Was für rechtliche durchsetzbare Mittel habe ich einen 17 Jährigen vor die Tür setzen zu können?

7 Antworten

Hallo ubk2209,

du bist als Mutter in einer sehr schwierigen Situation. 

Zum einen hast du scheinbar alles versucht ihm zu helfen, leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. 

Gerade weil du ihn liebst solltest du ihn einfach vor die Tür setzen. Dies wird wohl auch Gewalt nach sich ziehen, die du dir aber auf keinen Fall gefallen lassen solltest und musst. 

Leider bleibt dir letztendlich nur der Weg die Polizei um Hilfe zu bitten, spätestens, wenn er dich wieder bedroht oder gar anfasst, also schlägt. 

Das ist Körperverletzung und eine Straftat. Dein Sohn wird wohl leider einen unschönen Weg durch die Strafanstalten vor sich haben. 

Wenn dir die Polizei nicht helfen will, bevor er dir was tut, dann musst du dort anrufen und sagen, dass du Angst um dein Leben hast. Das ist fast die einzigen Möglichkeit. 

Oder du ziehst in ein Frauenhaus, was für mich nicht tragbar scheint. 

Erkundige dich doch mal bei einer Beratungsstelle in deiner Nähe zum Thema Sucht - auch Spielsucht ist eine Sucht, frag beim Weißen Ring an, ob sie dir helfen können (Opferschutz) oder frag bei der Polizei, an wen du dich noch wenden kannst. 

Du hast aber auf keinen Fall die Schuld, egal für was, denn er ist alt genug auf sich selbst aufzupassen. 

Ich wünsche Dir viel Kraft und gutes Gelingen. 

Versuche für dich selbst eine Therapie zu finden, denn du brauchst dringendst Unterstützung. 

Hier kannst du Therapeuten finden:

http://www.degpt.de/therapeutinnen-suche/

Achte gut auf dich selbst, 

LG Mata

Also ich weiß nicht sorecht ob das mit deinem Sohn geht. Aber als mein ExStiefvater ein ausraster hatte und handgreiflich wurde, haben wir die Polizei gerufen er durfte sich uns nicht mehr nähern. Wichtig ist Verletzungen Ärztlich dokumentieren.

Wenn Du wirklich fest entschlossen bist, Deinen Sohn vor "die Tür zu setzen", dann wende Dich noch einmal ans Jugendamt und bringe dort auch deutlich  zum Ausdruck, dass Du Dich bedroht fühlst.

So lange Du immer wieder einen Rückzieher machst, wird sich definitiv nichts ändern. Bisher weiß Dein Junior, dass er mit seinen Drohgebärden durchkommt.

Bringe Sachen, die Dir an Sächlichem lieb und teuer sind in Sicherheit und gehe auf Konfrontationskurs. Klipp und klar sagen, dass er rausfliegt, anders geht es nicht. Im Bedarfsfall die Polizei rufen, die ihm bei Bedarf einen Platzverweis erteilt und ihn auch anzeigen. Anders scheint es hier nicht zu gehen. Hast Du jemanden im Umfeld, der Dir beistehen kann?

Was möchtest Du wissen?