Was finden Zoophile eigentlich so toll am Sex mit tieren?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hi, (langer ausführlicher Text)

Warum es Zoophilie gibt, und welchen Zweck es hat? Das kann keiner sagen. Genauso wenig wie bei Homosexualität und anderen Abweichungen, die nicht der Fortpflanzung dienen. Man kann es zwar nicht mit anderen Orientierungen gleichsetzen, aber man muss bedenken, dass es von der Gesellschaft abhängt, was anerkannt ist und was nicht. Die Natur selbst macht keinen Unterschied dabei.

Was sie toll daran finden? Tja, wenn jemand zoophil ist, fühlt er sich zu Tieren hingezogen, und dadurch findet er diese auch attraktiv. So etwas wie Sex ist außerhalb der Vorstellung von üblichen Menschen, und die meisten haben einfach den Ekel davor, dass sie nicht glauben wollen, dass es sowas ernsthaft gibt. Manche "Zoos" fühlen sich sogar ausschließlich zu Tieren hingezogen, das nennt man dann "zoo-exklusiv", und dieser hat dann gar kein Interesse an Menschen. Also fällt schon mal das Argument "der vergreift sich an Tieren weil er keinen menschlichen Partner findet" weg. Es wird auch immer behauptet, dass Zoophile asoziale sind, und Tiere als ihre "Opfer" sehen, aber das sind typische Vorurteile, die nicht der Realität entsprechen. Und Zoophilie ist auch nicht gleich mit Pädophilie oder anderen "Paraphilien" vergleichbar, nur weil die Wörter die selbe Endung haben.

Ich setze mich seit Jahren mit dem Thema Zoophilie auseinander, ich habe schon mit einigen Zoophilen gesprochen, und das Fazit: Normale Menschen, die übliche Hobbys bzw. Berufe haben, nur eben eine andere Sexualpräferenz. Sie sprechen auch immer darüber wie wichtig ihnen das Wohl des Tieres ist, und haben sehr intensive Emotionen für diese. Ich hab sogar die Tiere von manchen gesehen, und dass diese wirklich sehr gut gepflegt sind.

Tiere sind übrigens nicht verklemmt, und haben kein Schamgefühl. Ein
Tier das Spaß daran empfindet (ja, sowas gibt es, Tiere haben auch einen
Sexualtrieb), kann mit Körpersprache signalisieren, was es möchte und
was nicht. Das Argument "Tiere können nicht zustimmen" ist auch unwahr.
Sie können nicht mit Worte kommunizieren, aber jemand der einen Hund
hat, der müsste auch den Unterschied erkennen, wie er reagiert wenn man
ihm die Ohren massiert, oder wenn man ihm z.B. Kletten aus dem Fell
zupft.

Und um den allgemeinen Logikfehler von Leuten, die von Konsens sprechen, aufzuzeigen: Kein Tier kann einer Kastration zustimmen, trotzdem führen Menschen diese durch, weil sie glauben dem Tier etwas gutes zu tun.

Man muss offen sein, und darf nicht in Vorurteilen denken. Weil wenn man einen durchschnittlichen Zoophilen mit "Du Tierf*****" anspricht, ist das auch diskriminierend für diesen, wenn man nichts über diese Person weiß. Es gibt übrigens genügend Zoophile, die nichtmal Sex haben, sondern einfach die Zweisamkeit mit dem Tier genießen.

Das allgemeine Problem ist aber: Es gibt nicht nur Zoophile, wie eben genannt. Der Begriff "Zoophilie" ist ohnehin total ungenau, und kann für alles verwendet werden, was irgendwie im Zusammenhang zu "Sex mit Tieren" steht. Darum werden Zoophile zu Leuten mit Tierfetisch, Tierschändern, Sadisten, und allen möglichen in einen Topf geworfen, obwohl es sehr wichtig wäre, den Unterschied zu erkennen.

Ob es eine Krankheit ist? Man muss erstmal definieren was "krank" ist. Wenn ein Betroffener nicht darunter leidet, und keinen Schaden anrichtet, ist es meiner Meinung nach nicht krankhaft.

Was ist der Reiz? Der Reiz ist eigentlich instinktiv. So wie ein Hetero hübschen Mädels hinterher schaut, macht es ein Zoo genauso bei einem Hund etwa.

Kann sowas mit der Vergangenheit zusammenhängen? Meistens nicht. Viele entdecken ihre Neigung ab Beginn der Pubertät. Einige sind ohne Tiere aufgewachsen, oder hatten auch keine "einprägende" Erfahrung im Leben.

Ob es sowas schon immer gab? Es ist jedenfalls kein neuer "Trend", aber wie lange so etwas existiert, kann niemand sagen.

Jedenfalls, die Infos über das Thema sind extrem lückenhaft, wenn man "Zoophilie" googelt, kommt 90% Schwachsinn. Es wäre sinnvoll dass es erstmal gründlich erforscht wird, damit auch vielleicht besser aufgeklärt werden kann, dass auch die Menschen ihren Hass nicht auf Leute richten, die nichts dafür können und auch nichts schlimmes tun. Auch wenn man die Gedankengänge von einem Zoophilen nicht nachvollziehen kann: Dieser ist nicht ein schlechter Mensch deswegen. Und er leidet oft nicht unter der Sexualität selbst, sondern hat die Angst, von anderen ausgeschlossen zu werden. Eben wie bei einem Homosexuellen, dieser hat in der heutigen Zeit aber immerhin genügend Unterstützung falls er sich "outet", während ein Zoophiler hingegen keinen Anhaltspunkt hat, und sich dauerhaft verstecken muss.

Also wenn man jemals einen Zoophilen trifft, dann darf man nicht gleich den Teufel an die Wand malen, und muss etwas sensibler auf das Thema eingehen. Weil keiner will als "kranke Sau" oder "Vergewaltiger" bezeichnet werden, wenn man es nicht ist.

Das war alles was mir bis jetzt eingefallen ist. Ich meine auch alles ehrlich, und will hier keine Manipulation/Gehirnwäsche oder sonstwas aufbringen. Wenn noch jemand mehr darüber wissen möchte, kann er jedenfalls gern nachfragen. ^^

LG.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also normal ist das nicht. So jemand sollte umgehend in Behandlung. Vieles geht aber das nicht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PlueschTiger
21.02.2016, 20:36

Behandelt werden müsste so etwas nur wenn es Tier oder Mensch schadet. Zudem ist lediglich der Sex mit Tieren wieder strafbar, die Beziehung zu einem Tier ist es nicht und die ist auch medizinisch, so weit ich weiß, nicht als Pervers eingestuft.

Zudem dürfte es schwer werden bis zu 5% der Weltbevölkerung zu Therapieren, nur weil sie mal Sexuellen kontakt zu Tieren hatten.

1

Ich denke es ist nicht viel anders als bei uns die sich als 'normal' bezeichnen... Man findet Mann/Frau toll und der eben Tiere. :) niemand wird was für seine Sexualität können 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Zischelmann
10.04.2016, 02:03

Hier geht es um den sexuellem Missbrauch an Tieren!!! Und deren Würde wird in den Dreck gezogen und diese Menschen die sowas Abscheuliches tun sind für mich schon total kranke Psychopathen!!!  Wer weiß für was für Krankheiten solche Typen verantwortlich sind!!! Hier muss die Toleranz aufhören;denn Tiere sind keine Sexualobjekte!!!

1

is ne Störung, psychisch /psychosomatisch bedingt. Weswegen sie das toll finden kann nur einer von denen dir sagen. Das selbe bei Nekrophilen oder auch einfach bei Fußfetischisten.... selbes Prinzip. Er steht auf füße was andere nicht verstehen können. Er wieder rum versteht nicht wie man nicht auf füße abfahren kann. Sowas gibt's immer^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die haben genau die selben Impulse und den selben Spaß wie ein Hetero oder Homosexueller, nur halt auf Tiere bezogen.
Sicher ist das zur Vermehrung sinnlos aber homosexueller Sex genauso.
Wies genau zu stande kommt, wer weiß das schon sicher, das menschliche Unbewusste ist reichlich komplex.
Und ja sowas gibt es vermutlich schon so lang wie jede andere sexuelle Ausrichtung.

Und um meine Meinung mit rein zu bringen: Man sollte einfach jeden vögeln lassen was er will, obs Tier, Ding oder Gleichgeschlechtlicher ist.
Du willst auch nich das dir da wer reinredet...es gibt auch Menschen die ohne jegliche sexuelle Ausrichtung sind und garkeinen Drang zum Sex mit irgendwas verspüren.
Menschen sind nunmal ein farbefroher Haufen in jeder Hinsicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TVNorris
19.02.2016, 18:04

Eindeutiges NEIN man sollte nicht jeden vögeln lassen was er will. Sex sollte ausschließlich einvernehmlich erfolgen. Dazu ist es nötig dass alle Beteiligten auch mündig ihr Willen zum Ausdruck bringen können. Erwachsene Menschen können das, Tiere offenbar nicht und auch keine Kinder.

Ein Vergleich zwischen gleichgeschlechtlichem Sex und Sex mit Tieren ist absolut unangebracht und wird von anderen auch gerne zur diffamieren von gleichgeschlechtlichem Sex genutzt.

4

Es geht um Machtausübung!

Um ein Geschöpf zu benutzen das keine Widerworte gibt.

Das man regelrecht dressiert

Mir tun die armen Tiere leid die in den Fängen solcher perversen Typen sind.

Diese Tiere sind auch wenn sie von denen wegkommen oft traumatisiert und fehlgeprägt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Arxoz
09.04.2016, 12:05

Sorry dass ich deine Ansicht kritisiere, aber das ist wieder eine typische Antwort aus Angst und Unwissen.

Man müsste erstmal den Hintergrund oder die Motivation von Sex mit Tieren verstehen, bevor man solche Argumente in den Raum wirft. Denn es gibt solche Menschen auf denen diese Punkte zutreffen, daran besteht kein Zweifel. Aber das hat alles wenig bis garnichts mit Zoophilie zu tun. Eine sexuelle Neigung/Orientierung macht noch keinen Sexualstraftäter aus einer Person. Und es gibt genauso Heterosexuelle, die vernünftig sind, sowie jene, die andere Menschen vergewaltigen, aber dafür kann man nicht gleich alle pauschal verurteilen.

Wenn man sich nur einseitig informiert, aus unsachlichen Quellen wie etwa "Stumme Schreie" oder "Verschwiegenes Tierleid", die sexuellen Missbrauch von Tieren, Sexuelle Kontakte und Sexuelle Neigungen oder Zuneigung verallgemeinern, ohne irgendwelche Unterschiede aufzuklären, die ziemlich wichtig wären wenn es um Tierschutz geht, dann wird einem ein völlig unrealistisches und primitives Bild davon präsentiert.

Jeder hat ein Recht auf seine Meinung. Und jeder kann tolerieren was er will. Aber es gibt immer 2 Seiten einer Meinung, und man sollte sich beide Seiten anhören, und überdenken ob auch alles wahr ist was man liest, und was man glauben kann.

Und es gibt Studien zu Zoophilie, Studien zu Sex mit Tieren, ebenso gibt es Meinungen von zoophilen "Betroffenen" die ebenso berücksichtigt werden sollen, wenn man ein Urteil über sie abgeben möchte. Und das beste Ergebnis erzielt man, wenn man nicht voreingenommen ist.

Gruß.

0

Ich schätze mal, dass es eine psychische Störung ist. Es gibt ja auch Nekrophile (Sex mit Toten) und Pädophile (Sex mit Kindern), die sind ja alle krank.

Warum, das versuchen die Psychologen auch schon seit ewigen Zeiten rauszufinden. Keine Ahnung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ReckerM82
19.02.2016, 16:13

Danke für die Antwort

0
Kommentar von PlueschTiger
21.02.2016, 20:21

Selbst für Wissenschaftler ist Zoophilie eher mit Homosexualität vergleichbar. Also nicht Pervers. Es ist schlicht eine weitere Sexuelle Orientierung.

2

Was möchtest Du wissen?