Was für kosten kommen auf einen zu nach der kleingewerbeanmeldung für ein Onlineshop?

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6 Antworten

Als erstes solltest du den Begriff "Kleingewerbe" vergessen, weil man so etwas nicht anmelden kann ! Die Gewerbeordnung kennt weder Groß- noch Kleingewerbe.

Es gibt nur die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG), die oft fälschlicherweise als Kleingewerbe bezeichnet wird. Das ist aber nur ein Steuererleichterungsverfahren (hinsichtlich der MwSt) und keine Art von Gewerbe !

Je nach deinem Einkommen kommen evtl. noch Kosten für die IHK oder deine Krankenkasse hinzu.

Wichtig ist bei einem Onlineshop ist es, dass das Impressum allen Vorgaben des § 5 TMG entspricht. Ich empfehle dir ein Existenzgründerseminar bei deiner IHK. Auch lohnt es sich bestimmt, einen Anwalt auf deinen Shop werfen zu lassen, bevor du online gehst. Die überschaubaren Kosten bewahren dich vor üblen Abmahnungen oder hohen Bußgeldern.

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30 Euro für die Gewerbeanmeldung. Wenn du eines Tages so viel Umsatz machst, dass du die Kleingewerbe-Grenze überschreitest, kommen Umsatzsteuern auf dich zu.

Hosting-Kosten für das Shopsystem und Anwaltskosten um Abmahnungen zu vermeiden hast du sicherlich schon berechnet.

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Hallo,

es kommt ganz darauf an, zunächst brauchst du als Kleinunternehmer nur eine Gewerbeanmeldung, diese kostet ca. 20 -30€ , je nach Stadt.
Dann brauchst du einen Webspace + Lizenzgebühren für den Shop ( kommt aber auch wieder auf die Software an)
Dann musst du zumindest im ersten Jahr "nur" Einkommenssteuer bezahlen.

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Um die 1000 Euro und zusätzlich solltest du einen Notar nehmen der deine agb schreibt denn es gibt wie bei filesharing Anwälte die dich verklagen wenn da nur ein Komma falsch ist oder du sie gar kopiert haben.solltest. Ist alles nicht so einfach wie man meint. 

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apophis 07.01.2016, 14:34

Wie kommst Du denn bitte auf 1.000€ ? Wie setzt Du die zusammen?

Gewerbeanmeldung 30€.
Webspace lässt sich schon für 5€ im Monat mieten, sagen wir 50€, da es schon etwas besser sein sollte.
Falls Du eine Software für die Webseite benutzt, kostet diese Lizenzgebühren, allerdings kann man einen Webshop auch ziemlich einfach selbst erstellen. Studenten etc. bieten das oft für ~50€ an.
Ein Anwalt für die AGBs währe empfehlenswert, kostet aber auch nicht die Welt.

Das sind niemals 1.000€, wenn Du dir nicht gerade eine Fertig-Webseite von einem Anbieter erstellen lässt. Und wieso brauchst man einen Notar?

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Scumpy 07.01.2016, 14:37
@apophis

Weil ein Notar dafür da ist so etwas zu schreiben, nicht Anwalt. 

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apophis 07.01.2016, 14:58
@Scumpy

Die Haupttätigkeit eines Notars ist die Beglaubigung und Beurkundung, weniger die Erstellung.
Im Grunde kannst Du die AGBs auch selbst schreiben, ein Notar muss diese nicht beglaubigen oder Ähnliches.
Ein Anwalt hingegen ist daher sinnvoll, weil er sich auf dem Gebiet genauestens auskennt und jede Lücke und Fehlinterpretationsmöglichkeit verhindern kann.
Natürlich kennt sich ein Notar auch mit dem Thema aus, aber wie gesagt, solche Texte zu gestalten ist nicht dessen Aufgabe und beglaubigt werden muss auch nichts.
Selbst schreiben und drüber gucken lassen kannst Du es natürlich von beiden.

Und wie kamen die 1.000€ jetzt zustande?

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iphonefreak94 07.01.2016, 17:20

Die AGB hab ich schon vom Internet. Ich musste nur ankreuzen und meine AGB wurde generiert :)

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Businessprofi 08.01.2016, 11:03
@Scumpy

Na dann müssen die ja gut sein... Wiesieht esdabei mit der Rechtssicherheit aus?

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Hallo Iphone,

also die Kosten die auf dich zukommen müssten Direigentlich vor der Gründung bekannt sein. Deshalb schreibt man vor der Gründung einen businessplan um einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu erhalten.

Deiner Frage nach zu urteilen. Hast Du es bisher versäumt einen zu schreiben!

Eine pauschale Aussage überdeine Kosten kann hier nicht gemacht werden, da wir keine Informationen über deine Unternehmung haben.

Allerdings ist der Hinweis von "Novos" richtig. Hinzu kommen allerdings noch weitere Kosten die einkalkuliert werden sollten. Steuerberater, Buchhaltung, Vertragswerke, Werbung etc.

Mein Tipp: Schreib einen Businessplan, damit du einen klaren Überblick bekommst.

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Internetkosten, Softwarekosten, Personalkosten, Materialkosten, Warenerwerbskosten, Versandkosten, Miete, Stromkosten, Heizungskosten, Werbekosten, Steuern, Versicherungskosten .....

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apophis 07.01.2016, 14:49

Internetkosten hat man so oder so. Die Aufwertung auf SDSL kostet vielleicht etwas mehr, wenn man sich ein Webspace mietet hat man dieses Problem aber nicht und Webspace sowie ähnliche Möglichkeiten bekommt man für recht wenig Geld gemietet.

Softwarekosten: Welche Software? Webseiten schreibt man in jedem beliebigen Texteditor und der Apache Server ist kostenlos.

Personalkosten: Kommt auf die Größe an bzw. ob es Personal gibt. Ich hätte jetzt an ein Einzelunternehmer gedacht, da gibt's halt keine Personalkosten.

Materialkosten: Man muss sich ja nicht gleich einen eigenen Server in den Keller stellen, ein einfacher Rechner und das gemietete Webspace reichen da aus.

Warenerwerbskosten: Stimme ich zu.

Versandkosten: Ja, wird aber vom Kunden bezahlt, daher kostet das effektiv nichts.

Miete: Bei einem Kleingewerbe würde ich jetzt nicht unbedingt davon ausgehen, dass man sich direkt eine Lagerhalle oder Ähnliches gemietet hat.

Stromkosten: Sind ohne Server nicht höher als sonst.

Heizkosten: Wären mit eigenen Server sogar niedriger, ohne macht es keinen Unterschied.

Werbekosten: Ja, sofern man denn kostenpflichtige Werbung fährt. Eine Präsenz auf sozialen Netzwerken ist z.B. eine gute kostenlose Werbung.

Steuern: Stimme ich zu.

Versicherung: Da würde mir nur der Versand einfallen, den man versichern lassen könnte, das würde aber unter Versandkosten fallen und keine effektiven Kosten verursachen.

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Novos 07.01.2016, 15:09
@apophis

Unter "Materialkosten" meinte ich auch die Einkaufskosten Deiner Ware, die Du verkaufen willst.

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Griesuh 07.01.2016, 15:44
@apophis

Na, das ist ja ein super Gewerbe, dass keine Betriebskosten verursacht. das musst du mir einmal genauer erklären.

Alle Kosten die im Zusammenhang mit seiner Gewerbetätigkeit entstehen sind Betriebskosten. Und dazu zäht alles war er zum betreiben des Gewerbes benötigt. das ist mehr als du denkst.

Übrigens es gibt keine Kleingewerbeanmeldung.

Es gibt eine Gewrbeanmeldung. Du kannst dann wählen, ob du die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG in Anspruch nehemn willst.

Da bist du bis zu einem Jahresbruttoumsatz ( nicht Gewinn) von bis zu 17.500€ von der Umsatzsteuer ( MwST) befreit.

Alle andern Steuerarten und Abgaben bleiben davon unberührt.

Bei der § 19 UstG Reglung, darfst du auf deinen Rechnungen keine Mehrwertsteuer extar ausweisen. Darfst aber auch im Gegenzug, deine Verausgabte MwST z. B. für Wareneinkäufe nicht beim FA geltend machen.

Welche Kosten auf dich zukommen werden hängt letztendlich davon ab, wie groß du das Ganze aufziehen willst.

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