Was für ein Interesse hat ein Arzt in unserem System den Patienten wieder " gesund " zu machen ?

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9 Antworten

Der Eid des Hippokrates und die Menschlichkeit ist sicher nach wie vor die Maxime der meisten Ärzte. Ich will nicht daran glauben, dass Geld das einzige Kriterium ist um Menschen zu helfen.

Der Eid des Hoppokrates:

Ich schwöre bei Apollon dem Arzt und bei Asklepios, Hygieia und Panakeia sowie unter Anrufung aller Götter und Göttinnen als Zeugen, daß ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil diesen Eid und diesen Vertrag erfüllen werde: Denjenigen, der mich diese Kunst gelehrt hat, werde ich meinen Eltern gleichstellen und das Leben mit ihm teilen; falls es nötig ist, werde ich ihn mitversorgen. Seine männlichen Nachkommen werde ich wie meine Brüder achten und sie ohne Honorar und ohne Vertrag diese Kunst lehren, wenn sie sie erlernen wollen. Mit Unterricht, Vorlesungen und allen übrigen Aspekten der Ausbildung werde ich meine eigenen Söhne, die Söhne meines Lehrers und diejenigen Schüler versorgen, die nach ärztlichem Brauch den Vertrag unterschrieben und den Eid abgelegt haben, aber sonst niemanden. Die diätetischen Maßnahmen werde ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil zum Nutzen der Kranken einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschließen. Ich werde niemandem, nicht einmal auf ausdrückliches Verlangen, ein tödliches Medikament geben, und ich werde auch keinen entsprechenden Rat erteilen; ebenso werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel aushändigen. Lauter und gewissenhaft werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. Auf keinen Fall werde ich Blasensteinkranke operieren, sondern ich werde hier den Handwerkschirurgen Platz machen, die darin erfahren sind. In wieviele Häuser ich auch kommen werde, zum Nutzen der Kranken will ich eintreten und mich von jedem vorsätzlichen Unrecht und jeder anderen Sittenlosigkeit fernhalten, auch von sexuellen Handlungen mit Frauen und Männern, sowohl Freien als auch Sklaven. Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten. Wenn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen. (Deutsche Übersetzung von Axel W. Bauer)

Langsam versteh ich nicht mehr, wo die "Thumbs down" her kommen... Gerade bei dieser Frage hat jeder - egal welcher Meinung - pauschal einen bekommen, naja, fast jeder. Sollte man vielleicht ne Kommentierungspflicht bei Negativ-Bewertungen einführen???

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@ravenmuc

ich bitte darum, aber das hatten wir ja schon ein paar mal

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@ravenmuc

Es gibt auch hier Ehrgeizlinge und Spieler, die andere durch Punktabzug im Ranking drücken und sich selbst nach vorne bringen wollen.

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50% zu 50% !!! ----- Auch ein Arzt ist ein "Geschäftsmann" heutzutage (jedenfalls in meinen Augen). --- Ich kannte einen Allgemeinmediziner persönlich (1988) der wie folgt vorging: am Quartalsanfang bekam jeder Patient ausnahmslos eine Blutuntersuchung, ein EKG und eine Lungenfunktionsprüfung "aufgedrückt". Es wurde darüber Statistik geführt. Nach 4 Wochen etwa ließ sich dieser Arzt die Statistik zeigen, danach folgte meistens die Anweisung: "So, ab jetzt nur noch da, wo es medizinisch notwendig ist!" --- Dieser Arzt gab seine Patienten auch "AUFBAU-Spritzen", die die Kasse angeblich nicht bezahlt. Es war ein Vitamin-B Präparat gestreckt mit Kochsalzlösung nach dem Motto: Der Glaube hilft !!! --- Es handelt sich hier bestimmt um einen Einzelfall, ich habe auch sehr gute und engagierte Ärzte kennengelernt, die ihren Beruf sehr ernst nehmen und nicht gleich nach dem Krankenschein fragen. Aber ich mußte lange suchen um gute Ärzte zu finden. --- Meine Meinung: 50% sind nur Geschäftsleute die anderen 50% sind gute Ärzte mit dem Ziel, den Menschen zu helfen.

Ich weiß jetzt nicht, warum Du den Daumen runter bekommst, nur weil Du mal jemanden kennen gelernt hast. Es gibt sicher schwarze Schafe, wie in jeder Branche, ich hoffe, dass Du mit 50% zu hoch liegst.

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@schurke

Hoffe ich auch --- kann hier leider nur meine eigenen Erfahrungen wiedergeben. Aber wie gesagt: immerhin sind 50% positiv !!!

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Tolle Frage; wird wieder die Lager spalten....Meine Meinung ist, dass oft der behandelnde Arzt die größte Gefahr für die Gesundheit darstellt. Mütter (incl. Großmütter und Mutter Natur) sind für mich die besten Ärzte und wir könnten getrost auf 90% unserer Ärzte verzichten, ohne dass es uns schlechter ginge. Würde ein jeder sich nur auf die Selbstheilungskräfte rückbesinnen und nicht gleich zum Arzt rennen... Aber, das ist nur meine Meinung und mein Verhaltensprinzip. Viele rennen gerne zum Arzt; kann man doch mit seiner Krankheit prahlen...und was hätten viele für ein Gesprächsthema, wenn da nicht ihre attestierte Krankheit wäre. Somit fühlen sich viele in ihrer Krankheit wohl, der Arzt verdient sich dumm und dämlich (natürlich will ein Arzt nicht, dass alle gesund sind... könnte er ja dann seine Praxis dichtmachen), und fast alle sind in dem Teufelskreis zufrieden. Das hat sich so eingespielt und wird nicht zu ändern sein.

Dieser Meinung bin ich allerdings auch.. völlig kaputtes System mit nicht weniger kaputten Nutzern .. !

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Deine Antwort ist nicht völlig falsch.
Aber doch sehr krass und übertrieben. (90%)??? Es gibt genügend Krankheiten bei denen die Selbstheilungskräfte nicht greifen und nur Ärzte helfen können.

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@Abigail

Damit stellt Du alle Alternativen Heilmethoden in Frage. Ich glaube JEDE Krankheit kann selber geheilt werden. Jeder spricht auf etwas anderes an. Einer braucht die Tablette, einer die Meditation, und ein anderer ein Gespräch. Letzendlich heilen wir uns selber!

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Ich denke, der Arzt sieht das relativ distanziert, muss er ja auch, sonst würde er selber ja ständig mitleiden, gerade bei schweren Fällen. Wobei ich das Mitgefühl natürlich keinem absprechen möchte, beileibe nicht! Aber ich denke, es ist keine Interessensfrage - Kranke wird es immer geben, und der Arzt somit nicht arbeitslos...

In diesem Zusammenhang würde mich mehr interessen, welches Interesse Pharmakonzerne verfolgen...die des Profits..ich kann mir z. B. vorstellen, daß manche Medikamente wirkungsloser sind, als sie sein könnten, heißt: manche "Rezepturen" verschwinden sicher wieder unter Verschluss, denn nur an den Krankheiten können Pharmakonzerne verdienen.

Meines Erachtens haben die Pharmakonzerne die größte Macht in dem ganzen kranken System. Und kein Interesse daran, Menschen gesund zu machen, sondern hörig und krank zu halten. Alternativmedizin ohne krankmachende Nebenwirkungen taugt ja nichts, und dass möglichst viele Menschen genau das glauben, dass sie a) von alleine nicht heil werden können, und b) Alternativmethoden und Medizin nicht helfen kann, dafür sorgt die Pharmaindustrie mit allen Mitteln! :(

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Ich denke, die Zeiten, in denen es sich lohnte, Medizin zu studieren, weil man damit gutes Geld verdienen konnte, sind lang vorbei - es sei denn, man übt sich in plastischer Chirurgie. En Freund ist Assistenzarzt in der Heidelberger Uniklinik und das ist weiss Gott kein Zuckerschlecken, lange Arbeitszeiten - bis zu 48 Std am Stück - sind keine Seltenheit und wird darüberhinaus auch nicht bezahlt.

Stimmt, und mein Zahnarzt hat ein Haus mit Pool und fährt u.A. eine 300er SEL :-)

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@bommel65

Ich geh auch von allen möglichen Zipperlein aus, nicht von Dritten Zähnen:d

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Im alten China war ein guter Arzt daran zu erkennen, dass sein Wartezimmer fast leer war. Er hat seine Patienten ja geheilt. (Provokativ, aber nachdenkenswert).

Ich kenn das eher so, dass es heißt, dass in China der Arzt dafür zuständig war, die Menschen gesundzuERHALTEN. Wenn sie dann doch krank wurden,wurde der Arzt nicht mehr bezahlt.

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Er hat genau das selbe Interesse, wie ein (seriöser) Automechaniker, der das Auto ganz macht, obwohl er ja verdient, wenn es kaputt ist.

Es ist sein Job! Und wenn er den ernst nimmt - und ich glaub, im Fall von Ärzten und auch Pflegeberufen, ist es oft mehr, als ein Job, sondern ne Aufgabe - dann will er Dich gesund machen. Das ist dann auch sein persönlicher Erfolg!

Zweitens kriegt nur ein erfolgreicher Arzt durch Mund-zu-Mund-Propaganda und Empfehlungen neue Patienten und wiederum Einnahmequellen.

das hast Du sehr schön mitgeteilt, da ich Dir zustimme, beantworte ich die Frage nicht ebenso

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Wenns´s doch nur immer so wäre!

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da fällt mir nur ein Spruch von Eugen Roth ein, der das alles versinnbildlicht:

Was bringt den Doktor um sein Brot? a) die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält er uns, auf daß er lebe zwischen beiden in der Schwebe.

genial... Danke !!

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Der Spruch sagt alles!!!!!!!!!!! Leider genial!

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