Was gefällt dir an deinem Lieblingsbuch am meisten?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist eine tolle Frage!

Für mich braucht ein Lieblingsbuch zunächst Individualität - besondere sprachliche Bilder, Humor, einen interessanten Handlungsstrang.

Ich will die Ereignisse vor mir sehen, will Gerüche, Geräusche,... nachempfinden können, Herflattern verspüren, wenn ein Charakter sich verliebt. Und die Handlung sollte die Abgründe der menschlichen Psyche zumindest andeuten. Grauen, schlechte Entscheidungen, die Faszination des Bösen.

Außerdem sollten die Charaktere besondere Eigenschaften und eine Hintergrundgeschichte haben und mir im Gedächtnis bleiben.

Das sind zumindest einige der Kriterien, die in meinen Augen ein Lieblingsbuch ausmachen. Wie siehst du das?

Ich sehe das so ziemlich genauso. 

Ich liebe Bücher, die einen ganz eigenen Charakter haben. Ich will das man sich in ein Buch verliebt, weil es Witze macht und man am liebsten in der Geschichte selbst mit drin leben möchte. Ich liebe mein Buch, weil es mich glücklich macht und mir im Unterbewusstsein Lebensfreude gibt, weil es trotz dem tragischen Ereignis das Positive an allem hervorhebt. Ich liebe auch, dass von der Hauptperson der Freund vor mehreren Jahren gestorben ist und erst nach und nach im Hintergrund geklärt wird wieso er starb und was das an dem Leben der Hauptperson ausgemacht hat. Ich liebe an meinem Buch Die letzten Tage von Rabbit Hayes, dass die Autorin es unheimlich gut ausgedrückt hat, wie sehr man jemanden lieben kann,das ist Wahnsinn, wie gut sie das geschafft hat ohne einmal die Worte ´ich liebe dich´ zu benutzen. Ich liebe diese einzelnen Details, dieses genaue Wissen der Gefühle und Gedanken und die emotionalsten Worte am Ende. Dieser Platzregen, der auf einen am Ende des Buches fällt…sodass man Stunden über das Buch grübelt. 

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Mein Lieblingsbuch ist "Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" von Mark Haddon (aus dem Englischen von Sabine Hübner).

Der Hauptcharakter ist sehr skurril, komisch und dennoch superinteressant. Die Geschichte ist spannend, witzig und kompliziert dennoch leicht zu verstehen. Das Buch ist sehr originell. Mark Haddon hat einen sehr verständlichen und außergewöhnlichen Schreibstil.

Der Protagonist, welcher nicht wirklich richtig tickt, wirkt sehr autentisch und es gelingt dem Autor wunderbar, den Leser in die Lage des Hauptcharakters zu befördern. 

Ich liebe dieses Buch wegen den oben genannten Punkten und weil es ein Geburtstagsgeschenk war.

Hier kannst du das Buch abchecken, wenn du willst:

https://www.amazon.de/Supergute-Tage-sonderbare-Christopher-Boone/dp/3570302962

Hier das Cover - (deutsch, Buch, Literatur)

Tipp für dich: "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" von Natasha Solomons. - Wirklich lesenswert - Kopfkino.

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Dass es ein relevantes Thema behandelt und der Scheibstil überragend ist.

Das Ereignis, an dem sich die Geschichte aufhängt, ist irrelevant. Lies mal die Novellen-Theorie (Falkentheorie) von Paul Heyse.

Textverständnis muss nicht das Buch sondern ich aufbringen

Zitate sind absolut irrelevant

Das Ende kann vorhersehbar sein oder nicht, das hat mit der Qualität nichts zu tun und ist nur bei Krimi-Schmökern (also Strandlektüre) von Bedeutung.

Eine Wendung kann dramatisch sein oder unspektakulär, Haupsache sie ist psychologisch begründet.

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