Was gab es in der DDR für Widerstände und Oppositionen?

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5 Antworten

Das ist mit einfachen Worten nicht zu sagen. Die DDR hat mehr als 40 Jahre bestanden. Die Umstände haben sich im Laufe ihres Bestehens immer wieder geändert. Natürlich haben sich auch die Möglichkeiten geändert.

Die Menschen haben sich auch geändert. Die Älteren haben noch die Stalin-Zeit miterlebt, in der junge Leute für einen etwas grob geratenen Dumme-Jungen-Streich mit ihrem Leben bezahlen mussten. In den 1950er Jahren hatten die meisten Menschen noch die Hilter-Zeit "in den Knochen". Die jungen Menschen, die in den 1980er Jahren auf die Straße gingen, hatten schon nicht mehr eine so große Angst wie die ältere Generation.

Zu jeder Zeit hat es immer wieder Oppositionelle, die offen oder, wenn erforderlich, nicht so offen gegen die DDR-Oberen gekämpft haben - mit Worten und vor allem Information (was ja vielen DDR-Bürgern gefehlt hat).

In ZDF Info kommen und kamen in der letzten Zeit viele Beiträge zu diesem Thema.

Das Thema ist einfach zu umfangreich, um es hier zu erläutern.

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Wurde zum Thema 17. Juni 1953 kürzlich von Phönix gebracht bzw mehrmals wiederholt.Könnte dort der Mediathek zu finden sein.Aus der SED heraus: Wolf Biermann,Robert Habermann .Ansonsten gab es viele "gemütliche Plätze" in den Erholungsheimen des MFS.Nette Vernehmer mit Kaffee und Kuchen haben sich besonders nach Mitternacht um die "Wahrheit"Beschuldigter gekümmert.Dr. Marbuse war für die Gesundheit der Erholenden zuständig. (So nannte sich der Arzt im "Roten Ochsen" in Halle /Saale).Damals eines der MFS Geheimgefängnisse.

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Keine.
Nicht das Ergebnis mit der Geschichte verwechseln.
Die DDR war 40 Jahre Realität der Menschen.
Man steht nich Morgens auf und sagt "heute zeige ich es meinem Chef"...ganz so verblümt ist das im Leben nicht.

Sicher es gab uns politische Häftlinge, wir waren nur keine Missionare.
Wir wurden Opfer der Stasi, die wollten nicht mit sich reden lassen.
"Die Partei, die Partei hat immer Recht", das war deren Mantra.
Hatten nicht, immer Recht, sonst wäre die DDR nicht in den Orkus der Geschichte eingegangen.

Am Ende war es dann so, dass sie die Bevölkerung nicht mehr versorgen konnten. Genau dann "gehen Revolutionen durch den Magen" (Lenin).


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Die Kirche, das taypische Bollwerk der Reaktion hatte, wie nicht anders zu erwarten, dem Sozialismus den Fehdehandschuh hingeworfen. Dies geschah oftmals subtil, halt pfäffisch, in dem man oppositionelle Gruppen aufnahm, selbst aber den Unschuldigen mimte.

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Kommentar von Modem1
25.06.2016, 16:32

Die evangelische Kirche war einer der besten Informanten der Beschützer der sozialistischen DDR.Die oppositionellen Gruppen waren Jugendliche in "der jungen Gemeinde". Ich habe darüber ein kleines Büchlein " Betroffene erinnern sich"von Gerd Stöcklein.Die gab es in der Bundesbehörde für die Unterlagen der Staatssicherheit zum Beispiel in Magdeburg.

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Eine exzellente Aufarbeitung leistet dieses Buch:

Ehrhart Neubert  "Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989" (Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung, 1998, 969 S.)

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