Was denkt ihr würde mit der SPD passieren, wenn es für Schwarz-Gelb reichen würde?

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4 Antworten

Die SPD stünde in einer ähnlichen Situation wie 2009 und damals hat mal so gut wie alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.

Das einzige was die SPD (selbst wenn es für SG nicht reicht) noch vor der Zerquetschung zwischen der CDU und der Linken retten kann, ist eine totale Neuaufstellung der Parteispitze mit jungen, frischen Gesichtern. Wenn man das Spiel weiterspielt, dass immer das momentan beliebteste Gesicht, aus der Spitze neuer Vorsitzender wird, ist die SPD in wenigen Jahren am Ende. Die CDU steht mittlerweile in der Mitte und kann durch die CSU noch tief in die konservative Wählerschicht eindringen. Die Linken sind für viele mittlerweile die Partei der kleinen Leute und die SPD steht dazwischen. In Richtung mitte kann sie nicht, denn da steht Merkels CDU felsenfest, noch weiter nach links geht erst recht nicht, denn dann verliert man 1. die letzten verbliebenen sozialdemokratischen Wähler und ist 2. nur noch eine Doublette der Linken.

nach links kann sie, wenn sie sich ernsthaft von der Agenda 2010 differenziert. Als Schulz ansatzweise(ohne ansatzweise genau zu werden) andeutete diese Agenda 2010 teilweise korrigieren zu wollen, sprangen die Umfragewerte der SPD in die Decke(Soviel zu "Wahlen werden in der Mitte gewonnen")

Aber vor der Agenda, kamen da nicht auch immer die selben von der Parteispitze nach oben(z.B. Lafontaine, Schmidt, Scharping, Vogel), was dem Charackter der SPD nicht geschadet hat...

Jeder der aber die SPD kennt, sollte wissen, dass die ihre Vorsitzenden auch "abservieren" kann(z.B. Scharping, Müntefering etc.)

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@user6471

Ja, alles richtig, aber sich glaubhaft von der Agenda 2010 zu differenzieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit, vor allem weil sie die Partei noch zwei weitere Legislaturperioden unter Merkel ohne Mucken weitergeragen hat. Selbst wenn das gelingen sollte, wäre man dann inhaltlich auf einer Linie mit den Linken und unter Kleinverdienern ist die Linke glaube ich mittlerweile DIE linke Partei. Neues Vertrauen in der alten Stammwählerschaft aufzubauen dürfte wahnsinnig schwer sein.

...und was ich sagen wollte, ist, dass es mittlerweile eben nicht mehr funktioniert, die Kanditaten aus einem Pool von bekannten Gesichtern zu fischen. Es haben doch alle probiert: Die Stones sind beide krachend gescheitert, Gabriel stand so schelcht da, dass er es sich nichtmal getraut hat und Schulz wird ein ebenso schlechtes Ergebnis einfahren.

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@JonasF55

Aber sonst hat die GROKO der Partei gut getan(1966-1969)

Liegt es nur an der Agenda 2010, dass die SPD nicht einmal glaubhaft in einer GROKO gehen kann..

Und würde sie ohne die AGENDA sich auch mit den Linken trauen oder gebe es die nicht mal?

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@JonasF55

Denkst du es gebe eine Hoffnung bzw. es wäre auf Druck der Partei möglich, dass die gesamte Führung gereinigt wird und evtl sogar Abstimmung über Vorsitzenden gibt(Vgl 1994)


Damals 2008 wurde ja auch gerne intigriert(Beck gegen Müntefering Leute) , nicht wie heute.

Heute ist das nicht mehr so, also kann es sogar auch sein, dass es nicht wie 2009 ablaufen muss.

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@user6471

Ich habe immer das Gefühl, dass die Führung der SPD sehr mächtig ist und sich (besonders nach 2009!) sehr gut abgesichert hat. Ob eine "Absetzung" funktioniert, man weiß es nicht, vielleicht... . Ich denke im Moment, sie werden es mit Scholz probieren und der nötigen, totalen Veränderung aus dem Weg gehen.

Die GroKo '66 - '69 ist nicht mit den GroKos Merkel I und Merkel III zu vergleichen, da 40 Jahre dazwischen liegen und die Ausgangslage eine andere war. Ob sich die Linke ohne die Agenda 2010 geben würde weiß ich nicht, auf jeden Fall wäre sie nicht so etabliert (weit über 20% in den neuen Bundesländern). Die Groko 2005 hat der Linken auf jeden Fall geholfen, weil sich SPD in einer GroKo von der CDU nicht absetzen kann und so das Zeichen "agenda war gut!" ausgesendet hat.

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@JonasF55

Eher das Gegenteil ist der Fall: Die alte Führung(rechter Flügel der Führung) hat sich vor und nach 2009 abgesichert.

Steinmeier wollte Fraktionsvorsitzender werden , um Parteivorsitzender zu werden.....

Scholz will nicht, er wollte schon 2016 nicht, als Gabriel ihn schon dazu nötigen  bzw. es verkünden wollte xD

2009 waren auch die Hintergründe andere: Putsch gegen Beck,

linker Flügel konnte man als Sündenbock für die Wahlschlappe verantwortlich machen(Ypsilanti, Becks Wendehals und schwache Haltung)

War auch kurz nach Agenda, da war denen noch nicht soo wie heute deutlich klar, was sie eigentlich angerichtet haben(obwohl die Folgen spürbar waren)

Schulz hat Erwartungen entäuscht und gleichzeitig dadurch einen kochenden Kessel entfacht(auch zu seiner Behauptung: "Ich werde auch bei Wahlniederlage weiter kandidieren)

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Ich finde das gar nicht so schlecht - auch nicht für die SPD. Denn dann würde sie sich in einer starken Opposition wiederfinden und eine gute Rolle spielen können.

Diese ewige Hochzeit mit der CDU (in den letzten 3 Legislaturperioden 2 Mal !) bringt doch nur Stillstand und kann es für die SPD doch auch nicht sein.

Ich frage ja nur, weil ja dieses Jahr der nächste reguläre Parteitag stattfindet(letzter war 2015)... Da wird über Parteiführer abgestimmt bzw. ob der die Mehrheit bekommt....

Und nach einer herben Niederlage wird doch die SPD-Basis die Führungsspitze säubern, wenn das Ergebnis das schlechteste aller Zeiten wird...

Diese hat sogar schon bei viel besseren Ergebnissen ihre Parteifürher abgewählt xD

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@user6471

Das ist ja das Problem, 2009 war schon ein Desaster, aber so viel hat man an der Parteispitze nicht geändert, Steinmeier ist immer noch sehr einflussreich (jetzt weniger als Präsident), Hubertus Heil ist wieder Generalsekretär, Martin Schulz ist auch schon seit 1999 Mitglied des Parteivorstandes und mit Gabriel, Zypries und Hendricks sind viele Ministerposten mit Leuten besetzt, die schon vor 2009 keine ganz unwichtigen Leute in der SPD waren. Die Partei ist so vertrottelt, dass sie sich selbst überflüssig machen, was sehr schade wäre, angesichts der großen und langen Geschichte dieser Partei!

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@JonasF55

Moment, eben weil jetzt alle Agenda-Schurken in Stellung gebracht werden, werden sie beim nächsten totalen und erneuten scheitern die Quittung vom Parteitag bekommen...

Man konnte ja damals sogar den linken Flügel die Schuld geben,da dieser damals noch ein wesentlicher Teil der Führungsschicht war(Ypsilanti,evtl Beck, Wowereit).....

Aber diesmal, wenn die SPD unter 20% kommt , dann wird der letzter Parteitag-Deligierter merken, dass das wegen der Agenda war... zumal erst Schulz beim Erwecken der Hoffnungen und Korrekturen der Agenda die Umfragen in Rekordhöhe gedrückt hat...

Und man dann nicht mehr wie 2009 behaupten kann, die Agenda 2010 wäre richtig, da Schulz sich erst sogar davon teilweise differenziert hat....

Dazu kommt der Aufstieg der sehr linken Labour Party, von der viele SPD Rechte(Ypsilantis Nachfolger)Gümbel sagte, dass die verschwinden bzw sich auflösen werden....(stattdessen bestes Ergebnis seit 2001!!!)

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es wird nichts neues geschähen, denn die fdp die alte leistimmenpartei würde wieder zur alte blüte erscheinen?

es wird wieder fliegende teppiche geben bei minister die dann zur rüstungslobbyisten weiter gereicht werden?

solange die spd noch schröder nahe stehen werden die gewerkschaftler es sehr schwer haben die zu wählen?

dann bleibt nicht mehr viel übrig?

wichtig ist dass man wählen geht denn sonst freut sich die fdp ? wenn alle ex nicht wähler wählen gehen würden es die fdp wohl kaum schaffen?

ich meine , ob nach der Wahl, wenn die SPD unter 20 % kommt und in die Opposition geht, ob der SPD Parteitag die Führung säubern und sich von Schröders Agenda differenzieren könnte...

Wäre nicht das erste mal , dass die SPD Basis kurzen Prozess macht mit der Führung( und da waren die Ergebnisse aber deutlich besser)

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@user6471

dies machen alle parteien? oder wo sind die köpfe die am stuhl sägen könnten bei der kanzlerin?

jede partei hat seine ar? ob eine grössere abstand zum schröder kommen wird gaube ich nicht mehr? denn wieviel sind aus dieser partei ausgetreten wegen schröder? und das ließ diese auch kalt?

nein man wird sehen ob es weiter volksparteien gibt?

das volk ändert sich und die parteien landschaft auch?

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@robi187

Wenn du Merkel mit Ar der CDU meinst...

Die konnte doch nur durch Schröder kommen und die neue Mitte, die er künstlich gezeugt hat zu besetzen

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@user6471

im jetzt und hier tägt aber die merkel verantwortung und nicht schröder der ausgedient hat?

aber wie schröder keinen aphe mensch in der nähe wollte, so macht es auch die cdu? oder wo sind die rechts außen in der cdu?

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@robi187

Für den Zustand der SPD, wie es überhaupt so kommen konnte, ist der Genosse der Bosse verantworltich

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Vermutlich wird man dann nach dem Parteitag auf die Frage "Was macht Martin Schulz" als Antwort hören "Martin wer?"

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