Was für ein zweites Fach soll ich als zukünftiger Lehrer studieren?

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7 Antworten

Wenn Du als zweites Fach eine Sprache wählen willst, dann würde ich Englisch empfehlen.

Begründung: An vielen Schulen wird in einigen Fächern schon bilingual unterrichtet. Ich könnte mir vorstellen, dass das in der Zukunft noch viel stärker ausgeprägt sein wird. Chemieunterricht in englischer Sprache, diese Lehrer werden sicher sehr gesucht sein.

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Ich empfehle Ihnen wirklich, hören Sie nicht auf Prognosen, Einschätzungen von "Experten", die Ihnen Anstellungsmöglichkeiten versprechen oder eben nicht. Entscheiden Sie sich bitte nur für die Fächerkombination, die Sie wirklich interessiert und womit Sie auch zufrieden sind und Ihnen Spaß macht. 

Wenn Ihnen Spanisch gefällt, dann studieren Sie es, aber tauschen Sie es nicht mit Englisch, wenn es Sie weniger anspricht, aber mehr Aussichten verspricht. Ein (Gymnasiales) Lehramtsstudium dauert im Schnitt 4-5 Jahre. Wenn Sie also etwas studieren, was Ihnen dann am Ende nicht gefällt, dann wäre das doch sehr Schade. 

Inzwischen gibt es viele Studiengänge, in denen Sie zusätzlich zum Staatsexamen auch einen Bachelor-, bzw. einen Masterabschluss erwerben können, was wiederum mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt verspricht.

Also, wenn sie Lehrer werden wollen, dann studieren Sie das, aber nur die Fächer, die Ihnen wirklich Freude bereiten (denken Sie an die Schüler, die einen Lehrer ertragen müssen, der sein eigenes Fach hasst - soll öfters vorkommen...)

Viel Erfolg beim Studium

Claude Rénier Jacques La-Chaussée (Didaktiker)

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Schulministerien können nicht planen. Zu oft wurden ganze Jahrgänge von Referendaren angelogen. Am Ende standen sie ohne Stellen da und durften in andere Bundesländer ausweichen. Das ist wegen der Fächerkombinationen ein Problem. Hast Du schon einmal in den Stellenausschreibungen der Länder recherchiert, was da so für Bedarfe in den Ausschreibungen auftauchen? In NRW ist das über LEO kein Problem, ähnlich auch in den ostdeutschen Ländern. Das größte Übel ist aber, dass das Lehramt eine Einbahnstraße ist und man den Fachleitern und der Studienseminarleitung einfach nur ausgeliefert ist. Hast Du Dir schon mal überlegt, zweigleisig zu fahren, um dich nicht für immer und ewig abhängig zu machen? Ich würde jedem empfehlen, das zu tun und immer zuerst auf die "freie Wirtschaft" zu sehen und dann ggf. auf den Schuldient, wo immer mehr Leute, die kein 2. Staatsexamen und nur einen Bachelor haben als Quereinsteiger nachgefragt werden. Und: In Zukunft sinken die Schülerzahlen weiter und daher braucht man weniger Lehrkräfte, an denen sowieso schon massiv gespart wird, nach aussen das aber dementiert wird. Kannst Dir mal die Positionen von der GEW und dem Philologenverband ansehen. Oder mal bei tresselt.de, damit du merkst, was abgeht, zumindest in NRW. Was Sprachen angeht, so kann mit Englisch die Straße gepflastert werden, und Muttersprachler sind aber immer noch begehrt. In der "freien Wildbahn" ist eine aktive Fremdsprache ein Muss. MINT-Fächer sind gefragt, aber auch nicht mehr überall, weil jetzt gerade die junge Generation in die Schulen einzieht und die Stellen dann besetzt sind! Überleg dir einen Tätigkeitsbereich dort und schau dann, ob Du damit im Schuldienst auch noch was reissen könntest, wenn es nicht so läuft, wie Du denkst. Die totalen Abhängigkeiten im Schuldienst musst Du ein Berufsleben aushalten, kannst ggf. nicht mal die Schule wechseln, wenn du möchtest.

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Du willst uns dein Erstfach nicht nennen und auch nicht sagen, was "GyGe" ist.

Und auch nicht deine Muttersprache, die wäre als Zweitfach ja keine schlechte Wahl. Heutzutage gibt es ja wohl hierzulande kaum eine Sprache, wo es nicht mehr Muttersprachler als sprachfremde Zweitfach-Lehrer gibt.

Hier im Norden sagt man "Butter bei die Fische", was allerdings auch nicht meiner Muttersprache entspricht.
Das ist genau das Gegenteil von "du hast dich klar ausgedrückt".

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Englisch mit spanisch zu vertauschen ist eine eher schlechte Idee, weil die Aussichten bei Englisch noch schlechter sind. Richtig gut wäre es aber, etwas bilingual zu studieren! Z.b. Geschichte oder Erdkunde auf englisch, das ist sehr gefragt! 

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Wenn dir Englisch genauso gut gefällt/liegt wie Spanisch, dann würde auch ich an deiner Stelle dazu tendieren.
Es wird immer die erste Fremdsprache bleiben = es wird an jeder Schulform unterrichtet.
Spanisch gibt es meistens nur in der Oberstufe, und auch dort längst nicht an jedem Gymnasium/jeder Gesamtschule = die Chancen, eine Stelle zu bekommen, sind geringer.

Allerdings solltest du vor allem das studieren, was dir Spaß macht, denn ein Arbeitsleben von ca. 45 Jahren ist ne echt lange Zeit...

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