Was für einstellung brauche ich bei der Blende und dem Verschluss um einen Seilspringer zu fotografieren?

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4 Antworten

Die Frage lässt sich ohne weitere Angaben, bzw. auch die künstlerische Intention nicht ohne weiteres beantworten.

Bei einer kurzen Verschlusszeit kann man den Seilspringer beim Sprung quasi einfrieren. Etwas länger belichtet sieht man u.U. das Seil mit einer Bewegungsunschärfe, ein beliebtes Stilmittel.

Die Blende voll aufzuziehen macht Sinn, wenn man möglichst kurz belichten will. Allerdings wird dann nur ein bestimmter Bereich scharf dargestellt. Bei einem interessanten Hintergrund wäre das eher schlecht. Da muss die Blende weiter zu sein um den Hintergrund scharf auf das Bild zu bekommen.

Wenn die Blende weiter zu ist muss länger belichtet werden. Da ja weniger Licht auf den Film, bzw den Sensor trifft.

Je nach dem Licht, dass zur Verfügung steht kann man die Blende aber nicht weiter zumachen, ohne ein zu dunkles, oder unscharfes Bild zu bekommen.

Filmempfindlichkeit oder Sonsorempfindlichkeit, also ISO oder ASA sind hier die Stellräder an denen geschraubt werden kann.

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Wenn die Lichtempfindlichkeit des Films oder des Bildsensors sowie die Schärfentiefe (manche nennens auch Tiefenschärfe) keine Rolle spielt, dann offene Blende (kleinste Blendenzahl) und (somit) kurze Verschlusszeit.

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Schnelle Bewegung zu fotografieren, das heißt die Bewegung einfrieren oder durch eine längere Belichtungszeit gezielt mit Unschärfe zu spielen.

Einfrieren gelingt durch eine kurze Belichtungszeit. Dazu muss entweder mehr Licht vorne reinkommen (Blende auf = kleine Blendenzahl), oder der Sensor muss das Signal heftiger verstärken (ISO hoch). Das bedeutet aber entweder auch eine geringe Tiefenschärfe bei Offenblende, oder die Gefahr des Bildrauschens bei High-ISO. Das lässt sich nur mit gigantischem technischen Aufwand minimieren.

Gezielte Unschärfe, das heißt die Belichtung verlängern. Dann aber hast Du irgendwas unscharf: entweder huscht Dein Motiv durchs Bild und Du hast nur einen verwischten Streifen drauf, oder Du ziehst mit der Kamera genauso schnell wie Dein Motiv mit und der Hintergrund ist verwischt (Mitzieher).


Dazu gehe ich pauschal auf 1/60 Sekunde und passe Blende und ISO den Gegebenheiten an, bzw. wenn ich noch Spielraum habe wähle ich die Blende nach der gewünschten Tiefenschärfe. Das ganze mit Serienbild, damit unter viel Ausschuss hoffentlich ein Gutes dabei ist!

Habe ich die Möglichkeit von Testschüssen, dann nutze ich die um mit der Belichtungszeit zu experimentieren und mich auf den Mitzieher warmzuschießen. 1/60 passt sehr gut am Nürburgring, Dein Motiv hatte ich noch nicht vor der Linse.

Ein Stativ mit Gimbalhead erleichtert die Sache ungemein!

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Belichtungszeit kurz um den Springer "einzufrieren"

Bei der Blende solltest du möglichst offen fotografieren, denn du willst ja sicherlich den Springer fokussieren und herausstellen. Offene Blende bedeutet geringere Tiefenschärfe. Die Offenblende wirkt beim Licht auch der kurzen Verschlusszeit entgegen. Eventuell musst du aber doch je nach Lichtverhältnissen den ISO-Wert anpassen.

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