Was erwartet mich in der Psychiatrie?

8 Antworten

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Meine Lebensgefährtin war aufgrund einer Sucht mit anhängender Depression in Psychologischer behandlung darunter 3 Monate Psychiatrie.

Ich konnte Sie 2x die Woche besuchen, wir konnten dann auch raus gehen und z.B. ein Kaffeetrinken gehen, etc. Alkohol war naturlich Tabu (auch Silverster). Das verhältnis zwischen Patienten und Pfleger/Helfer sowie den Angestellten war eigentlich ganz gut, solange man die Hilfe angenommen hat und sich an den Regeln gehalten hat.

Auch die anderen Patienten helfen, da Erfahrungen ausgetauscht werden können. Durch Gruppenarbeiten wird das Sozialgefühl gestärkt.

Es ist nicht so das da Krach wegen rumgeschreie oder sonstiges ist.

Du brauchst dir keine Panik machen oder sonstige gedanken darüber machen.

Es ist alsob du auf einer Klassenfahrt gehst (das Beispiel hinkt ein bisschen), den ganzen Tag hast du leute um dich herum, die das selbe Problem haben wie du. Du bekommst ein "Stundenplan" mit Anwendungen, Redestunden (allein und gruppen therapie) dann auch Mal oder Kunststunden, etc. ALso ein "normalen" täglichen Ablauf mit viel sozialen Kontakt.

Abends erhälst du dann ein Bisschen Freizeit.

Warum sollte es dir deinen Eltern gegenüber unangenehm sein?

Hast du schonmal mit deinen Eltern darüber gesprochen? Weiß deine Mutter das, oder dein Vater? Weder du noch deine Eltern sollten sich darüber schämen. Eine Depression kann schneller kommen als man denkt. Zudem können die Ursachen unterschiedlich sein. Von süchten zu schlechten Erfahrungen (schulisch oder mit freunden oder auch mit den Eltern).

Hier brauch man sich nicht schämen! Ich selber empfinde es sehr gut das jemand der selbst erkennt das etwas nicht stimmt hilfe in Anspruch nimmt und versucht etwas zu ändern. Dieser Weg ist sehr lang und manchmal auch hart. Etwas zu unternehmen, obwohl man keine Lust hat und lieber im Bett liegen möchte. Hilfe zu suchen ! SUPER!!! Drei Daumen Hoch für DICH!!

Auch wenn es für dich nicht so erscheint, das Leben kann schön sein. Etwas zu unternehmen und sozialer Kontakt kann schön sein. Bei der Depression wird dieses Bild etwas verwischt. Daher RESPEKT für den MUT etwas zu unternehmen. Du bist auf dem RICHTIGEN WEG!

Wie gesagt: mache dir keine Sorgen, gehe da hin. Danach wirst du einige zeit noch Ambulant mit einem Psychologen sprechen und unterhalten. (meine Lebensgefährtin ist nun 4 Jahre in behandlung) und ich besuche Kurse für Co abhängige bzw. Partnerkurse für leute die Depressive Menschen in der familiären umgebung haben. Auch das empfehle ich deinen Eltern, da die dort lernen was Depression eigentlich ist und so können dir deine Eltern auch helfen.

Ich wünsche dir VIEL Glück und vor allem durchhaltevermögen. ALLES GUTE!

Wow, ich danke dir vielmals für deine lange Antwort! Vielen vielen Dank:)

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Hi! Wie kannst du davon überzeugt sein, dass du dich dort nicht wohlfühlen wirst? Du kannst es nicht. Du befürchtest, dass du dich dort nicht wohlfühlst. Du wirst dich mit jedem Tag ein bisschen besser fühlen, weil du dich dort auch ganz ungeniert mit anderen Leuten unterhalten kannst, die ähnliche Probleme haben, wie du. Der Aufenthalt wird dir guttun, auch wenn es mal Zeiten gibt, wo es ein bisschen langweilig sein wird, an Wochenenden z. B. Aber du hast ja Ausgang und kannst dann mit anderen einen Stadtbummel und dergleichen machen. Aber auch im Haus wirst du verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten vorfinden. So schön wie Urlaub auf Mallorca wird der Aufenthalt natürlich nicht werden. Aber Urlaub und Erholung für deine Seele. Alles Gute!

Brauchst keine Panik haben. Das Personal ist sehr nett. Wirklich. Und normal sind auch die Zimmer recht nett eingerichtet, nicht mit Krankenhausstimmung. Das einzige was da ist das man öfter etwas aufgewühlt ist, den es wird Viel nur Therapeuten und Ärzten über die Probleme geredet und auch die in der Tiefe sind.

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