Was fressen Pferdeee?

4 Antworten

Huhu,

Pferde sind reine Pflanzenfresser.

Man teilt die Nahrung von Pferden grob in Kategorien einteilen.

Die Hauptnahrung des Pferdes ist Raufutter, also Heu oder Heulage, Gras und auch Stroh.

Dazu gibt es Saftfutter wie Äpfel, Möhren, Rote Beete, Bananen und Äste. Nicht jedes Pferd verträgt und mag alles. Besonders Äste freuen aber fast jedes Pferd und sie sind dabei nicht besonders zuckerhaltig. Da werden neben den Blättern auch gerne noch die Rinde abgeschält und die Astenden mitgefressen.

Da in den heutigen Pferde- und Heuwiesen nicht mehr der natürliche Mineralgehalt vorhanden ist, füttert man oft Mineralfutter zu. Das ist Pulver oder Pellettfutter, das nur in geringen Mengen von etwa 20-100g täglich verfüttert werden sollte.

Für Pferde, die ordentlich arbeiten, ging es noch Kraftfutter. Hafer ist meist die beste Wahl, es gibt am Markt aber auch noch etliches Kraftfutter in Pellett- oder Müsliform.

Viele Pferde bekommen heute noch Leckerlies. Das sind endweder industriell hergestelle Pferdeleckerlies, Äpfel, Möhren, Bananen, Mandarinen, Hagebutten oder auch mal ein Erdbeerchen. Alle Leckerlies natürlich in Maßen.

Liebe Grüße

Hallo StellaBellaa,

grundsätzlich betrachtet sind Pferde von Natur aus Pflanzenfresser und ernähren sich von Raufutter. Sie können bis zu 400 verschiedene Arten von Gräsern unterscheiden, bei uns fressen sie hauptsächlich Gras, Heu, Heulage und Silage. Vereinzelt wird das Heu auch mit Stroh gestreckt, damit sie länger etwas zu knabbern haben.

Dies hängt mit der Anatomie des Pferdes zusammen. Trotz ihres großen Körpers haben Pferde einen im Verhältnis dazu sehr kleinen Magen. Sie müssen nahezu permanent fressen, da ein leerer Magen schnell zu Koliken führen kann (Kolik = enormer Bauchschmerz, an dem ein Pferd sogar sterben kann). Sie sind Lauftiere und legen in der Natur bis zu 30km am Tag zurück und verbringen im Durchschnitt 18 Stunden täglich damit, zu fressen.

Ideal ist es daher, ein Pferd so oft wie möglich am Tag zu füttern, sofern es in Boxenhaltung untergebracht ist, oder aber es in einem Offenstall mit dauerhafter Weidemöglichkeit unterzubringen. Viele Ställe, in denen Pferde in Boxenhaltung stehen, sind leider so koordiniert, dass die Tiere nur wenige Stunden am Tag auf die Weide kommen.

Natürlich fressen sie außer Gräsern auch noch andere Dinge. Bei uns werden sie häufig mit Müsli, Pellets, Kraftfutter, Hafer, Gerste, Kleie, Möhren, Äpfeln, Birnen und Gurken gefüttert. Auch Brot oder Brötchen werden immer wieder verfüttert.

Leider muss man dazu sagen, dass die meisten der eben aufgeführten Futtermittel sehr viel Zucker enthalten und dem Pferdekörper nicht unbedingt gut tun. Sie sind keinesfalls Hauptnahrungsmittel, das muss unter allen Umständen das Raufutter bleiben. Es spricht nichts dagegen, einem Pferd mal ein paar Äpfel oder Möhren zuzustecken - aber man muss immer bedenken, dass die Dosis das Gift macht.

Übrigens sollte bei der Fütterung von Möhren darauf geachtet werden, dass die Stücke nicht zu klein sind. Viele Leute füttern vorab zuhause kleingeschnittene Möhren, sie meinen es gut und denken, "mundgerechte Stücke" zu füttern. Leider aber kann es dadurch passieren, dass so ein Stück Möhre im Hals des Pferdes stecken bleibt, es kommt zur so genannten Schlundverstopfung. Diese ist absolut lebensbedrohlich und sollte unverzüglich durch einen Tierarzt behandelt werden, sie gilt als Notfallerkrankung.

So, ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Exkurs in Sachen Pferdefütterung bieten.

Achja, es werden natürlich noch andere Dinge an Pferde verfüttert, beispielsweise pflanzliche Nahrungsergänzungen, die gegen Erkrankungen oder Entzündungsprozesse helfen sollen. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.

PFERDE FRESSEN DREI SORTEN VON FUTTER

Man unterscheidet Raufutter, Kraftfutter und Saftfutter.

Raufutter ist die Grundlage aller Pferdefütterung und lebenswichtig. Darunter versteht man Heu, Stroh, Gras und Silage. Es besitzt eine grobe Struktur, damit die Pferde beim Fressen gut kauen müssen, was für das Funktionieren der Verdauung wichtig ist. Heu mit seinem hohen Rohfaseranteil ist für Pferde unverzichtbar.

Ein Pferd braucht ungefähr 1,5 Kilogramm Heu pro 100 Kilogramm Pferdegewicht. Ein 500 Kilogramm schweres Pferd benötigt also etwa 7,5 Kilogramm Heu pro Tag. Futterstroh sollte dem Pferd zusätzlich zur Verfügung stehen. In der Weidesaison, von Mai bis Oktober, gehört Weidegang zur gesunden Fütterung. Zu Beginn der Saison sollte man das Pferd wieder langsam an Gras gewöhnen, es „angrasen“ lassen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

KRAFTFUTTER BRINGT PURE ENERGIE FÜR DAS PFERD

Kraftfutter, also Getreide und fertige Futtermischungen, liefern pure Energie mit wenig Rohfasern. Besonders Zuchtstuten und Sportpferde benötigen diese zusätzliche Energie. Hierzu eignen sich besonders Hafer und Gerste. Die Futtermenge richtet sich nach dem Einsatz des Pferdes und sollte individuell berechnet werden. Beispielsweise benötigt in der Regel ein 500 kg schweres Pferd mit mittlerer Arbeitsbelastung ca. 4,5 kg Kraftfutter zur Heuration.

Saftfutter, zu dem Rüben, Möhren und Äpfel zählen, beinhalten viel Wasser und wenig Rohfasern. Ihr Anteil am Gesamtfutter sollte nur gering sein. Vornehmlich im Winter wird als Ausgleich zur fehlenden Weide Saftfutter gegeben. Es ist sozusagen der Nachtisch und Pferde fressen es besonders gerne.

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