Was gegen unbewusstes Schubladendenken tun?

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6 Antworten

Wenn du dir das nächste Mal über einen Menschen eine Meinung bildest, denke darüber nach: "Weiß ich, dass dies tatsächlich so ist, oder vermute ich es nur?"

Beispiel wäre etwa eine Person, die aus deiner Sicht erst einmal unangenehm aussieht: unrasiert, Haare offenbar nicht gewaschen, schleppender Gang.

Dein Urteil: "boah, ein Asozialer!"

Aber...weisst du es?

Oder vermutest du es nur? Eventuell weil er so ähnlich aussieht, wie der Obdachlose aus der Doku-Soap im Privatfernsehen.

Du könntest genau so vermuten, dass die Person vielleicht schwer krank ist, und sich nur sehr schlecht selbst versorgen kann, aber keinen Pflegedienst nutzen will.

Aber...weißt du es?

Es könnte auch eine sehr reiche Person sein, die wissen will, wie die Menschen auf ihn reagieren, wenn er nicht aussieht, wie aus dem Ei gepellt.

Aber...weißt du es?

So lange etwas nicht absolut klar ist, gibt es keinen Grund dafür, vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass es mehr als schwarz und weiß gibt, sondern eine ganze Menge unterschiedlicher Umstände.

Außerdem kannst du versuchen, mehr Empathie zu entwickeln, dich stärker in die Lage der anderen Person hineinzuversetzen - "Wie geht es mir, wenn mich die Person so verächtlich ansieht?"

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Kommentar von Enzylexikon
04.07.2013, 12:39

Vielen Dank für den Stern. :-)

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geht mir genauso. ich versuche nun, mir zu überlegen warum mich das eine oder andere nervt und ich dann pauschaliere. ich suche den grund hinter meinem schubladen denken. so langsam komme ich dahinter, daß es oft verhaltensweisen von anderen sind, die ich mich nicht trauen würde - deshalb dürfen sich andere das auch nicht trauen. beispiel: ein hochpreisiges auto parkt in der feuerwehrzufahrt; mein gedankengang: alle, die dicke autos haben ignorieren einfach ein halteverbot. so geht es natürlich auch mit dem verhalten bestimmter menschengruppe, die ich dann auch über einen kamm schere.

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Bewusst dagegen andenken, z. B. sich immer wieder vor Augen führen, welche Menschen sich komplett anders verhalten, als du anfangs erwartest. Für die pessimistischen Personen empfiehlt sich auch eine Gegendrohung auf die Bedrohung durch Stereotype, bspw. wenn man eine soziale Gruppe schlechtmacht, wird jemand, den man sehr wertgeschätzt hat, einen zutiefst seelisch verletzen.

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Wenn man jemanden in eine bestimmte Schublade steckt, dann sollte man denjenigen genauer beobachten! Z.B. Person Nr.1 ist streng zu mir! Es stellt sich sogar heraus, dass sie sehr respektlos ist! Ich begegne Person Nr.2! Sie ist auch sehr streng! Ich will mich schützen, und vergleiche sie direkt mit der ersten Person! Ist sie auch respektlos? Kann ich ihr vertrauen? Ich beobachte diese Person weiter! Und nachdem ich Reaktionen(auch emotionale), Verhaltensmuster, Worte, und evtl. Wiedersprüchlichkeiten ausgewertet habe, weiß ich bescheid! Natürlich beobachte ich die Person, bis ich mir sicher bin! Also das ist meine Vorgehensweise!

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1) älter werden, Erfahrung sammeln

2) sich den Menschen in einer ganz anderen Situation vorstellen: Wie sah er als baby in Windeln aus? Wie sieht seine Frau ihn? Wie sieht seine Mutter ihn? Wie sähe er alt und zahnlos aus?

3) sich in die Situation des anderen versetzen, und schauen, wie man selber reagieren würde...

4) Sich jemand anders vorstellen mit den Auffälligkeiten seines Gegenübers: z.b. geschminkte Tussi - wie sähe meine beste Freundin als geschminkte Tussi aus?

5) Bücher lesen, wo Luete über ihre Gedanken und Beweggründe sprechen, das hilft, sich in andere einzufühlen.

7) sich nur auf einen kleinen Ausschnitt des Körpers / Charakters seines Gegenübers konzentrieren (z.B. nur auf Hand oder nur auf Stimme oder nur auf eine bestimmte art, zu reagieren) und das ausblenden, weshalb man ihn in eine Schulade gesteckt hat und schauen, was rauskommt...

6) Im Prinzip denkt jeder in Schubladen, denn diese Analyse- und Extrapolations-Fähigkeiten zu ähnlichkeiten etc. ist was zutiefst menschliches.

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Einfach bewusst drauf achten und umdenken

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