Was fühlt Ihr bei Kritik?

13 Antworten

Wenn die Kritik in höflicher und sachlicher Form vorgetragen wird, gehe ich wie folgt vor:

a Ich prüfe, ob die Kritik berechtigt ist.

b Falls ja, versuche ich mich zu bessern.

c Falls nein, sage ich mir den Spruch von der Eiche und der Wildsau auf.

d Falls unsachlich und unhöflich, tritt c in Kraft.

Früher hat sie oft verletzt. Heute nehme ich sie selten persönlich. Ich weiß, wer ich bin, was ich kann und was ich nicht (mehr) kann und das ist in Ordnung.

Die Kritik hat mehr mit dem Kritiker zu tun, als mit mir selbst. Ich bin Projektionsfläche und das muss ich aushalten oder gehen.

Im Grunde muss man für Kritik dankbar sein, denn sie trägt immer zur Klärung bei: Entweder zu meiner, zu der meines Gegenübers oder zu der der Beziehung zueinander.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich wünschte, ich hätte es leichter gelernt!

Es kommt bei mir sehr darauf an, wer kritisiert und wie kritisiert wird. Wenn ich von jemandem kritisiert werde bzw. Feedback bekomme, zu dem ich sehr aufblicke, dann ist mir das sehr wichtig und ich nehme das auch ausgesprochen ernst, wenn das, was geäußert wird auch angemessen geäußert wird.

Wenn allerdings jemand etwas an mir oder meiner Vorgehensweise kritisiert, von dem die Person selbst kaum eine Ahnung hat, und meine Gründe vielleicht auch nicht nachvollziehen kann, dann überlege ich mir schon, ob mir dessen Kritik bzw. Meinung überhaupt etwas bringt oder ob es einfach unberechtigt ist.

Da spielen viele Faktoren mit rein aber grundsätzlich bin ich immer sehr offen für neue Vorschläge, Feedback oder Kritik.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn die Kritik sachlich berechtigt ist, bin ich dankbar dafür, schließlich kann ich mich dadurch verbessern.

Anders verhält es sich mit Kritik im privaten Bereich, die sich als Hilfestellung verkleidet, aber nur Besserwisserei ist.

Wenn mir selbst etwas auffällt, frage ich nach, ob der Betreffende ein Feedback wünscht und warum so handelt. Dabei erhalte auch ich neue Informationen.

Persönliche Vorlieben sind individuell und deshalb kein Anlass für Kritik. Da weise ich hier unerwünschte Kommentare selbstbewusst und entschieden zurück.

Giwalato

Das kommt drauf an, worum es geht und wie die Kritik geäußert wird und von wem sie kommt.

Wenn ich was gekocht habe und mein Mann sagt, das könntest du so besser machen, bin ich dankbar dafür, denn so kann ich mein Essen oder meinen Kuchen verbessern. Er sagt es auch lieb. Wenn meine Schwiegermutter mich auslacht, weil z.B. die Glasur am Kuchen nicht so schön aussieht, werde ich sauer, denn sie wurde auch nicht mit ihren jetzigen Backkünsten geboren und bei ihr geht ja auch mal was schief. Was sie allerdings nie zugeben würde.

Geht es um Dinge, die jemand gar nicht beurteilen kann, weil er es ja nicht mitbekommt, z.B. das Thema Kindererziehung, werde ich auch sauer, denn da meine Familie mehrere 100 km weit weg wohnt, sehen sie mein Kind vielleicht 3 bis 4 Mal im Jahr, aber meinen zu wissen, was ich besser machen könnte, obwohl sie nie den Alltag mitbekommen. Das wäre ja das Gleiche, als würde ich sagen, was sie auf Arbeit besser machen sollen, obwohl ich gar nicht weiß, wie sie arbeiten.

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