Was findet ihr an Büchern so toll?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Wenn ich lese sehe ich nicht mehr die Wörter, sondern die Welt. Und was ich mir da vorstelle ist bisher besser als jeder Film es darzustellen vermag.

Alles läuft flüssig. Es gibt keine Schwierigkeiten seltsames und unnatürliches darzustellen bzw. in Gedanken zu sehen. Es gibt keinerlei schlechte Momente der Schauspieler. Keinerlei Grafik und Auflösungsprobleme ^^.  Gegenstände, übermenschliche Kräfte, oder andere Welten können alle wie gewollt dargestellt bzw. gesehen werde.
Kurz um:  Filmen sind in der Darstellungsform viele Grenzen gesetzt, sodass man im Buch vieles mitnehmen kann, was so auf dem Bildschirm nicht geht …vor allem Übernatürliches, Gefühle und Gedanken, sowie die zwischen-den-Zeilen Information. Natürlich basiert es viel auf der eigenen Fantasy. „Nur die eigene Fantasy begrenzt das Mögliche.“
Was heißt: Zwar zeichnet der Autor die Geschichte mit Wörtern vor, doch wenn du es dir nicht so vorstellen kannst, …mhh …  ist es eben etwas anders. 

Es gibt zwei Arten Leute (ich gehe jetzt mal nur von diesenzwei aus):
Die einen lesen nur die Wörter. Sie nehmen den Sinn hinter den Wörtern auf, sehen das Bild dazu aber nicht. Ich kann zu diesem Part nicht viel sagen.
Die anderen (zu denen ich gehöre) überspringen den Sinn hinter den Wörtern und sehen stattdessen nur die Welt.
Je nachdem wie man die Welt der Bücher aufnimmt, ist es natürlich auch gravierend auswirkend darauf, ob man gerne liest oder nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht das Typ 1 besser mit Sachtexten klarkommen als Typ 2. Ob das wirklich stimmt steht in den Sternen ^^

Hingegen zeigen Filme mehr Details im Aussehen und im Erscheinungsbild von Personen und Umgebung. Wenn solche Details umfassend in einem Buch beschrieben werden würden, würde es sehr schnell langweilig werden. Deshalb benötigt der Autor auch die Kunst des Schreibens -- die Umgebung während der Handlung mit einfließen zu lassen und nicht jeder kann das. In dieser Richtung ist die Informationsmenge auf der Seite der Filme.
In dem Medium Bücher wird das durch die Fantasy des Lesers kompensiert -- wo wir wieder bei dem Spruch „nur die eigene Fantasy begrenzt das Mögliche“ wären.

Es gibt für und wieder. Einige mögen es so, andere nicht.

Ich mag beides sehr gerne. Man könnte sagen sie ergänzen sich. Bei den Filmen werden mir unteranderem Aussehens-Beispiele im Detail (Vorlagen für meine Fantasy ^^) gezeigt und bei den Büchern gibt es das hautnahe Feeling.

PS:  In Bezug auf Animes würden ein paar Pro-Punkte für die Bücher wegfallen, da sich in ihnen auch vieles darstellen lässt, wenn auch nicht alles.

Grüße  (^_^)  von Skyla

"was findet ihr an Büchern besser als an Filmen/Serien"
ALLES!

Filme sind immer nur eine oberflächliche Verfilmung von Film-geeigneten Ausschnitten eines Buchs.
Nur die Bücher liefern die volle Story und den vollen Genuss.

Wer nur die Filme schaut, hat immer nur einen sehr begrenzten, oberflächlichen Eindruck vom Gesamtwerk.

Wenn z.B. Leute behaupten, sie seien "Harry Potter Fans" oder "Herr der Ringe Fans" oder so, aber sie haben nur die Filme gesehen und nicht die Bücher gelesen, dann kann man immer nur verständnislos den Kopf schütteln.
Die kennen ja Harry Potter oder Herr der Ringe gar nicht wirklich!

"Filme sind immer nur eine oberflächliche Verfilmung von Film-geeigneten Ausschnitten eines Buchs."

Bitte was? Es ist von Filmen die Rede, nicht von Verfilmungen.

"Wer nur die Filme schaut, hat immer nur einen sehr begrenzten, oberflächlichen Eindruck vom Gesamtwerk."

Wenn man die Filme oberflächlich und mit begrenzter Aufmerksamkeit schaut, gewiss.

"Wenn z.B. Leute behaupten, sie seien "Harry Potter Fans" oder "Herr der Ringe Fans" oder so, aber sie haben nur die Filme gesehen und nicht die Bücher gelesen, dann kann man immer nur verständnislos den Kopf schütteln.
Die kennen ja Harry Potter oder Herr der Ringe gar nicht wirklich!"

Das ist in diesen beiden Fällen natürlich nicht von der Hand zu weisen. :D





0
@knallpilz

@Knalltüte: Wenn DU Film-Fan bist und Bücher nicht verstehst, ok, das ist deine Sache.
Aber deine unsachliche Kritik an guten "Buch-freundlichen" Antworten kannst du dir wirklich sparen.
Es reicht, dass du deine persönliche Meinung in deiner eigenen Antwort kundgetan hast.

0

Ich finde Filme/Serien an sich interessanter, da da die Informationsdichte höher ist. 
Was Prosa hat, aber das Drama nicht, ist zum Beispiel der Stil des Erzählers. In einem Film können die Dialoge eine gewisse Poesie haben, Romane können aber gerade deshalb interessant sein, weil der Erzähler einen eigenen Stil hat.
Das ist sehr schwer zu erklären. Aber lies mal Erich Kästner, Robert Anton Wilson, Terry Pratchett, Douglas Adams, Charles Bukowski zB, dann verstehst du, was ich meine. Da wird die Art und Weise, wie das Geschehen beschrieben wird zum Teil der Geschichte. Das ist bei Filmen natürlich auch so, aber die Stilmittel sind anders. Man kann zwar auch in einem Film einen Erzähler haben, aber da das Kino noch viel mehr Möglichkeiten hat, wird da im Vergleich zur Prosa eher selten drauf zurückgegriffen. Beim Film wird funktioniert viel darüber, dass man eine Verbindung zu den Figuren hat. Bei Romanen ist es die Verbindung zum Erzähler. Finde ersteres aber eigentlich interessanter. :D
Und dann gibt es noch Lyrik. Gedichte zB. Das kann man nun eigentlich überhaupt nicht mit dem Medium Film vergleichen.

Ich finde Prosa generell sehr viel schablonenhafter (weniger Details) als Film. Kommt drauf an, was einem eher gefällt. Ob man sich die Details lieber selbst denkt, oder ob man die Details, die einem präsentiert werden als Denkansatz nimmt.
Bei Büchern geht es mehr darum, das Geschehen mit Leben zu füllen. Bei einem Film geht es darum, wie du das bereits mit Leben gefüllte Geschehen bewertest.

Kann im Prinzip nicht wirklich vergleichen. :D

Ich muss sagen, beides ist gut. 

In Serien oder Filmen hat man schon ein direktes Bild aber da ist die Vorstellungskraft eingeschränkt. Man hat von allem ein Bild und muss einfach die Gespräche verfolgen und mit zuschauen. Und dadurch, dass es keinen richtigen Erzähler gibt, kann man nicht sagen, dass der Stil schön ist oder originell.

In Büchern ist es was anderes. Man erschafft ein Bild im Kopf das mit jedem Wort sich erweitert. Die Vorstellungskraft kann viel besser durchgesetzt werden und der Stil wie alles erzählt wird ist komplett anders. Dadurch, das jeder Autor einen anderen Schreibstil hat, sind alle Geschichten und Bücher anders aber auch auf seiner Art besonders.

Aber im Nachhinein ist das immer noch eine Sache des Betrachters. Ich persönlich bevorzuge aber hauptsächlich Bücher aber bei solchen Serien wie "Game of Thrones" oder wie Filmen "der Hobbit" oder "Herr der Ringe" Bevorzuge ich manchmal auch den Film oder die Serie

Lesen oder auch Hörbücher hören, lassen der eigenen Fantasie den Spielraum, das was man liest/hört durch das was man selbst erlebt hat oder sich selbst vorstellt lebendig werden zu lassen. Da es die eigenen Bilder und Vorstellungen wieder spiegelt ist man "näher dran". Je nach eigener Lebenssituation bekommen bestimmte Dinge eine andere Bedeutung, wenn man diese z.B. in einem Abstand von ein paar Jahren wieder liest.

Filme spiegeln die (manchmal sehr gute) Interpretation eines Anderen wieder, die aber natürlich immer (relativ) gleich bleibt, da der eigenen Interpretation nur enge Spielräume bleiben.

Wobei es auch Filme gibt, die so gut gemacht sind, dass man in diesen Freiräume findet, aber eben nicht so viele und in engeren Grenzen.

Deshalb kann man, wenn man dazu in der Lage ist, in ein Buch viel tiefer eintauchen. Außerdem verleihen oft Wortwitz oder eine entsprechend gute Formulierung einem Buch den Charakter, wie ein Film es selten vermag.

Ein Film ist meist nur eine Zusammenfassung eines Buches und auch eine Serie kann selten die gesamte Geschichte so ausführlich erzählen, wie ein Buch - wenn gut geschrieben.

Ich denke nur an ein "Werk" wie "Das Rad der Zeit". Wenn es auch manchmal so erscheint, als hätte der Autor nicht alles schreiben müssen, findet man  auch in für die eigentliche Handlung unbedeutenden Nebenschauplätzen manchmal sehr viel Witz oder Anderes was mitnimmt. Das geht natürlich in einer Verfilmung ebenfalls alles verloren...

"Je nach eigener Lebenssituation bekommen bestimmte Dinge eine andere Bedeutung, wenn man diese z.B. in einem Abstand von ein paar Jahren wieder liest."Inwiefern ist das bei Filmen denn anders? Wenn du mal "liest" durch "siehst" ersetzt.

Gute Filme lassen absichtlich viel Spielraum für Projektion und geben nicht vor, was man wie zu finden hat.

Ich persönlich kann zB in Filme sehr viel tiefer eintauchen, da sie sehr viel mehr menschliche Nähe suggerieren und man sich mit dem Verhalten der Personen auseinandersetzen muss, durch Beobachtungen, statt Beschreibungen. In einem Roman kann ich nichts beobachten, ich bekomme alles beschrieben. 
Filme wirken sehr viel konkreter und wirken damit sehr viel lebensechter. D.h., sie bieten sehr viel mehr Informationen, anhand derer man sich Gedanken machen kann.
Ich kann zB sehr viel einfacher dadurch in einen Film eintauche, dass ich mit einer Figur mitfühle, weil ich sehen kann, wie es ihr geht und was sie durchmacht. Bei einem Buch habe ich das Gefühl, diese Dinge aus zweiter Hand mitzubekommen.

0
@knallpilz

Das ist allerdings eine Frage der eigenen Fantasiebegabung.

Ein Buch zu lesen oder zu hören ist zudem ein längerer Vorgang, heißt auch, man setzt sich länger mit dem Thema auseinander.

Und ich für mich finde, dass man "liest" und "siehst" eben nicht einfach ersetzen kann und es wenige Filme gibt, die diesen Spielraum tatsächlich und in der gleichen Tiefe lassen, wie Bücher.

Zudem "interagiert" man anders mit Büchern und da es weniger um den Konsum von Bildern geht sondern um das entstehen von Bildern im eigenen Kopf ist für mich das Ergebnis ein anderes.

Das kann und darf aber jeder für sich selbst entdecken...

0

Bücher schenken dir eine größere Freiheit, weil deine Fantasie angeregt wird. In Serien oder Filme wird Dir das Aussehen eines Charakters aufs Auge gedrückt, in Bücher kannst Du, bis auf krasse Merkmale ( wie z.b Harry Potters Stirnnarbe), eine eigenen Vorstellung über das Aussehen haben.

Ausserdem gehen die meisten Bücher viel tiefer ins Detail und auch die Charakterentwicklung ist in Bücher viel detailreicher dargestellt.

Ein weiterer Vorteil von Bücher ist, dass sie viel intensiver sind, da nichts nebenher läuft, denn wenn du das Buch weglegst dann geht die Geschichte nicht weiter ;-), bei Serien oder Filme kann man nebenher telefonieren oder schlafen, beim Lesen geht das nicht. Du bist der Erzähler der Geschichte!!

Ein Tipp falls dir das Lesen anfangs schwer fallen sollte. Lese anfangs langsam, bis du dein eigenes Tempo gefunden hast. Ein weiterer ganz wichtiger Tipp ist, beachte die Satzzeichen der Autoren, denn sie geben das Tempo vor. Mach bei jedem Punkt eine kleine Pause, bei jedem Komma eine winzige Pause. Schon bald entsteht ein eigener Film in deinem Kopf, der besser sein wird wie 99% der Serien oder Filme im TV!!

Viel Spass beim lesen!!

"Ausserdem gehen die meisten Bücher viel tiefer ins Detail und auch die Charakterentwicklung ist in Bücher viel detailreicher dargestellt."Deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Bei Filmen kommen die Details eben alle auf einmal, bei Büchern nacheinander.

"bei Serien oder Filme kann man nebenher telefonieren oder schlafen, beim Lesen geht das nicht."Hä? Man kriegt doch aber vom Film eh nichts mit, wenn man schläft. Und wieso sollte man beim Lesen nicht telefonieren können? Lesen kann man genauso halbherzig wie Filme gucken.

0

Es ist immer eine Frage der eigenen Fantasie. Der Film im Kopf ist immer ganz anders, als der auf der Leinwand/dem Bildschirm. Filme schränken die Fantasie stark ein.

Mein persönliches Beispiel:

"Bambi, Perry, Hops und ihre Freunde" von Felix Salten. Im Alter von 10, 11 Jahren habe ich das Buch (ca. 500 Seiten) mehrfach verschlungen. Es war die abenteuerliche, spannende Geschichte eines jungen Hirschen im Wald, sein Heranwachsen, seine Entwicklung. Bis ich die Walt-Disney-Zeichentrickfilm-Version gesehen habe.

Der Kitsch hat mir den Roman gründlich verleidet - Film nie wieder gesehen, Roman nie mehr gelesen.

"Filme schränken die Fantasie stark ein." Gar nicht wahr. Wer soll einem denn verbieten, dass Erlebte zu reflektieren? Ich habe noch kein Buch erlebt, was mich so stark zum Nachdenken, Gedanken ordnen, Philosophieren, Weiterspinnen anregt wie einige meiner Lieblingsfilme. (Gute) Filme bieten sehr viele Nuancen, anhand derer man sich seinen eigenen Subtext zurechtlegen kann. Und genau darum geht's auch.
Bei Büchern werden die Handlungsmotive der Figuren sehr viel öfter und sehr viel genauer erklärt als bei Filmen. Bei Filmen muss man sich selber denken, was das alles bedeutet. Warum so ein Mensch so was tun würde. Ich rede hier natürlich von guten Filmen. :D
Vielleicht kenne ich aber auch mehr generische Romane als generische Filme.

0
@knallpilz

Das was ich gesehen und gehört habe (Orte, Gesichter, Stimmen) lässt der Fantasie keinen Spielraum mehr. Das Kopfkino übernimmt die Filmbesetzung. Alles was im Film nicht gezeigt wird muss ich mir nicht mehr denken. Ein Film lässt keine Interpretationslücken. Wo eine zu bleiben droht, wird die Romanvorlage eben vergewaltigt oder lose Enden abgeschnitten.

In dem Moment, wo ich der Herr der Ringe als Film gesehen habe, waren alle Figuren festgelegt. Als ich den Roman später nochmal gelesen habe, hatte sich mein "Kopfkino" den Filmen angepasst. Nicht zu schlimm, da Drehbuch und Schauspieler (mit Ausnahmen) gut gewählt waren. Gewisse erhabene Figuren (Galadriel, auch Elrond) haben ihren Roman-Nimbus jedoch verloren. Sauron hat seine Unheimlichkeit eingebüßt (der Film-Sauron war ne Lachnummer, ist jetzt aber trotzdem die Kopfkino-Besetzung). Die Ents (gut gemacht im Film, aber ihre "Entigkeit" kam trotzdem nicht rüber). Die albernen Filmfiguren Merry, Pippin und Gloin konnten sich ihre Würde im Roman mühsam zurückerkämpfen.

Auf das Reflektieren kommt es - gerade beim Herrn der Ringe nicht an. Der Film verhunzt den Roman durch Weglassung und Zufügung (Bombadil, zahlreiche Lieder, und ganz bitter: die verkürzte Rückkehr ins Auenland, stattdessen Arwen-Frauenpower).

0

Also: Beim lesen taucht man in eine ganz andere Welt ein! Aber bei GoT: Wenn man keine Leseratte ist, würde ich es nicht lesen! Ich, als leseratte, habe alle Bücher gelesen und muss sagen: schwierig! Es gibt einfach viele langatmige Kapitel die so uninteressant sind! Sehr gut geschrieben, aber halt nicht leicht sich da durch zu quetschen! 

Naja bei den Filmen/Serien wird dir vorgegeben wie es zu 100% auszusehen hat. Im Buch wird es beschrieben und durch deine Fantasie dargestellt so wie du es dir am besten vorstellst.

Bücher sind ausführlicher als die Filme dazu, außerdem regen sie meine eigene Fantasie an.

Bücher sind ausführlicher und lassen einen viel mehr in die Fantasiewelt eintauchen als bereits visualisierte Medien wie Filme und Serien.

Muss man aber üben, wenn man noch nie wirklich gelesen hat.

Quatsch. Man muss einfach ein Buch finden, was einen Stil hat, der interessant genug ist.

Und nur weil Filme mehr Details haben, heißt das nicht, dass man nicht fantasieren kann. Finde es viel interessanter über zwischenmenschliche Dinge zu fantasieren als darüber wie jemand aussieht oder welche Farbe ein Zimmer hat. Das sind viel wesentlichere, nicht so oberflächliche Dinge.

0

Alle Serien und FIlme die auf Büchern basieren schneiden viel raus und vermitteln so nicht das gleiche Bild der Story. Und wenn man liest kann man sich selber die Welt vorstellen wie man sie haben möchte. Bei Serien und Filmen wird dir vorgegeben wie du dir die Personen vorzustellen hast.

z.B. Eragon

Wenn jemand die Bücher nicht kennt und nur den FIlm denkt er sich: boah was ist das für eine scheiß Geschichte. Und wenn man die Bücher kennt weiß man wie geil Eragon ist und wie viel Potenzial der FIlm hatte und wie beschissen er geworden ist ^^

Was möchtest Du wissen?