Was für Freiheiten hat man, wenn man aufgrund von Suizidgefährdung in eine Psychiatrie eingewiesen wird?

6 Antworten

Aus eigener Erfahrung ist das in jeder Psychiatrie ein bisschen anders bei mir wenn ich deine Fragen nach Zahlen beantworte-:

1. nein, spitze Gegenstände werden weggenommen, Ausnahmen gibt es wenn du nicht wegen SVV oder Suizidalität da bist. Bei Drogenproblem dürfte meine Zimmergenossin eine Schere bei sich aufbewahren.

2. bei akuter Suizidgefährdung bekommst du anfangs keinen Ausgang. Wenn du aber gut mitarbeitest wird immer mehr Ausgang freigegeben. Zuerst in Begleitung, dann später Areal.

3. Besuch darf während den Besuchszeiten kommen, da sollte es keine Einschränkungen geben, wenn du nicht gerade in Isolation bist.

4. je nach alter, oder auch nach Klinikregeln kannst du dein Handy behalten oder hast WLAN. Das variiert von Klinik zu Klinik.

5. alles was spitzig ist oder zur Selbstverletzung genutzt werden kann. Sprühdeo, Feuerzeug, Messer, Schere, und halt so Sachen.

6. bei meiner Klinik war es so, dass wenn du in der Isolation warst, dass alle 30 Minute jemand Kontrolle gemacht hat, nachher war am ersten Tag ausserhalb der Isolation das weiterhin so. Nachher würde es immer seltener bis gar nicht mehr.

7. wenn du weiterhin akut bist, dann kommst du zuerst sicher auf die geschlossene, bis dies nicht mehr zu trifft.

8. wenn du von den Therapeuten aufgesucht wurdest, bestimmst du teilweise das Programme mit. Natürlich gibt es Sachen, aus meiner Erfahrung bei denen ich geschwänzt habe, weil mir danach kotzschlecht war.

9. wenn du unruhig bist, bekommst du Medikamente, aber meistens wird auch gefragt ob man welche möchte. Zwangsmedikation kommt nur in speziellen Fällen .

Hoffe konnte dir helfen und wünsche dir viel Glück

das haengt alles davon ab, wie kooperativ du bist. zwangsunterbringung ist ja ohnehin nur eine kurzfristige notloesung und nicht als therapie zu betrachten.

1. nein

2. du bist da vermutlich eh nur fuer zwei tage. wenn du als stark gefaehrdet eingestuft wirst, darfst du allenfalls aufs gelaende raus und nur in begleitung

3. taeglich zu den ueblichen zeiten

4. abhaengig von der klinik, von deinem verhalten und ob es wlan gibt, ist von klinik zu klinik verschieden

5. welche gegenstaende willst du denn mitbringen?

6. da du bei notunterbringung in der regel kein einzelzimmer bekommst, hast du quasi keine privatsphaere

7. das IST die geschlossene. dahin kommst du, weil du gerade versucht hast, dir das leben zu nehmen

8. du hast kein programm, hoechstens ein gespraech mit dem diensthabenden psychologen. du bist nur da, weil man dich aus dem verkehr ziehen musste

9. in der regel ja, weil in der regel suizidale menschen nicht begeistert sind, wenn man sie in eine klinik zwangseinweist und randalieren.

und ich war in so einer 4 monate '_'.. aber nicht wegen suizid sondern asperger.. naja kennt ja eh keiner

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@Burninhell

aehm, ja, hier ging's um suizid oder nicht. 

und wieso kommt man mit asperger in die geschlossene?

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weil ich auch starke depressionen hatte und fast einen typ gemordet hätte -_- nach der selbstverteidigung keine kontrollee mehr -_-

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@Burninhell

aehm ja ... asperger sind ja bekannt dafuer, dass sie andere leute fast ermorden ... 

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ich wollte eben nicht die gründe hier sofort nennen

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Als Asperger hast du fast einen umgebracht? Wow, ist mir glücklicherweise noch nicht passiert. Bin selbst Asperger.

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Wer aufgrund von Eigen- oder Fremdgefährdung zwangsweise oder freiwillig auf eine geschlossene Abteilung kommt hat keine Freiheiten. Da fällt hinter dir die Tür ins Schloss und geht für dich nur dann auf wenn es der Arzt verantworten kann. Was alles abzugeben ist ist abhängig von der Einrichtigung, das handhabt jeder anders. Prinzipiell sind keine Feuerzeuge erlaubt, Messer, Handy, Schnürsenkel, Gürtel etc. ein Therapieprogramm gibt es da nicht. Medikamente - sofern man sie nicht freiwillig einnimmt - werden zwangsweise verabreicht. Psychiatrie ist kein Wellnessaufenthalt und da machen nicht die Patienten die Regeln sondern die Ärzte und das Pflegepersonal. Besuchszeiten sind streng geregelt.

Krass wie das gehandhabt wird. Bei Gefährdung von anderen kann ich das ja echt noch verstehen, aber wenn man suizidgefährdet ist, braucht man doch einen guten Therapeuten und nicht das Gefühl, dass man nicht verstanden wird und dass einem alles weggenommen wird.

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@rafffi96

Zur Prävention wird man erstmal vor sich selbst geschützt und im weiteren Verlauf folgt dann Therapie, entweder vollstationär, teilstationär oder ambulant. Jemand der an einem Punkt angekommen ist sich das Leben zu nehmen befindet sich in einem Ausnahmezustand. Da ist man weit davon weg den Prozess zu durchlaufen sich selbst einen Therapeuten zu suchen. Das sind Notfälle wo es ein Leben zu schützen gilt und in dem Fall wird man davor geschützt sich umzubringen. Das erfordert entsprechende Maßnahmen die nicht nur von ärztlicher Seite getroffen werden. Jeder Fall in der geschlossenen Psychiatrie unterliegt einem Unterbringungsverfahren durch das Familiengericht. Ein Richter entscheidet ob die Unterbringung gerechtfertigt ist. Dem wird praktisch immer zugestimmt weil man sich da auf das Urteil des Facharztes verlässt.

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