Was für Rechte hat ein "Ungesetzlicher Kombattant"?

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3 Antworten

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Damit man den Status eines Kriegsgefangenen haben kann, muss der Staat erstmal die entsprechende Genfer Konvention anerkannt haben. Es gibt genug Staaten, die das eben nicht haben.

Ein Kriegsgefanger hat ein Anrecht auf eine ordentliche Unterbringung. Ihm steht eine bestimmte Anzahl an Mahlzeiten zu, und er ist vor Folter geschützt. Selbst Zwangsarbeit ist nur in bestimmtem Umfang erlaubt. Ihm muss seine Uniform und bestimmte Teile seiner persönlichen Habe belassen werden. Am Ende des Krieges muss der Kriegsgefangene in die Heimat entlassen werden.

Ein "ungesetzlicher" Kombatant, ist eben kein Kriegsgefangener, sondern landet in normaler Gefangenschaft, bzw. in einem regulären Gefängnis, meist wegen Hoch- oder Landesverrates. Zur Zeit der Entstehung der Genfer Konvention war das in der Regel mit der Todesstrafe bestraft.

Kombattanden sind von der Genfer Konvention erfasst/geschützt. Freischärler nicht, bei Kriegsrecht könnten sie "einfach" erschossen werden.

Bei der augenblicklichen "unsymmetrischen" Kriegsführung sind solche Grenzen fließend und nicht eindeutig.

Hierzu ein Zitat von Nelson Mandela:

Die Kultur eines Landes erkennt man an seinen Gefängnissen

Das sind dann Freischärler oder Partisanen und die haben - erfahrungsgemäß - immer schlechte Karten. Üblicherweise werden die "auf der Flucht" oder in Notwehr erschossen.

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