Was erhoffen sich Drogenabhängige von Drogen und wie steht ihr dazu?

3 Antworten

Was du hier thematisierst zeigt, dass die Gesellschaft Abhängige (leider) noch immer für Asoziale hält, die sich ihren Weg ausgesucht haben. Das stimmt aber nur sehr bedingt. Klar, jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er tut oder nicht, aber das geht schnell in die Brüche, wenn man ersteinmal abhängig ist.

Das wird nie jemand verstehen, der nicht selbst einmal von etwas abhängig war. Kein Außenstehender kann verstehen, wie es sich anfühlt.

Sucht ist nichts, was man sich aussucht. Es ist eine Krankheit, eine Krankheit, die jeden treffen kann. Meiner Erfahrung nach wird man aus einem von zwei Gründen süchtig:

1. Man will etwas bestimmtes fühlen, das einem fehlt. Man sehnt sich nach guten Gefühlen, weil es einem daran mangelt. Eine Ladung Koks zum Beispiel hebt den Dopaminspiegel enorm an. Das lässt einen kurzzeitig gut fühlen. Nach einer Zeit verfällt dieses Gefühl und man will es wieder haben. Man nimmt das Suchtmittel also nochmal und nochmal und nochmal. Die Dosen werden mehr und mehr und mehr. Und ehe man sich versieht, ist man in einer Abhängigkeit gefangen, die furchtbar schwer ist, loszuwerden.

2. Man will etwas bestimmtes nicht mehr fühlen. Einsamkeit, Trauer, Wut. All das sind Gefühle, die man nicht gerne fühlt. Drogen und andere Suchtmittel helfen dabei, die Gefühle zu betäuben. Man fühlt nichts mehr und das ist, was man erreichen will. Keinen Schmerz mehr fühlen.

Man kann nun die Frage stellen: Warum nimmt man denn Drogen, wenn man es eigentlich weiß, wie schlimm das ist? Ein Wort: Verzweiflung. Man sieht keinen Ausweg mehr. Das wird ebenso niemand jemals verstehen, der nicht schonmal an der Stelle gestanden hat.

Eine häufige Misskonzeption ist, dass man durch bloßen Konsum süchtig wird. Das stimmt aber nicht. Beispiel: Der Vietnam-Krieg. Ungefähr 20% der amerikanischen Soldaten nutze während des Krieges Unmengen an Heroin. Als sie aber aus dem Krieg zurückgekommen waren, war fast niemand abhängig. Tatsächlich haben 95% der Menschen einfach aufgehört.

Die Konsumtheorie macht also keinen Sinn. Vielmehr hängt Sucht mit der Umgebung und sozialen Verbindungen zusammen. Süchtige haben oft kein soziales Umfeld. Sie sind isoliert und unglücklich. Leute, wie RobertBert, der unten geantwortet hat, tragen maßgeblich dazu bei. Süchtige werden nicht als krank gesehen. Vielmehr sieht die Gesellschaft in ihnen Versager, die es auszugrenzen gilt. Niemand will mit ihnen zu tun haben. Daher haben sie oft nur einander.

Wenn wir endlich anfangen würden, das zu begreifen, dann könnten wir ihnen helfen. Das geht aber in die Köpfe der meisten einfach nicht rein. Sucht ist eine Krankheit. Ein Krebspatient bekommt sofort Unterstützung. Warum gestehen wir die selbe Hilfe nicht auch den Süchtigen zu? Warum ächten wir sie? Warum stoßen wir sie aus? Weil die Gesellschaft manchmal eine Gruppe von selbstsüchtigen Anusen sein kann.

Deine Antwort war bis jetzt die beste ich denke man kann es dann auch nicht verstehen aber zwei Dinge will ich noch sagen 1. viele wollen kein Kontakt aus einem Grund sie würden selbst ihre beste Freundin für Geld beklauen und weil viele Leute Drogen vor Kind wählen es gibt echt Drogenabhängige die in ihrer Schwangerschaft Drogen nehmen 2. Warum bekommen Sie keine Hilfe wie zb krwbpatiienten naja sie haben es sich in erster Linie nicht ausgesucht. Und naja und abhängige wollen sich nicht helfen lassen zumindest die meisten aber ich verstehe dein Standpunkt und das hat mir auch schon etwas klargemacht warum und wieso

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@nekobaka

Und ich möchte dir widersprechen: Auch ein Süchtiger hat sich seine Sucht nicht "ausgesucht". Und selbst wenn: Einem Raucher, der Lungenkrebs bekommt, wird auch geholfen. Einem Fettleibigen, der Beschwerden bekommt, wird auch geholfen. Jemanden, der sich selbst töten wollte, wird geholfen. Warum nicht auch dem Süchtigen? Das ist einfach nicht gerecht.

Auch klingt in deiner Antwort immer wieder durch, dass Süchtige Menschen unterster Schublade seien. Die Kausalkette zu verdrehen ist falsch: Süchtige haben keine Kontakte und werden süchtig. Dann geht das immer weiter, es ist ein Teufelskreis. Auch wählen Süchtige nur dann das Suchtmittel vor allem anderen, weil sie süchtig sind. Wie stark eine Sucht tatsächlich auf einen wirken kann, versteht niemand, der es nicht selbst erlebt hat. Da ist man nicht mehr man selbst. Es ist, als würde eine zweite Persönlichkeit übernehmen.

Und zudem, dass sie sich nicht helfen lassen wollen: Warum ist das so? Ganz einfach: Weil man sie nicht ernstnimmt und ihnen nicht helfen will. Wenn man sagt man sei süchtig, dann wird einem mit Spott, Verachtung und Ausgrenzung begegnet. Nicht mit Verständnis, Mitgefühl und Nächstenliebe. Und das ist der Knackpunkt. Süchtige werden verachtet. Darum wollen sie sich nicht öffnen. Die Gesellschaft muss endlich verstehen, dass Süchtige krank sind und Hilfe verdienen.

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Ich denke, dass viele Mensch wegen psychischen Problemen (z.B. psychische, körperliche und sexuelle Misshandlung oder auch psychische Störungen) anfangen Drogen zu nehmen um nicht daran denken zu müssen oder als eine Art Selbstmedikation. 

Nichts davon rechtfertigt den Konsum von Drogen.

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@RobertBert

Es geht nicht um Rechtfertigung sondern um Erklärung. Ich finde Drogen auch nicht gut. Aber manche Menschen haben halt einen sehr großen inneren Leidensdruck und wissen für sich selbst keine Alternative.

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Ja abee man hört doch so häufig das Drogen keine Lösung sind und wie viele Leutw ihr Leben damit zerstört haben und wie schmerzhaft ein Entzug ist. deswegen verstehe ich es einfach nicht :/

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@nekobaka

Drogen sind auch keine Lösung. Das heißt ja aber nicht, dass niemand sie benutzt, um sich kurzfristig von Problemen zu „befreien“.

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abwr was ist das für eine alternative Drogen ganz ehrlich jetzt ich verstehe schin alleine nicht wie man das als alternative sieht bin überfordert, ich kann es einfach nicht nachvollziehen

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@nekobaka

tja, da kann ich dann auch nichts machen, wenn es dir so schwer fällt das nachzuvollziehen

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@RobertBert

Ich habe nicht gesagt, das es keine Alternativen GÄBE, sondern dass diese Menschen in ihrem Zustand und mit ihrem sozialen Umfeld keine Alternative für sich SEHEN. 

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@Grundula

Sicherlich sehen Sie auch andere Alternativen, Sie können mir nicht erzählen, dass ein denkender Mensch der sich in einer schwierigen Lage befindet, nicht mehrere Auswege parat hat.

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@RobertBert

Dafür müssten diese Menschen erst mal in der Lage dazu sein ihr Problem zu reflektieren und und sich dann eine Problemstrategie überlegen. Ein seelisch schwer geschädigter Jugendlicher, möglicherweise mit einem menschlich schwierigem Elternhaus, schafft das nicht immer. Was ist daran so schwer zu verstehen? 

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@Grundula

Nichts ist daran schwer zu verstehen, dennoch sind die Gedanken eines Menschen nicht einseitig, sondern vielfältig und deshalb ist es für mich schwer glaubhaft, dass ein Mensch nicht auf einen anderen Gedanken kommt, sei es Selbstmord.

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Drogenabhängige erhoffen sich von Drogen, dass ihre Abhängigkeit gestillt wird.

Aber es scheint so, als würdest du denken, dass kein normaler Drogenkonsum möglich wäre (welchen nebenbei der Großteil der Drogenkonsumenten praktiziert. Also Zigaretten ausgeschlossen, der Großteil der Raucher ist süchtig. Ich meinte jetzt eher die illegalen Drogen).

LG

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