Was für Erfahrungen habt ihr mit dem Arbeitsamt gemacht?

10 Antworten

Bist du denn noch Schüler?

Ich habe verschiedene Berufsberater an der Schule direkt kennengelernt (es gibt in NRW an manchen Schulen Sprechstunden) und unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Ausbildungsberufe wurden von erfahrenen Berufsberatern durchaus passend genannt, sie kannten auch die regionale Einstellungslage. Haben auch über die in ihrer Jobbörse hinaus ausgeschriebenen Stellen empfohlen, sich auf Ausbildungsmessen oder an anderen Stellen zu informieren.

Gymnasiasten, die ein Studium aufnehmen wollten, wurden hingegen in meinen Augen unzureichend und unrealistisch beraten. Da kamen Sätze, wie "wenn du gerne zeichnest, dann werde doch Architekt", am Besten fand ich den Hinweis, man könne mit "Politikwissenschaften" ja im Auswärtigen Amt arbeiten, kein Problem. Genau^^

Das hängt aber sicher von der Person ab, wie informiert sie im jeweiligem Bereich ist.

Bei der Erstellung von Bewerbungen helfen die gar nicht.

Hallo!

Meine Erinnerungen sind 15 Jahre alt, aber ich empfand weder das BIZ noch die Berufsberater als hilfreich - im BIZ erfuhr man nur das, was sowieso in jeder Druckschrift stand, die man sich schon damals im Internet runterladen konnte, und die Berufsberater waren durchweg passive, träge und latent unfreundliche Kaffeetrinker bis auf eine ältere Dame, die zwar immerhin geduldig und sehr nett war, aber im Grunde auch nur "Dienst nach Vorschrift" gemacht hat, ohne wirklich zu helfen. Das Ende vom Lied war, dass man Stellen geschickt bekam, die längst im Internet standen und bei denen man sich längst beworben hatte - exakt so sieht Papierverschwendung aus!

Heute muss ich sagen: Freundlich, flexibel und produktiv sind die in der Regel nur, wenn du (wie ich) als Medien-Vertreter zu irgendwelchen Pressekonferenzen mit der Geschäftsleitung und dem Pressesprecher kommst und mit Werbegeschenken und Pressemappen regelrecht gemästet wirst, damit sie einen guten Eindruck machen und weiterhin ihre Anzeigen, O-Ton-Zitate und "wohlwollende" Artikel kriegen. Ansonsten: Servicewüste Deutschland in Reinkultur!

Meinen Freunden ging es ebenso; auch unser Lehrer warnte uns mit dem Spruch "verlasst euch aufs Arbeitsamt, dann seid ihr verlassen". Da ist was dran: In der Regel ist die Agentur für Arbeit bei jedem "Fall" überfordert, der nicht noch vor dem Gespräch von selbst geklärt wurde und in der Regel wird versucht, den Leuten obskure "Maßnahmen" schmackhaft zu machen, um Statistiken zu beschönigen - in der Regel "Maßnahmen", die gar nicht zur Person XYZ passen. Und diese Schilderungen/Erinnerungen sind 2-3 Jahre alt, in meinem Umfeld passiert - leider kein Einzelfall.

Die kirchlichen Bildungsträger wie Kolpingwerk, Caritas oder Diakonie mit ihren einschlägigen Anlaufstellen sind erheblich besser -----> man kann von der Institution "Kirche" freilich halten, was man will, aber die Leute dort strengen sich wirklich an, den Jugendlichen zu helfen und nicht nur Aktenzeichen zu sehen und Statistiken, die es zu beschönigen gilt, sondern die Menschen, denen geholfen werden muss. Wenn berufliche Beratung gesucht wird, dann übergeht man die Agentur für Arbeit am besten komplett, um eigenen Frust zu umgehen und sucht sich Hilfe im Raum der Kirchen. Ich bin kein Kirchgänger, aber hier sind die Kirchen besser aufgestellt, als es die "Behörde" je sein wird.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Die Berufsberater machen i.d.R. einen guten Job - können aber nur mit dem Arbeiten was du ihnen sagst.

Wenn du also sagst "ich mag Kühe" -> Landwirtschaft. Bei "ich mag Züge" -> Zugführer/-begleiter. Bei "ich finde Blumen toll" -> Gärtner.

Daher hängt es eben davon ab wie du dich auf das Gespräch vorbereitest und dir Gedanken darüber machst wo deine Stärken liegen, was deine Neigungen sind und auch was für dich "gar nicht geht".

Kommt sehr auf den Sachbearbeiter / die Sachbearbeiterin an! Kann schon sehr hilfreich sein, genau so aber auch ein Reinfall. Sicher gibt es da von Bezirk zu Bezirk auch Unterschiede.

Mein Arbeitsamt hat mir ein ganzes Jahr den Lohn auf mein Konto überwiesen. Mehr habe die für mich nicht getan, denn auch wenn man dort beraten wird stellen die Dir nur Stellen vor, die sich sowieso im Internetportal der Arge befinden, daher kann man sich die Beratung auch sparen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das war dann aber auch keine Berufsberatung und klingt ohnhin mehr nach JC und nicht nach AfA.

Und: Wenn du tatsächlich Lohn bekommen hast: Ich wusste gar nicht das sie dort auf Stundenbasis arbeiten lassen. :D

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@Gaskutscher

Für mich war das Arbeitsamt zuständig und in den 12 Monaten mußt ich 2 oder 3 x antanzen und meine Bewerbungsliste vorlegen. Das wars auch dann.

.....nenne es wie Du willlst. ....manche sagen auch Arbeitslosengeld dazu.

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@albatroz1102

Also hast du keine Berufsberatung erhalten, äußerst dich aber auf eine Frage dazu. Hm...

Wie steht es mit Steuerhinterziehung? Hast du das auch nie gemacht aber Tipps dafür? ;)

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