Was erwartet ihr von einer guten Nachilfelehrerin? (Mathe)

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13 Antworten

du solltest nur schülern nachhilfe geben, gegenüber denen du einen deutlichen wissensvorsprung hast. also z.b. bis 2 klassenstufen unter dir. so wirst du fachlich nur selten in schwierigkeiten kommen.

soltest du mal bei ner aufgabe nicht weiter wissen (das passiert jedem ab und zu mal) , so ist das kein problem, mach dir ne notiz und versuchs zu hause und erklär es dem schüler in der folgestunde.

notenverbesserung beim schüler ist etwas das erst nach einem gewissen zeitraum eintritt, mach dir da keinen druck.

meine tipps aus über 10 jahren nachhilfeerfahrung:

sei geduldig, wenn ein schüler etwas nicht versteht, wenn eine erklärung nicht verstanden wird, nutze eine andere (es gibt immer viele wege zum ziel)

lobe den schüler regelmäßig, wenn er etwas richtig macht, so gibst du dem schüler sicherheit und selbstbewusstsein.

gib zusätzliche hausaufgaben bis zur nächsten stunde, aber schüler dabei nicht unter druck setzen, ich sag immer: "wenn dus zeitlich schaffst, schau dir aufgaben x, y, z mal an"

ermutige den schüler, sich an aufschriebe aus unterricht und andere sachen die er nicht verstanden hat, markierungen anzubringen und dich dann nach erklärung zu fragen.

halte die augen offen nach wissenslücken. wenn schüler etwas nicht kann, liegt es oft an fehlenden kenntnissen aus vorherigen schuljahren. in dem falle aktuelle frage unterbrechen und erstmal grundlagen aufarbeiten.

hast du mit dem schüler alle lücken aufgearbeitet und er hat den aktuellen stoff verstanden, dann greife dem unterricht 1-2 stunden vor, so kann der schüler mündlich punkten.


für dich als nachhilfelehrer gilt:

es ist nicht schlimm, wenn du mal nicht weiter kommst. sag dann, dass du zu der aufgabe grad auch keine idee hast und dir die aufgabe zu hause anschaust und nächstes mal eine lösung mitbringst.

lass den schüler nie merken, wenn du frustriert bist, weil er eine erklärung nicht versteht, bleib locker und biete ihm eine alternative erklärung

bleib locker, mit jeder nachhilfestunde wirst du erfahrungen sammeln und dem schüler so immer besser das wissen vermitteln können. jeder fängt mal an mit nachhilfe. keiner erwartet von anfang an perfekte ergebnisse.

nicht jeder schüler passt zu dir, wenn die chemie nicht stimmt oder der schüler "keinen bock" hat, dann lass es und versuchs mit nem andern schüler.

dhilbert 07.03.2012, 23:45

wichtig ist noch: der schüler sollte merken, dass dir das fach spass macht ;)

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DasTeam 07.03.2012, 23:48
@dhilbert

Danke für die ausführliche Antwort! =) Mathe (vorallem Algebra) macht mir glücklicherweise Spass.

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dhilbert 08.03.2012, 00:14
@DasTeam

dann auf gehts, damit hast du die wichtigste voraussetzung erfüllt, der rest kommt schon mit der zeit :)

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Ich bin Diplom-Mathematikerin und habe jahrelang Mathe-Nachhilfe gegeben, von der 5. Klasse bis zur 13. Klasse (Abiturvorbereitung). Außerdem habe ich an der Uni auch Mathe-Nachhilfe für Wirtschaftsstudenten gegeben. Im Großen und Ganzen habe ich fast allen Schülern helfen können, sich zu verbessern bzw. ihr Ziel zu erreichen (Notenverbesserung, Abitur oder Klausur bestehen).

Meine Erfahrung ist, dass die meisten Nachhilfeschüler Probleme mit Mathe haben, weil:

  • der Lehrer es so erklärt, dass sie es nicht verstehen
  • sie Angst vor Mathe haben (vor allem Schülerinnen)
  • sie sich auch nichts zutrauen (auch vor allem Schülerinnen)

Hier hilft es nach meiner Erfahrung am meisten, wenn man sehr geduldig ist und den Stoff mehrmals erklärt, ohne Druck auf die Schüler auszuüben. Außerdem muss man sehr viel mit den Schülern üben und, ganz wichtig, den Schülern Erfolgserlebnisse verschaffen. Meine Nachhilfeschüler (wiederum meistens die Schülerinnen) äußerten dann ganz oft das Aha-Erlebnis "Mathe ist ja gar nicht so schwer, juhu, ich kann Mathe". Diese Methode funktioniert nach meiner Erfahrung gut bei Schülern, die Verständnisprobleme mit dem Stoff haben, aber ansonsten motiviert sind, sich zu verbessern.

Es gibt aber auch den Typ Nachhilfeschüler, der stinkfaul ist und nur deshalb schlechte Noten in Mathe hat, weil er oder sie (Schüler und Schülerinnen hier gleichermaßen vertreten) zu faul ist. Diese werden oft von ihren Eltern zur Nachhilfe verdonnert und sind dementsprechend meist nicht besonders motiviert. Hier kommt man mit der Geduldsmethode nicht weit, sondern muss auch mal knallhart Druck auf die Schüler ausüben.

Von allen meinen Nachhilfeschülern fielen bis auf einen alle unter eine der beiden Kategorien. Man merkt bei einem neuen Nachhilfeschüler schnell, zu welche der beiden Kategorien er/sie gehört. Oft bekommt man auch vom Lehrer oder den Eltern schon die Information.

Was ich mir von einem Nachhilfelehrer erwarte ist, dass er geduldig ist, nicht gleich herum schreit, wenn man etwas nicht versteht, denn dafür ist ein Nachhilfelehrer doch da, damit er etwas erklärt und es auch öfters wiederholt ohne das ihm die Nerven platzen und er vor Wut in die Luft geht.

Du solltest erstmal am besten nur für untere Stufen (also untere Klassen) Nachhilfe geben. Aber wenn es sogar mit welchen aus deiner Stufe gut geklappt hat, ist es dann bei unteren Stufen einfacher...

Du solltest es dann denen den du Nachhilfe gibst, nicht so schwer machen. Sie sind immerhin paar Klassen unter dir und wenn sie da Nachhilfe brauchen, können sie dann noch weniger verstehen...

Du kannst dann deinen Schülern einfache Lösungswege zeigen...

Du musst sie auch unter Kontrolle bekommen, weil sie dann für ihr Alter zu anstrengend sind...

Habe zwar keine Erfahrung, aber ich hoffe ich konnte dir helfen!

mfg

Hallo!

Ich bin selbst Nachhilfelehrer für Mathematik, Physik und Chemie.

Was würdet ihr von einer guten Nachhilfelehrerin für euer Kind/für euch erwarten?

Ich erwarte von einem Nachhilfelehrer, dass er kompetent ist. Das bedeutet, dass er auch Fragen beantworten kann, die über den Tellerrand hinaus gehen und er sich frei in seinem Stoffgebiet bewegen kann und wohl fühlt.

Was ist, wenn es eine Darstellung ist, die wir nie behandelt haben?

Dann solltest du dich dort entweder schnell reinfuchsen können, oder dem Schüler sagen, dass du dir dort nicht so sicher bist und das bis zum nächsten Mal rausfinden wirst.

Falls ihr selbst Nachhilfe gebt: Habt ihr Tipps oder Erfahrungen für mich?

Ja, du solltest nicht zu wenig für eine Stunde (60Min) verlangen. Ich verlange 15 EUR und wenn ich irgendwo dafür hinfahren muss, kommen 5 EUR Fahrtkostenpauschale dazu. Und die Leute nehmen mein Angebot gern an! Wenn du zu tief stapelst, dann denken die Leute eher: "Ach naja, sogut kann der/die nicht sein..." Außerdem ist man für das Kind in dieser Stunde sowohl Lehrer als auch Psychologe und/oder Pädagoge.

Meine Schüler erzählen mir oft, was sie bedrückt und diese Situationen sind sehr wichtig, weil man da oft auch die Motivation bezüglich des Lernverhaltens ein wenig steuern kann. Ferner findet man heraus, was man tun kann, um das Kind hinter dem Ofen hervor zu locken :)

MFG

mathgeek007 08.03.2012, 01:23

PS: Geduld und Ausdauer wie sie im Buche steht, sind natürlich Voraussetzung!

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Ich bin 15 und habe seit mittlerweile 3 Jahren Nachhilfe. Ich bin mit meiner Lehrerin sehr zufrieden. Mir ist vor allem wichtig, dass sie zuverlässig ist und merkt, wann ich bei einer Sache Probleme habe. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein "Schüler" alles auch wirklich versteht. Wenn ihr dann beispielsweise einen Text behandelt, frag zunächst nach schweren / unbekannten Wörtern und probiere diese zu erklären. Wichtig ist auch, dass du dich immer über den aktuellen Stand informierst. Ich beispielsweise muss die Note jeder Arbeit notieren.

veraeva12 07.03.2012, 23:23

es geht um mathe!

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Das sder Nachilfelehrer die Fähigkeiten und die Schwächen des kindes herausfindet und genau dort ansetzt und sein bestes gibt z.B. wenn mein Kind es nicht verteht, noch andere Wege der erklärung auf Lager hat. Weitere voraussetzung ist, dass er ruhig bleibt! (ich habe zwar keine Kinder, aber das ist das was ich mir selbst wünschen würde :) ).

Wenn das Kind lernt was gerade dran ist, kann es keine schlechte Note bekommen. Den Eltern solltest Du kurz immer bescheid geben, was Du gemacht hast mit dem Kind und das es auch selber etwas tun muss.

Wenn ein Kind die Grundrechenarten und das 1x1 gut kann (das solltest Du immer wieder wiederholen) kann es nicht so schlecht sein in Mathe. Grundschulkinder solltest Du erst mal Nachhilfe geben. Später auch andere dazu nehmen.

Wenn es etwas ist, was Du noch nicht kannst, lernst Du eben selber dazu. Aber wenn Du mit Grundschulkindern anfänst, sollte das nicht vorkommen.

Spielerich lernen die Kinder am besten, es gibt genug Spiele die das erleichtern.

Die Eltern sollten dir sagen, was der Klassenlehrer/in sagt, wo die Schwächen liegen, was noch geübt werden sollte.

Idealerweise sollte der Nachhilfelehrer den Stoff so erklären, dass er auch wirklich verstanden und nicht nur nachgeplappert wird - und zudem noch das Interesse an dem Fach wecken! Es ist erschreckend, wie langweilig und praxisfern der Matheunterricht ist und war, dabei handelt es sich um ein spannendes, interessantes Fach. Dumm nur, dass ich es erst merkte, als ich schon 25 Jahre aus der Schule raus war...

mathgeek007 08.03.2012, 01:23

Dumm nur, dass ich es erst merkte, als ich schon 25 Jahre aus der Schule raus war...

Das ist wirklich bitter... Aber es ist nie zu spät für die Mathematik :)

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Brauchst nciht auf viel zu achten. Wenn du schon deinen Kamaraden Nachhilfe gibst.. Einfach ohne Sorgen hin gehen, und Nachhilfe geben.

versuch es einfach und bleib mal locker.

wenn du fragen nicht beantworten kannst, verschieb sie einfach auf das nächste treffen.

wird schon!

Schau doch einfach mal bei www.tutorwatch.de Da kann man eine kostenlose Ausbildung zum Nachhilfelehrer machen.

Dass sie aus einer 5 eine 3 macht!

DasTeam 07.03.2012, 23:23

hehe dann würde ich hier in der Schweiz gefeuert ;-) Unser Notensystem ist andersrum ( 6 = sehr gut, 1 = sehr schwach)

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DasTeam 07.03.2012, 23:28
@SquallLeonheart

wär schon besser ;-)

Ich liebe diese Verwechslung. Meine halbe Verwandschaft ist Deutsch, als die mein erstes Zeugnis sahen sind sie fast vom Stuhl gefallen xD

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SquallLeonheart 07.03.2012, 23:31
@DasTeam

Wär ich mit einem Zeugnis voller 1er nach Hause gekommen, wäre meine Verwandtschaft auch vom Stuhl gefallen...^^

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