Was für ein Motiv kann ein Täter in Krimis haben?

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Wenn du einen Anspruch an Authentizität hast, untermauere die Geschichte mit Fakten. Dabei scheint mir sehr wichtig zu sein, dass du dir einerseits die Definition von "Mord" ansiehst: http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html

Und andererseits sind die sogenannten Mordmerkmale in einer Erzählung nicht zu unterschätzen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mord_(Deutschland)#Mordmerkmale

Beide Dinge werden dir beim Aufbau der Story sehr hilfreich sein. Denn der juristisch zu betrachtende Mord ist nicht der Mord im Sinne des Volksmunds! Was dann das Motiv betrifft, so sind dir alle Möglichkeiten der Fantasie offen. Dabei würde ich aber noch einmal auf die Anregung von Spaceinvaders verweisen. "Abgenudelt" ist, was ausdruckslos daherkommt und ohne Spannung und vorhersehbar vorgetragen wird. Bei der jährlichen Veröffentlichung von etwa 30.000 belletristischen Publikationen MUSST du dir eine wirklich gute Handlung einfallen lassen. Meines Erachtens nach ist ein tatsächlich geschehener Mord als Kern der Handlung zu empfehlen.

Noch Fragen? Autor(at)Olivengedanken.de

Ich hatte mir gedacht, dass der Motiv des Mörders folgender sein kann: Im Krimi geht es hauptsächlich um ein Erbe (welches einen ziemlich hohen Wert hat - geht in die Millionen), der aber nur dem ehrenwürtigsten und loyalsten bzw. dem intelligentesten Studenten zusteht (spielt in einer Akademie) und der den Ruf der Einrichtung entspricht. Der Mörder legt eigentlich (wie der Leser später erfahren soll) eine ziemlich eindeutige Fährte. Allerdings übergeht jeder diesen Hinweis, keiner überlegt und nutzt sein Gehirn, sondern alle wollen auf Anhieb alle Hinweise vor sich haben. Jeder denkt, dass es dem Mörder um das Erbe geht - es geht ihm aber um den Ruf und um die Ehre - was bedeutet intelligent sein, wenn man nicht mal den Mörder vor der eigenen Nase sieht? Zudem ist der Mörder ein Überlebender eines tragischen Unfalls gewesen (Auslandssemester). Er hatte eine Schiffsexplosion überlebt, litt einige Jahre an Amnesie, ehe er sich wieder erinnern konnte. Er hatte sich allerdings nie als Überlebender gemeldet, aber auch wenn, die Unterlagen von damals sind untergegangen und nicht auffindbar, sodass ihm keiner Glauben schenken würde. Er sieht sich aufgrund der Tatsache, dass er überlebt hat, als ehrenhaftester Mensch überhaupt an und sieht es nicht ein, dass irgendein anderer Mensch als solches angesehen würde. Außer diesem fällt mir nichts ein... Langeweile als Motiv möchte ich ehrlich gesagt nicht nehmen. Der Mörder ist ein 35-jähriger Mann. Dozent.

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Hallo,

wenn Du ein 100x schon abgenudeltes Motiv brauchst, dann eben die angesprochenen "üblichen Verdächtigen".

Aber im Grunde brauchst Du ja nur mal ein wenig in der Verbrechensgeschichte und Pathologie des 21. Jahrhunders wühlen: Langeweile und Überdruss sind sicher mit einer gelungenen Charakterisierung ganz spannend, Gefülsarmut und Abgestumpftheit oder sogar eben kein Motiv auch nicht uninteressant. Die Pathologie unserer Zeit geht fraglos neue Wege, obwohl die "Evergreens" an Motiven sicher auch nicht aussterben.

Vielleicht solltest Du Dir ersteinmal die aktuellen Bedürfnisse anschauen und daraus ein Bild entwickeln: Shoppen, F1cken und Zocken, Scheinen und Blenden gepaart mit Einsamkeit und völligem Losgerissensein von Moral und dem Verständnis für Zusammenhänge, das ist doch schon ganz schön für ein Krankheitsbild... ;  )

Gruß - Robert :  )


Wenn ich keinen Motiv nehmen würde, wäre dass für den Leser dann nicht so ... ich weiß nicht, ..also würde man sich dann nicht so was wie verar***t vorkommen? Weil, man sucht ja immer nach einem Grund... ich weiß nicht, wäre das realistisch/'nachvollziehbar'? (ernst gemeinte Frage, weil das hört sich grad so sarkastisch an). Ich schwanke gerade zu Neid/Eifersucht/purem Zorn/Rache- weil Langeweile bzw. das mit dem shoppen, f1cken etc. passt nicht zu meinem Mörder. Er ist gelernter Psychologe arbeitet aber nicht als Therapeut, ist in keiner Anstalt tätig. Ich musste übrigens lachen, als ich deinen Namen gelesen habe: Robert (Rob) spielt in der Story die Rolle teils des Opfers, teils des Helden. Lustiger Zufall :D

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Sorry, den Stern hättest eigentlich du bekommen sollen. Vertippt. Vielen Dank trotzdem :)

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ausgefallenes Motiv wäre zum Beispiel:

Der Mörder wird erpresst (zum Beispiel hat jemand seinen Sohn/ seine Tochter in der Hand und droht mit Folter, wenn der Mörder nicht diesen oder jenen umbringt.

Spannung und ein tiefer ethischer Konflikt (das Leben vieler unschuldiger gegen das Leben des eigenen Kindes) sind die Folge!

Das hier ist noch sehr wichtig:

Bevor du dein Buch aus der Hand gibst geh mit einer mit Buchtitel und deinem Namen beschrifteten CD zu einem Anwalt und lass sie von ihm mit Zeitstempel Versiegeln und verwahren! Falls jemand dir dein Buch klaut, kannst du mit der offiziell versiegelten CD dem Richter beweisen, dass du als erster im Besitz dieses Werkes warst (der sogenannte Prioritätsnachweis!) und damit die Urheberrin bist!

oder du machst das hier(Ich empfehle Anwalt, ist aber besser als nichts!):

http://www.law-blog.de/206/nachweis-der-urheberschaft-einfache-variante/

Ich hab' es genau so gemacht! (Versiegellung und Verwahrung beim Anwalt(Verwahrungsvertrag))

Damit bist du auf der sicheren Seite!

Mit freundlichen Grüßen

todesdeskeks

Vielen vielen Dank. Das mit dem Anwalt wusste ich gar nicht. Dein genanntes Motiv ist echt klasse, denn 'normalerweise' versucht der Held ja, beide zu beschützen (also die Welt + den geliebten Menschen) - und das hier wäre echt mal was anderes. Danke !

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