Was fehlt im Leben, um es Deiner Meinung nach "perfekt zu machen"? Oder anders: Wenn Du meinst das perfekte Leben zu leben, was macht es für Dich dazu?

14 Antworten

Im folgenden, ist "perfekt" ein Platzhalter für viele Quasi-Synonyme und das umgangssprachliche "perfekt" (so wie ich es verstanden habe auch im Sinn des Fragestellers) wie 'best möglich', 'einwandfrei', 'ohne dass ich etwas vermisse', 'nicht besser vorstellbar', jedoch gebunden an Naturgesetze und Realitäten, wie wir sie aktuell auffassen.

Wenn 'perfekt' als Definition, wie es meistens aufgefasst wird 'ohne Makel/fehlerfrei', welches auch nicht in der Natur zu finden ist (da objektiv perfekt nie auch subjektiv perfekt sein muss,
da theoretisch immer etwas verbessert werden kann) angesehen werden sollte, bräuchten wir abstrakte Konstrukte, die realitätsfern sind (Superkräfte/Illusionen etc.)

Für mich das "perfekte Leben" im Sinne von sehr oft glücklich sein (muss nicht immer sein), viel Lachen und entspannt sein, ist

wenn man sich selbst kennt (setzt voraus, dass man sich intensiv [über einen längeren Zeitraum] mit sich selbst, seinem Charakter und seinem Leben beschäftigt hat) und dementsprechend handelt beziehungsweise - ohne entscheidend negative Konsequenzen auszulösen - in der Art und Weise auch handeln kann (und nicht von anderen Menschen oder Umständen daran gehindert wird), dass man sich wohlfühlt.
Darunter fällt zum Beispiel eigene Überzeugungen ausleben zu können und gleichzeitig nicht durch Aktionen, die aus Überzeugungen anderen Menschen, die man nicht teilt, echt 'negativ' beeinflusst zu werden. (Echt negativ im Sinne, dass man zu irgendeinem Zeitpunkt feststellt, dass bestimmte Aktionen nicht vereinbar mit persönlichen fest verankerten, im Laufe seines
Lebens angesammelte Werte/Überzeugungen/Moral sind.)

Generell ein paar Worte zur Negativität, die im Zuge bei einer Überlegung für das "perfekte Leben" meiner Meinung nach betrachtet werden sollten:
Es ist entscheidend wie man selbst damit umgeht beziehungsweise wie sich die Ereignisse in Zukunft entwickeln.
Ereignisse, die man selbst für negativ hält, müssen es nicht auch zwingend sein. Selbst Ereignisse, die über einen längeren Zeitraum als äußert negativ angesehen werden, können in der Zukunft sehr lehrreich sein oder zu neuen positiven Ereignissen beitragen oder sich auf eine Weise entwickeln, dass etwas positiv Neues entsteht, das ohne den negativen Auslöser gar nicht zustande gekommen wäre. Negativität sollte nicht als aktuelle Momentaufnahme wahrgenommen werden, sondern erst zu einem späteren
Zeitpunkt rückblickend betrachtet und evaluiert werden, im Hinblick darauf was sich alles daraus entwickelt hat.

Ein utopisches Anschauungsbeispiel:
Man verpasst die S-Bahn zu einem wichtigen Geschäftsmeeting (für eine Arbeit, die einem nicht gefällt und die man nur des Geldes wegen ausübt), bei dem man eine Gehaltserhöhung erhält, sofern man pünktlich und anwesend ist.
Während der Wartezeit (wohl wissend, dass man keine Gehaltserhöhung bekommen wird) hilft man einer älteren Person (da man hilfsbereit/freundlich ist) bei einem Problem.
Aus Dankbarkeit schenkt die großzügige Person, der man geholfen hat, einem 10 Millionen Euro.
War das verpassen der S-Bahn, nun zurückblickend wie anfänglich gedacht negativ? (Wohl eher nicht)

Auf dem Heimweg mit den 10 Millionen Euro, wird man überfallen und leider getötet.
War das verpassen der S-Bahn, nun zurückblickend wie anfänglich gedacht negativ? (Alle Zwischenfolgen/Zwischenereignisse irgnorierend, Wohl eher schon)

Es kommt immer darauf an, wie sich die Dinge entwickeln, was man selbst dazu beitragen kann und was nicht unter der eigenen Kontrolle liegt.

Unrealistisch betrachtet [nach der wahrhaft perfekten Definiton] wäre ein "perfektes Leben" für eine launische Person - der Natur des Menschen entsprechend - der immer genau das haben will,
was er gerade nicht hat, (beziehungsweise wenn viel Arbeit ansteht, lieber "Freizeit" Aktivitäten nachgehen; und wenn man viel Freizeit hat, täte es gut etwas produktives machen zu können)
oder nur Positives erfahren möchte ohne negative Hürden nehmen zu müssen, eine Fähigkeit mit der man den Zufall
zu eigenen Gunsten beeinflussen könnte beziehungsweise die Wirklichkeit nach den eigenen, *aktuellen* Vorstellungen, frei modellieren könnte.
Ist man dann jedoch auf Dauer glücklich, falls einem das wichtig ist? In dem Gedankenspiel könnte man sich einfach 'glücklich machen'.

Ansichten, Wissen, Verhalten ändert sich über die zeit, da wir fortlaufend neuen oder bekannten Eindrücken und Situationen ausgesetzt werden.
Dementsprechend wird sich die eigene/persönliche Ansicht zu einem "perfekten Leben" mit der Zeit auch ändern (wenn auch eventuell nur in Nuancen oder einigen Teilbereichen; jedoch ist das für ein "perfektes Leben" meiner Meinung nach schon sehr ausschlaggebend, da es "perfekt" sein soll).
Schreibt heute eine 'Definition' für euer "perfektes Leben", schaut sie euch morgen, nächste Woche/Monat/Jahr oder im nächsten Jahrzehnt an.
Ich bin mir sicher ihr werdet eurer Definition nicht zu 100% zustimmen oder etwas Neues hinzufügen wollen.

Daher wäre ein ultimativ perfektes Leben, mit hoher Wahrscheinlichkeit für jeden ein anderes, wenn es höchstwahrscheinlich für dieselbe Person
zu unterschiedlichen Zeitpunkten schon gar nicht dasselbe ist.
Auch wenn es sich nur durch Kleinigkeiten unterscheiden würde.
(Anschaungsbeispiel: Der eine will das ganze Jahr über Erdbeeren aus der Region essen, der andere stattdessen Heidelbeeren)
Es gibt wohl für die meisten (die nur kurz über den fiktiven Terminus "perfektes Leben" nachdenken) Überlappungen in den Vorstellung hinsichtlich viel von bestimmtem materiellen Gütern, generell viel von relevanten Zahlungsmitteln, Erfüllung von Lust, Macht und Einfluss zu haben. (Sei es auch geprägt, durch Medien und Promis)
Man kann sich Ideen und Vorstellung von anderen "abschauen", die einem gefallen oder von den Gedanken anderen inspiriert werden, jedoch letztendlich
entscheiden und auslegen wird es jeder anders (zumindest sofern sich länger und gewissenhaft damit beschäftigt wird).

Im Endeffekt könnte man sich anschauen, was all diese möglichen Aufzählung, die scheinbar zu einem perfekten Leben beitragen können, gemeinsam haben.

Ich gehe davon aus: Jeder will zufrieden und glücklich (wie immer sich das auch ausprägen mag) sein
(vielleicht nicht unbedingt immer und zu jedem Zeitpunkt, jedoch zumindest in Schlüsselmomenten oder häufiger glücklich als unglücklich sein).
Man sollte sich überlegen, was einen glücklich macht, und das kritisch hinterfragen und bei sich selbst aktiv beobachten. (Wann freue ich mich, wann ärgere ich mich, etc.)

Ein persönlich "perfektes Leben" kann nur innerhalb des aktuellen Vorstellungshorizontes kreiert werden.

Wenn man seine Schwächen kennt und sich freut wenn man sie bewältigen kann.(Beispielsweise Ungeduld, etc.)
Wenn meine seine Stärken kennt und sich freut wenn man sie einsetzen kann. (Sport, Kreativität, etc.)
Erinnerungen zu haben an die man sich gerne erinnert. Etwas aus eigenen Kräften zu schaffen und damit zufrieden sein.

Zeit dafür zu haben, was einem wichtig ist und Sachen auszuüben/zu lernen/zu erledigen, mit denen man sich gerne beschäftigt. (Ja, auch arbeiten. Das Geldverdienen passiert dann nebenher, als positiver Seiteneffekt).
Sich nicht darauf beschränken zu müssen, was man selbst für richtig hält oder was andere in einem bestimmten Kontext für richtig halten.
Sondern durch den Zufall, Ereignisse oder Aussagen, darauf hingewiesen/verbessert/belehrt zu werden um 'effektiver' oder 'besser/schöner' leben zu können.

Nach dem aktuellen öffentlichen Wissensstand, dass dem Tod noch nicht entkommen werden kann, ist die Zeit eines Menschens, die er zur Verfügung hat, wohl das Wertvollste. Denn ohne zur Verfügung stehender Zeit, gibt es an sich kein Leben, das "perfekt" sein könnte. (Die Botschaft soll sein: Die Zeit nutzen, die einem zur Verfügung steht.
Ich mag auf keinem Fall ausschließen, dass ein Mensch, der nur 11 Jahre alt wurde ein fürs sich "perfektes"/glückliches leben gelebt haben kann. [Es ist vermutlich sogar einfacher, da man in der Kindheit typischerweise mit weniger gewichtigen Problemen konfrontiert wird] Umso mehr Zeit man zur Verfügung hat, desto mehr potentiell hat man sich umzuentscheiden und verschiedene Aspekte kennen zu lernen.)
Man kann Fehler, die man bedauert gut machen, man kann seine Ziele und Vorsätze verwirklichen (wenn man nur hart genug daran arbeitet [und nicht zu viel Pech hat oder zu schlechte Startvoraussetzungen hat]), man kann neue Eindrücke und Sichtweisen erhalten und davon profitieren.

Eine kontinuierliche Überdenkung und Anpassung der eigenen Ziele/Lebensweise in Hinblick auf einen zur aktuellen Zeit vorherrschenden, persönlichen Eindruck zu seinem gewünschten "perfekten Leben",
kann zu einer schrittweisen Annähung an kurz- oder längerfristigen persönlich-wichtigen Aspekten des angestrebten "perfekten Lebens" führen, indem aktiv an Umsetzungen - die keine oder wenige Elemente beinhalten, die nicht unter der eigenen Kontrolle liegen - gearbeitet wird, um sein Leben entspannt, glücklich und zufrieden zu gestalten.

Indem man über sich selbst und seine eigenen Aktionen/Muster/Routinen Gedanken macht, wirkt man dem Trott der Gewohnheit entgegen, indem es ungünstig ist gefangen zu sein,
da man das Gefühl hat etwas falsch zu machen. Das wird auch so sein. Es ist anmaßend, fatal und unklug zu Glauben, dass wenn man etwas zu einem früheren Zeitpunkt richtig/korrekt gemacht hat oder wichtig war, immer so bestehen bleibt und sich nicht ändert.
Gewohnheit/Alltag macht einen unaufmerksam, betriebsblind und immun gegen positive Veränderungen.

Zusammengefasst ist meine Antwort auf die Frage nach dem "perfekten Leben": wenn man sich selbst kennt und weiß was einem wichtig ist und das auch umsetzen kann.
Es kommt immer auf die aktuelle Situation drauf an. Ein perfektes Leben, wäre für mich dynamisch bezogen auf den Wandel innerhalb eines Lebens.

And don't forget to smiley :)

Was fehlt im Leben, um es Deiner Meinung nach "perfekt zu machen"?

Ehrliche Menschen, die nicht mit Gefühlen spielen und nur verlogen, ignorant, arrogant und selbstsüchtig unterwegs sind.

Finde ich auch, vielen Dank für deinen Beitrag/ Kommentar :)

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Also ich finde, dass das Wichtigste im Leben...TO BE CONTINUED. Spaß :D, also ich würde sagen das, dass Wichtigste im Leben ist, dass man einfach man selbst ist. Also dass du einfach du selbst bist, authentisch sein.

Das würde es anderen dann erleichtern dich einschätzen zu können, womit du ihnen also "helfen würdest, wenn man davon ausgeht, dass sie das müssen (ihr jeweiliges Umfeld zu erkennen/zu verstehen)".

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@F0W01

Wobei,... man würde wahrscheinlich jemandem trotzdem Authentizität zuschreiben, auch wenn er/sie sich verstellt [(muss gar nicht gewollt/absichtlich sein)] weil er/sie nicht will, dass man seine/ihre Ängste erkennt, oder?

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