbau%20einer%20Kalkulation.htm

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@schapitz

hier auch gut erklärt: http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/einstandspreis/einstandspreis.htm

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Rechnungsbetrag € 17,85 abzgl. 3 % Skonto = € 17,31 (zu zahlender Betrag).

Ja, so würde ich das auch machen.

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@Pinbuster

@Pinbuster: Anders bei Rechnungsbetrag zzgl. USt plus VK. Dann ist in den VK die USt schon drin.

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@tradaix

@Pinbuster: Muss natürlich Nettobetrag zzgl. USt heissen.

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Moin, grds. Kürzung des Rechnungsbetrages, d. h. auch der Versandkosten, wenn man nicht anders auf der Rechnung bestimmt hat. Mehrwertsteuer kein Problem, da nach deutschem Umsatzsteuerrecht das Entgeld besteuert wird, d. h. alles was der Rechnungsaussteller für diese Leistung erhält. Erhält er nun nur einen um Skonto gekürtzten Betrag so unteriegt nur der gekürtzte Betrag der "Mehrwertsteuer".

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