Was gebe ich bei Gehaltsvorstellungen an?

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16 Antworten

Wenn du nicht dringend von deiner jetzigen Stelle weg willst, solltest du nicht zu bescheiden sein.

Natürlich wird erwartet, dass du deine gewünschtes Bruttogehalt (entweder monatlich oder jährlich) angibst. Da kannst du dich entweder am Tarif für die ausgeschriebene Stelle oder an deinen bisherigen Einkommen orientieren. Im letzteren Fall würde ich zwanzig bis dreißig Prozent aufschlagen. Das sollte nicht unbedingt unverschämt wirken, gibt dir aber einen gewissen Spielraum für Verhandlungen.

Wenn du dann schon nur wegen der Gehaltsvorstellung abgelehnt werden solltest, wärst du vermutlich eh nicht glücklich bei der neuen Stelle geworden.

Die Angabe erfolgt immer als Bruttolohn. Üblicherweise als Jahressumme, Monatssumme ist auch möglich, sollte aber eindeutig erkennbar sein.

p.a. ist eine gängige Abkürzung für "pro Jahr" (per annum).

Personaler nehmen auch dankbar an, ob der Betrag incl. Sonderzahlungen gemeint ist (aber keine Pflichtangabe).

Die Gehaltsangabe ist so trivial nicht! Damit wird überprüft, ob der Bewerber weiß, wieviel der Job wert ist und welche Vorstellungen er über seinen eigenen Marktwert hat.

Mitnichten wird der Bewerber mit den geringsten Gehaltsvorstellungen eingestellt oder auch nur bevorzugt. Wer deutlich unter dem geplanten Gehalt liegt, hat sich selbst hinauskatapultiert, da er bewiesen hat, dass er vom Wert der Stelle (und somit von der Stelle selbst) keine Ahnung hat, sich nicht vorab informiert hat oder seinen eigenen Wert zu gering einschätzt (womit auch wieder Zweifel an seiner Qualifikation aufkommen).

Auch eine deutliche Überschätzung wirkt sich negativ aus. Bedeutet schlicht, dass der Bewerber keine Ahnung hat, um was es hier geht - und vielleicht einfach nur dick absahnen will.

Die Gehaltsvorstellung des Bewerbers sollten um nicht mehr als 10 - 15% von den Gehaltsvorstellungen des Stellenausschreibers abweichen.

Bei seinen eigenen Gehaltsvorstellungen sollte man einfließen lassen:

- Der Durchschnittswert dieser Position in der Region (es gibt zich Portale, die da helfen können) - dabei nicht von der Bezeichnung der Stelle ausgehen, sondern von der Aufgabenbeschreibung (und aus dieser die eigentlich richtige Bezeichnung herausfinden).

Damit kann man auch beim Bewerbungsgespräch bei der Gehaltshöhe punkten. "Wissen Sie, wenn ich mir die Aufgabenbeschreibung Ihres Kaufmännischen Sachbearbeiters anschaue... eigentlich suchen Sie ja einen Bilanzbuchhalter, ne?" Das muss man natürlich untermauern können!

- Das bisherige Gehalt. Man will sich ja verbessern.

- Die eigene, durch Zertifikate nachweisbare harte Qualifikation.

- Berufserfahrung, sowohl insgesamt, alsauch speziell in diesem Aufgabengebiet.

- Die "Qualität" des eigenen Lebenslaufes: Wenige, kurze Zeiträume ohne Beschäftigung, die meisten Jobs stetig bei diesem Aufgabenbereich, also der erkennbare Rote Faden ("Wenn Sie sich meinen Lebenslauf anschauen, dann sehen Sie, ich bin Techniker durch und durch...").

 

Für das spätere Gehalt spielt die eigene Gehaltsvorstellung eine untergeordnete Rolle. Der Arbeitgeber hat bereits seine eigene Gehaltsvorstellung, einen kleinen Verhandlungsspielraum nach oben und eine absolute Schmerzgrenze.

Wenn du mit deiner Gehaltsvorstellung ein wenig drüber liegst - und ansonsten formidabel überzeugt hast - dann versucht er dich auf sein Maß runterzuhandeln. Dein Part ist es, dich zu deinem Wert zu verkaufen.

Das ist wie Ziehen an einem Gummiband. Irgendwas geht immer (auch wenn auf dem Gummiband steht "nicht ziehen!"), aber irgendwann reißt das Band auch.

 

Grundsätzlich wird die Gehaltsvorstellung immer Brutto und als Jahressumme angegeben.

Du gibst das gewünschte Bruttoeinkommen an. Grund: Von dem Nettoeinkommen kann der Arbeitgeber nicht genau auf das Bruttoeinkommen schließen, da dort ja Faktoren wie die Steuerklasse hineinspielen, und du wirst diese Faktoren wohl kaum alle angeben wollen und dem AG zumuten wollen, daraus erst noch das Bruttogehalt berechnen zu müssen. Und das Bruttogehalt ist für den AG interessant, denn das ist ja, was er zu zahlen hat - zum Teil an dich, zum Teil an den Staat.

Ob du das Bruttogehalt pro Monat oder pro Jahr angibst dürfte weniger wichtig sein, der AG kann es ja recht einfach umrechnen. Ich würde es pro Jahr angeben. Wenn du dir unsicher bist, dann kannst du ja einfach beide Werte nennen.

Du arbeitest doch seit 20 Jahren. Was meinst du, kann der Arbeitgeber mit einer Gehaltsangabe in Netto anfangen? Richtig, genau nix.

Daher würde ich einen Bewerber, der mir ein Nettowunschlohn aufschreibt, direkt ablehnen.

Stundenlohn kommt wohl auf die Art des Jobs an. Üblich ist die Angabe des Bruttojahresgehalts.

Mojoi 26.05.2017, 09:34

Für mich sind Ausschlusskriterien:

Nettoangaben

deutlich unter oder über der Dotierung der Stelle

schwammige, unklare, unverständliche Angaben, bei denen ich selber rumrechnen müsste, um auf eine belastbare Zahl zu kommen

 

Bedenkliche Angaben:

Gar keine Gehaltsvorstellung

Gehaltsvorstellung mit (mehr oder minder verzweifelten) Begründungen ("...weil, ich muss drei Kinder ernähren, meine Mutter ist krank...")

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Du gibst den Bruttolohn aufs Jahr gesehen an. In der Verhandlung kannst du dann noch schauen, ob die dir einen bezahlten Urlaub oder 13. Gehalt dazu geben oder damit alles abgegolten ist. Deshalb solltest du überlegen, wieviel du auf jeden Fall haben willst - also auf 12 Monate.

Lieber derjensl,

das ist ein ziemlich zwieschneidiges Schwert. Richte Dich bei den Gehaltsvorstellung ein wenig nach dem letzten Einkommen. Sonst kannst Du die laufenden Kosten ja gar nicht mehr decken. Dann gibt es einige Tabellen im Internet. Einfach die Jobbezeichnung plus Gehalt googlen. Darüber hinaus gibt es auch Tariflöhne und entsprechende Listen. Alle Angaben werden hier in Brutto angegeben. Ich persönlich finde diese Gehaltsvorstellung furchtbar und ziemlich ungerecht, aber vielleicht hilft es Dir, dass es vielen so geht.

Viel Erfolg!


grubenschmalz 26.05.2017, 07:49

Richte Dich bei den Gehaltsvorstellung ein wenig nach dem letzten Einkommen

+ 10%

2

Bei der Angabe des Gehaltswunsches wird natürlich immer eine Bruttosumme p.a. erwartet.

Das Nettoeinkommen ist ja zum größten Teil von Deiner persönlichen Situation wie Familienstand, Anzahl der Kinder, Mitglied einer kirchensteuerlich relevanten Kirche, Freibetrag für die Lohnsteuer, Mitgliedschaft in einer günstigeren oder teureren Krankenversicherung etc.etc.abhängig.

Ja sowieso das Bruttoeinkommen und vergiss nicht ein bisschen mehr anzugeben, da dieser vielleicht den Lohn drücken wird. Keine Angst bei interesse wird er dich sowieso einladen.

Das Bruttoeinkommen. Was will der AG mit deinem Netto?

gute leute könnnen sich teuer verkaufen?

ein AG sagte mal:

ich habe keine jobs zu vergeben! aber ich habe sehr viele aufgaben die best möglichst gelöst werden sollten? dafür bin ich auch bereit best möglich zu bezahlen?

also welche aufgabe kannst du best möglich lösen? (angeobt und nachfrage)

Was haben sie denn die letzten zwei Jahrzehnte gemacht ?

Schon mal an Weiterbildung gedacht ?

Als einfach Arbeiter nennt man 80,00 Euro im Monat mehr als jetzt im Monat-Brutto an . Mehr kann es bei guter Arbeit immer werden .

Das monatliche Bruttoeinkommen kommt da hin

nimm bisschen mehr als du jetzt verdient so 5%. Ich glaube es geht um das Brutto Jahreseinkommen. Netto ist ja je nach deiner steuerklasse etc bei jedem anders  

Immer den Bruttolohn pro Monat.

Das ist eigentlich eine Fangfrage, mit der der Arbeitgeber herausfinden will, wer am wenigsten bietet. Schließlich gehen die Meinungen, ab welcher Höhe ein Gehalt "angemessen" ist, auseinander.

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