was eignet sich besser zum entsäuern von Ascorbinsäure: (Calcium/Magensium)-citrat oder carbonat

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7 Antworten

Das ist eine Frage, welche Du mit dem behandelnden Arzt sowie ev. mit dem Zahnarzt Deiner Tochter klären solltest.

Aus chemisch/pharmazeutischer Sicht spricht nichts dagegen, die Ascorbinsäure mit Calcium- oder Magnesiumcarbonat, besser noch einer Mischung daraus, umzusetzen, sofern alle Ausgangsstoffe pharmazeutische Qualität haben. Falls Du dies nicht selbst machen willst frag den Apotheker danach. Die entstehenden Salze der Ascorbinsäure werden dann durch die Magensäure in freie Ascorbinsäure sowie summarisch Calcium- und Magnesiumchlorid umgesetzt. Wenn Du die Umsetzung zum Ascorbat außerhalb des Körpers vornimmst entstehen keine Blähungen; diese beruhen auf der Kohlendioxidfreisetzung aus Carbonaten, welche dann ja außerhalb des Körpers erfolgt.

Mit Citraten kommst Du nicht weiter, da die pKs von Zitronen- und Ascorbinsäure ziemlich dicht beieinander liegen. Auf Deutsch: Du tauschst maximal die Ätzwirkung von Ascorbinsäure gegen eine gleiche von Zitronensäure.

Fructose ist dabei nicht im Spiel, egal auf welchem Weg, aber auch dies besprichst Du besser mit dem behandelnden Arzt.

Deiner Tochter wünsche ich gute Besserung.

Ich denke am Besten probiert man einfach aus was dem Mädel am zuträglichsten ist (ist ja meistens schon recht individuell...).

Ich habe meinen Kindern Ca/Mg Brausetabletten zusammen mit Ascorbinsäure gegeben und die Lösung mit etwas Haushaltsnatron neutralisiert.

Mit Ca/Mg Carbonat aus der Apotheke kann man das VitC auch gut neutralisieren, aber bei den normalen Ca/MgCarbonatmengen für den erhöhten Bedarf ist man schon weit im Überschuss und hat dann eher das Problem mit Co2 Bildung im Magen. (3g Ascorbinsäure ~ 17mval; ein typischer, eher niedriger Dosisvorschlag für Ca und Mg liegt bei 680mg bzw 413 mg was ~43mval entspricht).

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Vielen Dank. Damit sind genau die Fragen beantwortet, die ich gestellt hatte!

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So eine Antwort hatte ich mir gewünscht! Damit weiß ich, was ich wissen wollte. Vielen Dank.

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Danke

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  • Überschüssige Ascorbinsäure wird unverändert und zügig ausgeschieden. Die Aufforderung, täglich 3 g einzunehmen, kann nicht von einem seriösen Mediziner stammen, sondenr mutmaßlich von einem Scharlatan. War das wirklich ein Arzt?!

  • Wie Ascorbinsäure gegen Allergien wirken soll, ist mir schleierhaft. Das klingt alles extrem unwissenschaftlich. Hoffentlich geht sie da keinem Spinner auf den Leim.

  • Ascorbinsäure muss nicht abgepuffert werden. Da man sie ja in diesen mengen ohnehin nur aufgelöst in Wasser (Saft) zu sich nehmen kann, leiden die Zähne nicht, wenn man danach einfach Wasser trinkt. Bloß keine künstlichen Probleme, die gar keine sind, erzeugen.

  • So große Mengen Calcium, Magnesium oder gar Kalium zu sich zu nehmen, die ernsthaft die Ascorbinsäure abpuffern könnten, ist gefährlich. Kalium besonders (Überdosierung: Herz), aber auch Ca und Mg sollten nicht mehr als empfohlene Höchstmengen eingenommen werden.

  • Die beste Art ist, Ascorbinsäure mit ausreichend Wasser einzunehmen, so dass durch die Verdünnung weder der Magen noch irgendwas anderes leidet. Viel trinken ist ohnehin notwendig, damit der Körper die überschüssige Ascorbinsäure problemlos ausscheiden kann und die Nieren nicht leiden.

  • Nochmal: 3 g ist Quatsch. Klingt nach Quacksalber.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht hast Du weitgehend recht, nur daß die perorale Aufnahme von Alkalien (von denen war im OP keine Rede, bei K ohne gleichzeitig Na sähe es anders aus) oder Erdalkalien in diesen geringen Mengen eine Gefahr darstellt ist Quatsch.

Wichtig ist mir, daß die Patientin von einem seriösen Arzt behandelt wird. Und wenn der 3 Gramm Vitamin C sagt wird er seine Gründe haben, auch wenn wir diese nicht kennen.

Ich hatte, als ich krank war, auch das helfende Medikament von einer Fachärztin (Rheumatologin) verodnet bekommen, welche mich sah und meinte: "Bei mir sind sie falsch. Sie haben kein Rheuma." Die Ausschlußdiagnose war korrekt, das verordnete Medikament half.

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Ich persönlich gebe euch ja recht, wahrscheinlich ist es wirklich Quatsch so viel Ascorbinsäure zu schlucken. Ich gebe aber zu bedenken, dass Linus Pauling genau diese Aussage vertrat. Vielleicht war er da ja schon senil, aber der Mann hat vorher immerhin zwei Nobelpreise bekommen.

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@Beaker01

In der Medizin gilt: Wer heilt, der hat recht. Wowereit.

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@cg1967

"Wer heilt hat recht" ist aber eher ein Totschlagargument aus der Esoterikerecke und beinhaltet viel zu viele Annahmen.

http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Werheilthat_Recht

Pauling hat übrigens weit höhere Vit C-Mengen zu sich genommen. Seine Orthomolekularjünger sind seitdem schon wieder davon abgekommen, aber die grundlegende Spinnerei ist natürlich geblieben.

Gutes Beispiel dafür, dass auch die besten Wissenschaftler nicht frei von Wunschdenken sind....

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@PeterJohann

Der Link ist sehr interessant, danke. Aber "Wer heilt hat recht" ist nicht nur ein Totschlagargument, auch wenn es von Spinnern benutzt wird. Wenn ein seriöser Arzt z. B. ein Medikament ohne gesicherte Diagnose einsetzt (ev. sogar off label) und dieses Medikament Symptome verschwinden läßt, welche beim Absetzen wieder auftreten, dann mag es im Sinn der Definition nicht heilen, aber es hilft. Vielleicht sollte ich da besser sagen: Wer hilft hat recht.

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Die Puffergeschichte wurde ja schon adressiert, aber, nur aus Neugier, womit rechtfertigt der Arzt den Vit C Gaben bei Allergien?

Ich kenne es nur als Hausmittel bei beginnenden Harnwegsinfekten (oder als Prophylaxe)...

Das sollte eigentlich der Arzt sagen. Es gibt Kalciumascorbat, also die neutralisierte Form von Ascorbinsäure. Das wäre für mich aus Sicht des Chemikers die beste Möglichkeit, Vitamin C ohne seine Säurewirkung zu sich zu nehmen. Vielleicht erkundigst du dich mal darüber. Ansonsten wäre das Kalciumkarbonat wohl vorzuziehen, führt allerdings zur Bildung von CO₂. Ob das zu Beschwerden führt, müsste man ausprobieren.

Vorsicht: So hohe Mengen Kalium können gefährlich sein. K-Ascrobat im empfohlenen Tagesdosisbereich von wenigen Hundert Milligram ist kein Problem, aber K-Ascrobat im Äquivalent von 3 g Ascorbinsäure ist gefährlich!

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@Kajjo

hier war von kalzium und nicht kalium die rede, die menge ist unkritisch, aber unnötig. angst vor überladung mit kalium trifft hier nicht zu.

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Calciumascorbat gibt es auch in Tablettenform in der Apotheke. Z.B. 300mg von Warnke, ob es höherdosierte Tabletten gibt weiss ich nicht. Ist natürlich auch eine Preisfrage (obwohl das Zeug schon recht billig geworden ist).

Man muss dann natürlich die zusätzlichen Ca/Mg Mengen wieder etwas austarieren. Allerdings sollte ein Apotheker das auch ohne Weiteres hinkriegen.

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@PeterJohann

Ja, in Tablettenform kenne ich es. Zum Puffern der Ascorbinsäure, welche ich in Pulverform vorliegen habe sind Tabletten aber eher ungeeignet da ich die Ascorbinsäure bereits außerhalb des Körpers puffern möchte indem ich diese mit dem Calcium und dem Magnesium in Wasser auflöse. Sonst findet dieser Prozess im Körper statt und das entstehende CO² könnte zu Problemen führen.Das richtige Verhältnis Ca:Mg. werde ich dabei beachten.

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Die Einnahme von Vitamin C, Calcium oder Magnesium hat bei Allergien keinerlei wissenschaftlich begründeten Nutzen. Wer das behauptet, sollte sich dringend mit international gültigen Therapiestandards und Richtlinien (Guidelines) für die Behandlung von allergischen Erkrankungen vertraut machen. Deshalb brauchen Sie sich über "Pufferung" oder über die Auswahl des richtigen Calcium/Magnesiumpräparats auch gar nicht erst den Kopf zu zerbrechen, sondern sollten sich einen kompetenten Allergologen suchen.

Warum hat dann die Krankenkasse die hochdosierte intravenöse Vitamin C Behandlung im letzten Jahr in einer Klinik gezahlt, in der sie wegen der Allergie war? Und warum haben die geholfen?

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Irgend jemand hat doch wohl festgestellt, dass deine Tochter entsäuert werden soll - oder?

also :

basische Ernährung und ggf. Königsdorfer Tabletten als Ergänzung.

Aber einer muss die Verantwortung dafür übernehmen!

Deswegen gebe ich nur eine Empfehlung - nicht mehr!

nicht meine Tochter soll entsäuert werden sondern die Ascorbinsäure ;-)

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ascorbinsäure - ob als säure oder als salz - sind nicht geeignet zur allergiebehandlung. sie ist geeignet als antioxidativum, aber diese anwendung hat bei allergien keinen platz. geh zu einem ernst zu nehmenden allergologen, um etwas zur wirksamen allergiebehandlung zu erfahren!

das war gar nicht meine Frage!

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