Was für Vorteile hatte der König vom Lehnswesen?

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4 Antworten

Das Lehen ist mit unserem Verb "leihen" nah verwandt; der Landesherr (ich spreche da nicht gern von König, denn davon gab es im Mittelalter, als das Lehnswesen am stärksten ausgeprägt war, eigentlich nur wenige) verlieh seine Marken an einen Vasallen, der ihm dafür zu Treue und Kriegsdienst verpflichtet war.

Das hatte für den Landesherrn den Vorteil, dass er rechtmäßiger Herr über seine Ländereien blieb und diese nach dem Tod des Lehnsnehmers wieder verleihen konnte, mehr als einmal gegen Bares. Darüber hinaus musste er kein größeres stehendes Heer unterhalten, da ihm im Kriegsfall die auf Kosten des Vasallen bewaffneten Kriegsknechte zur Verfügung standen.

Ländereien wurden aber nicht nur verliehen, sondern von klammen Landesherren oftmals auch verpfändet, um sich kurzfristig Geld zu verschaffen.

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Ein Lehen konnte dem Adligen verliehen werden. Es konnte ihm aber auch jederzeit wieder entzogen werden wenn er nicht nach der Pfeife des Königs tanzte. So hatte der König seinen Adel theoretisch unter Kontrolle. Praktisch verhielt sich die Sache jedoch oft ganz anders. Die Adeligen waren hin und wieder stärker als der König und oft war ihnen egal was der Kerl von ihnen verlangte. Sie machten ihr eigenes Ding und wenn er sie belagerte, dann zogen sie die Zugbrücke hoch und ließen Pfeile auf ihren König regnen.  

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Er hat damit, auch wenn es nicht das gab, was heute als "Gewaltenteilung" bekannt ist, die Macht auf ihm loyale Lehnsherren aufgeteilt.

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Armeen (für den Schutz des Königs mussten die Adeligen versprechen den Lehensherrn im Kriegsfall militärisch zu unterstützen) und eine gesicherte Position durch Schwüre der Adeligen

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