Was für eine Spiegelreflexkamera kaufen, als Anfänger?

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7 Antworten

Hallo Marina!

Die Frage stellen sich wohl viele Einsteiger: Welche Kamera soll's denn eigentlich sein...?

Grundsätzlich gilt: ein Fehlkauf ist, unter der Vorraussetzung, dass du dich gut informiert hast welches Gerät deinen Bedürfnissen entspricht, nahezu ausgeschlossen. Alle auf dem Markt erhältlichen Kameras erfüllen ihren Zweck, völlig egal wer sie hergestellt hat. An deiner Stelle würde ich mich nicht allzu sehr auf den Hersteller konzentrieren, sondern viel eher auf das, was die Kamera bietet. Es wäre ziemlich fatal eine hochwertige Kamera, die genau deinen Bedürfnissen entspricht abzulehnen, nur weil sie nicht von Canon, sondern von einem anderen Hersteller gebaut wird. Besonders als Einsteiger sollte man bereit sein, das gesamte Angebot zu betrachten und auch mal ruhig das ein oder andere Gerät ausprobieren.

Zur 60D: Sie wird dich, als Einsteiger, vollständig überfordern. Diese Kamera ist absolut nicht für Anfänger geeignet, sondern viel mehr für erfahrene Fotografen, die aufrüsten wollen. Du kannst sie zwar auf "Sparflamme" nutzen, indem du sämtliche Einstellungen auf Automatikmodus stellst, aber das ist absolut nicht der Sinn der Fotografie...

Bedenke: umso mehr Einstellungen angeboten werden, umso mehr musst du auch einstellen können. Die 60D muss man zu verwenden wissen, sie ist keine Kamera, die man mal eben zum "rumtesten" als Amateur kauft.

Investieren solltest du viel eher in (lichtstarke!!) Objektive, der Body spielt hierbei nicht zwingend die erste Geige. Natürlich kannst du darauf nicht verzichten, aber wenn du nach einigen Jahren eine kleine Objektiv-Sammlung bei dir liegen hast, wirst du bemerken, dass sich die Anschaffung dieser preislich schon bemerkbar macht, wenn du dann an den Anschaffungspreis des Bodys zurückdenkst. Es lohnt sich in jedem Fall, das Kit-Objektiv einer Kamera mitzukaufen.

Eine Alternative, die dich aber etwas einschränkt, wäre eine Bridgekamera. Der wesentliche Unterschied zu Kameras mit einem Wechselobjektiv ist, dass du das Objektiv bei der Bridge-Kamera  nicht wechseln kannst. Beide zusammen bilden eine feste Einheit, die allerdings auch Vorteile bieten:

  • Bridge-Systeme haben meistens eine ordentlich lange Brennweite an Bord, eben weil du das Objektiv nicht wechseln kannst - quasi als Kompromiss (Beispiel: Br.-Kamera Lumix FZ30: 35 - 420mm Brennweite. Die durschn. Brennweite von Kit-Objektiven einer DSLR liegt etwa bei 35-135mm).
  • Ideal für Einsteiger und Nutzer, die keine großen Ansprüche in Punkto Brennweite/ Lichtstärke stellen.

Es gibt leider auch Nachteile, die ziemlich selbsterklärend sind:

  • Das Objektiv kann, wie bereits genannt, nicht gewechselt werden.
  • Es könne lediglich teure Vorsatzobjektive montiert werden (ermöglichen längere Brennweiten, größere Bildwinkel, ...)

Meine persönliche Empfehlung/ mein Fazit für dich:

Ein teures DSLR-System macht erst Sinn, wenn du dich einige Zeit mit der Fotografie auseinandergesetzt hast und genau weißt, was ein gutes Foto (aus technischer Sicht) ausmacht.

Bridge-Systeme können eine günstigere Alternative sein, vorrausgesetzt du kannst damit leben, dass du fotografisch etwas weniger flexibel bist. Die Investition lohnt sich dennoch, denn wechseln / aufrüsten kannst du immernoch jederzeit.

Setz dir die Anschaffung der 60D lieber erstmal auf deine Agenda und greife zu einer Kamera, die als nutzerfreundlich gilt und nicht allzu teuer ist. Mehr als 400-500€ würde ich an deiner Stelle nicht ausgeben wollen.

Schau dir doch mal die D3000-Modelle von Nikon an. Sie sind Durchschnittlich erschwinglich und bieten eine Menge, Ideal für Einsteiger wie dich!

Selbstverständlich kannst du dir auch ruhig die Einsteigermodelle von Canon, Panasonic, Sony oder jedem anderen Hersteller ansehen. Wichtig ist, dass du ein Gefühl dafür entwickelst, welche Kamera deinen Anforderungen entsprechen wird. Eine Kamera verhält sich genauso wie ein Computer, oder jedes andere technische Gerät, das manuell gesteuert wird: es ist nur so schlau, wie sein Anwender schlau ist.

Erfahrene Fotografen holen tolle Fotos aus einer Kompaktkamera heraus, unerfahrene können dagegen auch mit der 60D das Bild "versauen".

So, jetzt aber genug der Informationen, ich denke das reicht fürs Erste. Denk einfach immer daran, dass du vielmehr als nur ein Gerät beherrschen musst, als Fotograf. Darauf kommt es nicht an, sondern darauf, was du (egal mit welcher!) Kamera reißt! :)

Ich helfe dir (heute oder später) gerne weiter, wenn du weitere Fragen hast. Du kannst mir eine FA schicken, aber auch hier fragen - über beide Wege helfe ich gerne!

Liebe Grüße,
Savix

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Kommentar von Numini
07.05.2016, 16:41

Vielen, lieben Dank für deine sehr ausführliche Antwort! Das Bild war eigentlich nur da, um zu veranschaulichen welche Art von Kameras ich mag, eine professionelle hatte ich eigentlich nicht vor zu kaufen. Canon kam mir halt zuerst in den Sinn, da bereits viele meiner Freunde diese nutzen und total zufrieden mit dieser sind. Ich persönlich wollte eher hobbymäßig Bilder machen mit einer hohen Auflösung, die ich dann auf Instagram stellen könnte.

Mein Problem ist, dass ich nicht genau weiß wie das mit der Brennweite funktioniert und was für ein Objektiv eigentlich für mich geeignet wäre. Hauptsächlich würde ich Landschaften fotografieren wollen, Sonnenuntergänge, aber auch einfach ein wenig Fashion, sprich nähere Bilder von Klamotten.

Ich bin auf dem Gebiet wirklich Anfänger und weiß echt nicht, was sich lohnen würde für mich zu kaufen, hoffe kannst mir da einwenig weiter helfen.

Lg, Marina xx

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Standard bzw sinnvoll wäre ein 17-50 mit durchgehend F2,8 + Kamera, sinnfrei wäre ein 18-55F3,5-5,6. Welche Kamera Du da dann dran hängst ist bei der selben Preisklasse eigentlich sowas von Wurst. Denn nach dem Fotografen ist die Optik für die Qualität verantwortlich und erst dann bzw zuletzt kommt die Kamera(Marke).

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eine gegenfrage:

"Am liebsten würde ich mir eine Canon kaufen"

warum?

weil es jeder hat? weil du außer nikon sonst keine anderen marken kennst? welchen vorteil bietet dir canon im gegensatz zu marktbegleitern? sofern du hier keine konkreten antworten kennst, würde ich den canon-wunsch streichen und über den tellerrand schauen.

ich würde immer in objektive investieren und an der kamera sparen, es kommt aber darauf an, was du fotografierst.

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Kommentar von Numini
07.05.2016, 16:28

Ich hab nur positives über die Kameras von Canon gehört, wenn dies nicht so ist, kann man mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Da Freunde von mir ebenfalls eine Canon haben und total zufrieden mit dieser sind, dachte ich mir auch eine von Canon eben zu holen. Im Grunde genommen suche ich nur was preiswertes und Gutes, wenn du andere Vorschläge hast, immer her damit :) Ansonsten danke für deine Antwort!

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Wenns eine Canon-DSLR sein soll, würde ich mich mal nach ner gebrauchten 550d umschauen, aber nicht mit dem Standardobjektiv. Es ist immer sinnvoller in gute Objektive zu investieren, da diese technisch weniger schnell altern und zu 80% Einfluss auf die Bildqualität haben.


Ein Allroundobjektiv mit dem Fokus auf Landschaften könnte das Canon 15-85 für dich sein.


Soll der Fokus eher auf schönem Bokeh/Personen liegen, Probier mal z.B. Das Sigma 17-70 2.8-4.0.

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Kommentar von Numini
07.05.2016, 16:33

Vielen Dank für deine Vorschlag! Schau ich mir auf jeden fall mal an :)

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Jede der großen Firmaen: Nikon, Sony, Pentax, Canon, Panasonix, Olympus .... kann gute Kamreeras bauen.

Da hilft nur sauszuüprobireren, wsas am Besten zu einem passt.

Aber:

wer braucht heute noch einen Spiegel. Der war für Fotografieren mit Analog-Film notwendig, damit man das Bild sehen konnte, bevor man es aufnahm.

Heute in Zeiten digitaler Sensorchips sind Spiegel überflüssig. Statt dessen zeigt ein guter elektronischer Sucher das Bild genau so, wie es dann abgespeichert wird.

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Und schon gleich ins Fettnäpfchen getreten,warum am liebsten Canon?

Und dann hab ich auch schon keine Lust mehr etwas zu empfehlen,weil meist dann alles andere einfach ignoriert wird

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Kommentar von Numini
07.05.2016, 16:31

Ich hab nur positives über die Kameras von Canon gehört, wenn dies nicht
so ist, kann man mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Da Freunde von
mir ebenfalls eine Canon haben und total zufrieden mit dieser sind,
dachte ich mir auch eine von Canon eben zu holen. Im Grunde genommen
suche ich nur was preiswertes und Gutes. Falls du andere Vorschläge hast, würde ich mir diese gerne anhören. Jedenfalls danke für deine Antwort! :)

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Hallo mumini
Die frage hat sich mir vor 2 Jahren auch gestellt ich kannte bis dort nur Canon als Hersteller von DSLRs aber nachdem ich mich informiert hatte, habe ich mir schließlich die Nikon d 5100 gekauft und ich bin sehr zufrieden damit.

Ich kann dir die nikon d 5000 Reihe empfehlen weil das preis Leistungs Verhältnis stimmt.

Eine Kamera von canon die ziemlich gleiche Ausstattung und Funktionen hat kostet wesentlich mehr.

Das ist zumindest mein Fazit.

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Kommentar von FoxundFixy
08.05.2016, 12:16

Wie kommt es eigentlich immer,daß jeder nur seine eigene Marke empfiehlt?

Eine Kamera von canon die ziemlich gleiche Ausstattung und Funktionen hat kostet wesentlich mehr.

Na , dann schau dir mal das Preis/Leistungsverhältnis von Pentax an

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Kommentar von Tikl55
08.05.2016, 19:44

mit pentax habe ich mich damals leider nicht auseinander gesetzt und auch nicht mit sony. ich glaube wenn ich mir heute eine kamera kaufen würde würde ich mor eine sony kauge n(Spiegellos)

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