Was erwartet mich nach Kündigung meiner Arbeitsstelle?

8 Antworten

Wenn Du dort weg willst, solltest Du auf keinen Fall kündigen und eine Sperre des ALG riskieren.

Du gehst jetzt zum Arzt und holst Dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Dann bleibst Du daheim und wirst erst einmal gesund.

Deine Chefin ist gesetzlich verpflichtet Dir zumindest den Mindesturlaub zu geben (und zu bezahlen) und auch Krankheits- und Feiertage müssen bezahlt werden.

Ob die "gute Frau" das möchte oder nicht, spielt keine Rolle: Sie muss!

Wenn sie Dir Deinen Lohn nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz bei Krankheit nicht bezahlt, solltest Du sie abmahnen. Du setzt ihr dann eine Frist zur Zahlung (ca. 7-10 Tage) und schreibst dazu dass Du, sollte bis zum genannten Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht erhebst.

Wenn sie Dir dann kündigt, verlangst Du Deinen Dir zustehenden Urlaub. Sollte sie sich weigern ihn Dir zu gewähren und möchte ihn auch nicht nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz abgelten, kannst Du sie wieder abmahnen, eine Frist setzen und verklagen.

Solltest Du keine Rechtsschutzversicherung haben und auch kein Gewerkschaftsmitglied sein, kannst Du selbst zum Arbeitsgericht und Klage erheben. Das geht bei der Rechtsantragstelle kostenlos und man hilft Dir bei der Klageformulierung. Für den Gütetermin beim Arbeitsgericht braucht man auch nicht zwingend einen Anwalt.

Ob nun Kündigung oder Aufhebungsvertrag, Du wirst vermutlich eine Sperre bekommen da Du an der Beendigung des Arbeitsvertrages beteiligt bist.

Du solltest erst andere Möglichkeiten ausschöpfen. Entgeltfortzahlung kann nicht verweigert werden. Ganz davon abgesehen gibt es für Deine Chefin auch Möglichkeiten sich bei der KK dagegen zu versichern.

Das Geld ist also einklagbar, das AA wird Dir eine ähnliche Antwort geben.

Wenn Du einen Unfall hattest dann höre auf Deinen Arzt und werkele nicht auf Arbeit rum.

Das mit dem Schwarzgeld lässt sich auch lösen, durch Selbstanzeige. Es wird doch wohl nicht um 10 Tausende Euro gehen.

Dränge sie dazu, einen Abwicklungsvertrag zu machen. Wenn Du kündigst oder einen Aufhebungsvertrag machst, wirst Du für 3 Monate gesperrt und bekommst keinen Cent vom Job-Center. Hier ein Auszug aus diesem Link

http://arbeits-abc.de/sperrfrist-umgehen-alg-1-trotz-kuendigung/

Da ein Aufhebungsvertrag das Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis in beidseitigem Einvernehmen beendet, wird der Antragsteller für die Arbeitslosigkeit mitverantwortlich gemacht. Grundsätzlich tritt deshalb auch eine entsprechende Sperrfrist ein. Die Ausnahme ist der sogenannte Abwicklungsvertrag, also ein Vertrag, der nach der Kündigung durch den Arbeitgeber geschlossen wird, um entsprechende Ansprüche des Gekündigten sowie eine angemessene Abfindung zu regeln. Dieser Fall zieht keine Sperrzeit nach sich, außer die Arbeitgeberkündigung ist sozial nicht gerechtfertigt und könnte vom Betroffenen angefochten werden.


Da Du ohnehin bedrängt wirst, zu kündigen, würde ich als Kranker dort nicht arbeiten gehen. Hast Du denn keinen Vertrag, wo genau geregelt ist, wieviel Urlaubstage und Urlaubsgeld Dir zusteht? Allein die Sache mit den Überstunden, das ist nicht in Ordnung. Damit machst Du Dich selbst strafbar, wenn Du die schwarz auszahlen lässt und das nicht übers Finanzamt läuft.  Hört sich für mich an, wie ein Fall fürs Arbeitsgericht. Alles Gute. lg Lilo


Dränge sie dazu, einen Abwicklungsvertrag zu machen.

Da hast Du wohl etwas falsch verstanden.

Der Abwicklungsvertrag verhindert keine Sperre (hat damit zunächst einmal überhaupt nichts zu tun), sondern regelt - wenn er denn geschlossen wird - die Modalitäten der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch die vorangegangene, meist arbeitgeberseitige Kündigung (z.B. Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage gegen Zahlung einer Abfindung nach Ende der Klagefrist).

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