Was denkt ihr, wie viel Geld braucht eine Person, um sich gesund zu ernähren?


07.09.2020, 00:54

Pro Woche*


07.09.2020, 01:01

In Deutschland :)

Das Ergebnis basiert auf 201 Abstimmungen

Mehr als 70 45%
Ab 40-50 17%
Ab 30-40 13%
Ab 25-30 9%
Ab 20-25 6%
50-60 6%
60-70 3%

55 Antworten

Ich kann jetzt nur von MIR sprechen, aber ICH brauche für meine Ernährung nur maximal 20-25 EUR in der Woche und ja ich ernähre mich gesund ;) Zu trinken gibs nur Wasser, Tee und Kaffee (letzteres mit nem halben Teelöffel zucker maximal, Tee generell ungesüßt). Ab und an mal etwas Zitrone oder Orange ins Wasser aber das eher selten. Gemüse kaufe ich sehr günstig direkt beim bauern (hole da viel die B-Ware und zahle da nur 50cent pro Kilo egal für welches Gemüse oder hole dort auch mal Dinge im Angebot z.b. kg rote Beete für 19cent, Salatköpfe für 9cent usw), Obst genauso (oder als TK-Ware). Ansonsten noch Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, Nüsse, Samen/Saaten, Tofu (am liebsten frischen ausm Asialaden), Algen/Sprossen (letztere teils selbst gezogen) usw..... Meist dann auch eher die Eigenmarken oder MHD-Ware.

Fertiggerichte gibs hier gar nicht und ich mache vieles selbst (Außer Käse, ggf. Joghurt/Quark/Schmand wenn ich ihn brauche und Nudeln die kaufe ich fertig. Und ggf. das ein oder andere Ersatzprodukt WENN es wirklich schnell gehen muss aber das ist sehr selten). Z.b. backe ich mein Brot selbst, genauso wie Kuchen/Muffins/Waffeln selbst gebacken werden (ohne Zucker). Teig für Bratlinge oder auch mal für Pizza/Flammkuchen mache ich selbst. Auch Aufstriche, Gemüsebrühepaste, Pesto, Soßen usw mache ich selbst. Allgemein wird hier (bis auf seeeeehr wenige Ausnahmen) täglich frisch gekocht. So weiß ich was drinnen ist und da ich auch sehr viel Gemüse täglich zu mir nehme denke ich das ich schon sehr gesund lebe.

Koche eben auch immer sehr abwechslungsreich sodass keine Langeweile aufkommt. Hauptbestandteil jeder Mahlzeit ist aber Gemüse, wozu sich dann noch Hülsenfrüchte und entweder Kartoffeln oder Nudeln/Reis/Couscous/Bulgur/o.ä. gesellen. Koche allgemein auch Fettarm und lasse dazu auch normalen Haushaltszucker weg (außer in meinem Kaffee, wobei ich da gerade dabei bin mir den zucker dort abzugewöhnen). Da ich eben auch auf die Preise achte komme ich mit wenig Geld gut hin (auch wenn ich jetzt mehr hätte, aber wozu ausgeben wenn ich weiß es geht auch mit weniger?)

25 EUR pro Woche, also 3,60 EUR pro Tag für 3 Mahlzeiten? 😲

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@Ceeesy759

Jap denn mehr hatte ich die letzten 9 Jahre nicht und habe gelernt damit hin zu kommen incl Lebensmittel, Getränke, hygienezeug und Putzmittel (wobei die letzten 3 Punkte nicht jede Woche oder jeden Monat auf dem Plan stehen zum neu kaufen). Das geht eben aber auch nur weil ich frisch koche und ALLES was möglich ist in der Küche verarbeite und selbst herstelle anstatt es fertig zu kaufen

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@Ceeesy759

Na bei B-Ware, ist das schon machbar...müsste ich auch mal ausprobieren... ;-) Dann könnte ich genaueres sagen.

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Ich find deine Einstellung toll! Wie oft gehst du essen? (nur aus Interesse)

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@motte30

Nicht sehr oft. In der Regel 1-3x im Jahr wobei ich dieses jahr schon 3x essen war und wohl noch 2x essen gehen werde. Sowas ist bei mir aber die absolute Ausnahme.

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"u trinken gibs nur Wasser, Tee und Kaffee (letzteres mit nem halben Teelöffel zucker maximal, Tee generell ungesüßt). "

Mal so als hinweis, in Zucker steckt aber echt kein Geld. 1kg Zucker kostet 75cent. Selbst wenn du dir in jede Tasse Kaffe 100g Zucker packst (was echt widerlich wäre) wirst du davon nicht wirklich ärmer.

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@Kaen011

Ich mache das ja nicht um zu sparen sondern weil ich an sich auf Haushaltszucker verzichte (vertrage ich von der Haut her nämlich nicht). Nur im Kaffee klappt das nicht weil er mir pur "noch" zu bitter ist. Deswegen kommt da eben nen halber Teelöffel pro Tasse rein damit er mir schmeckt. Hatte die 6 Jahre bevor ich angefangen habe Kaffee zu trinken (was erst vor nem Jahr der Fall war) gar keinen Haushaltszucker mehr im Haus und den dann erst wieder gekauft eben für den Kaffee.

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Koche eben auch immer sehr abwechslungsreich sodass keine Langeweile aufkommt.

Wenn du viel kochst, musst du aber auch den Strom mit einberechnen und Wasser und Spülmittel für die Reinigung der Töpfe. Ehrlich gesagt, glaube ich von deinem Text maximal die Hälfte.

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@ThorGruenwald

Strom, Wasser, Spülmittel kostet mich kaum etwas. Spülmittel hole ich alle 3 Monate mal ne Fläche für 60cent und im selben Zeitraum 1 Packung Spülmaschinentabs für 3 Euro... heißt nicht mal 1 Euro pro Monat und pro Tag weniger als 2cent. Strom ist auch nicht so viel und habe bis jetzt jedes Jahr noch was zurück bekommen (immer um die 70-120 euro). Wasser brauche ich zum kochen und trinken max 2-4 Liter am Tag das sind auch nur wenige Cent wenn man das mit rechnen würde. Zum spülen brauche ich auch nicht viel mehr.

Abgesehen davon das Strom, Wasser, Spülmittel auch bezahlt werden müsste wenn ich nur fertigzeug kaufen würde.

Gekocht wird hier übrigens 1x am Tag und nicht öfters.

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@ThorGruenwald

Hat mit Lebenskünstler nix zu tun. Wenn man aber sehr lange am Existenzminimum gelebt hat und jahrelang gucken musste das das geld reicht bis ende vom Monat lernt man damit zu leben. Kenne Leute die geben noch weniger aus als ich pro Woche/Monat. habe aber auch vieles von meiner Mutter schon als Kind gelernt (z.b. auf Angebote zu achten, eher No-Name anstelle von Markenprodukten, alles verarbeiten was in der Küche anfällt usw) und konnte daher auf dem vorhanenden Wissen noch aufbauen. Jetzt könnte ich wenn ich wollen würde das doppelte bis dreifache im Monat ausgeben, aber wozu? Ich weiß durch jahrelange Erfahrung das ich nicht mehr brauche, also gebe ich jetzt wo ich es könnte auch nicht mehr aus. Lege das geld lieber beiseite und fahre davon dann mal meine beste Freundin besuchen oder gönne mir mal wieder nen Kino Abend mit Freunden o.ä. (das war früher nämlich einfach nicht drinnen).

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Ab 20-25

Einfache Grundnahrungsmittel wie Haferflocken, Vollkorn(toast)brot, - nudeln (80 Cent für 500 g-Packung der Bio-Sorte), Tiefkühlgemüse (1,50€ pro Kilo), Möhren, etc. sind spott-günstig, sodass man locker mit 3 € am Tag damit auskommen kann. Natürlich kann man damit nicht außerorts essen und kann nicht alles Bio sein, aber das sei einem bei geringeren Einkommen nicht verübelt. Fleisch ist im Vergleich zu den anderen Grundnahrungsmitteln teuer, sodass man besser auf Milchprodukte als Eiweißquelle ausweicht (Quark kostet um die 80 Cent pro 500 g). Leitungswasser ist praktisch kostenlos.

Grob gerechnet, gab ich täglich für eine Weile 1,30€ für Obst und Gemüse, 0,50€ für Milchprodukte, 0,50€ für Getreideprodukte, 0,30€ für ein Bio-Ei und 0,40€ für diverse andere Dinge wie Zwiebeln, Öl, Leinsamen, Dosentomaten, Gewürze je nach Gericht aus.

Wenn man es noch genauer sehen möchte, müsste man eigentlich Stromkosten für die Zubereitung einrechnen, aber das wäre zu kompliziert und ausschweifend.

Wer einen Garten hat, in dem er Obst und Gemüse anbaut, braucht erheblich weniger Geld als jemand, der diese Möglichkeit nicht hat. Wer ständig schwer arbeitet, braucht für seine Ernährung deutlich mehr Geld als jemand, der sich kaum bewegt. Wer sehr groß und kräftig ist, braucht ebenfalls mehr als jemand, der sehr klein und sehr schlank ist. Dann kommen oft noch Unterschiede bei bestimmten Unverträglichkeiten hinzu oder auch Preisunterschiede, je nachdem, ob ein günstiger Einkauf in zumutbar erreichbarer Nähe liegt oder nicht.

Die Spannbreite ist da sehr breit und individuell verschieden. Eine Pauschalierung der Höhe des notwendigen Geldes halte ich für weitgehend unsinnig. Ich meine, jeder Mensch braucht eine gesunde Ernährung, und dem Rechnung tragend dann auch das jeweilige Geld, um es sich leisten zu können. Warenkorbberechnungen wie bei HartzIV sichern meiner Ansicht nach bestenfalls das ständige Nichtgesundsein, und auch sehr kostspielige Qualitätsmanie ist nicht in jedem Fall gesundheitsfördernd.

Ich selbst komme mit ca. 180 €/Monat für meine Ernährung aus, wogegen meine Frau aufgrund anderer Gegebenheit grob geschätzt mit ca. 130 €/Monat auskommt. Auch da wird bereits deutlich erkennbar, daß diverse unterschiedliche weitere Faktoren eine erhebliche Rolle spielen.

Zitat: "Wer einen Garten hat, in dem er Obst und Gemüse anbaut, braucht erheblich weniger Geld als jemand, der diese Möglichkeit nicht hat."

Baust du selber im Garten Gemüse an?
Meiner Meinung nach ist das ein ziemlich teures Hobby.

Ich habe dieses Jahr erstmalig Tomaten selbst gezogen, das hat mich ca. 80 Euro und viele Stunden Zeitaufwand für die 18 Tomatenpflanzen gekostet, Erntezeit nur ca. 2 Monate, Gesamternte ungefähr 2 kg Tomaten. Vielleicht kommt bis zum ersten Frost noch ein halbes Kilo hinzu, ein paar Blüten sind da noch. Also geschätzt ca. 30 Euro pro Kilo Tomaten.
(Was ein Gewächshaus oder Hochbeete kosten, davon will ich gar nichts schreiben.)

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@Corinna2015

Vieles läßt sich problemlos erzeugen, und man muß nicht unbedingt genau das haben, was besonders teuer ist. Ein paar Bäume und Sträucher, ein paar Pflanzen auswachsen lassen, um den Samen für das nächste Jahr aufzubewahren, und schon geht es sehr kostensparend. Lediglich einiger Arbeitsaufwand ist notwendig, was man aber ebenfalls positiv sehen kann, weil dann unsinnige Dinge wie Fitneßstudio u. ä. mangels Bedarf gar nicht erst in den Sinn kommen.

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@Dxmklvw

Baust du selbst Gemüse an? Machst du die Gartenarbeit selbst?
Fünf Stunden im Garten hocken und Giersch aus dem Rasen holen ist kein Ersatz für Sport "und so unsinnige Dinge wie ein Fitneßstudio", finde ich.

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@Corinna2015

Das ist sowohl Ansichtssache als auch eine Sache des Verstands. Manche machen es sich gut durchdacht einfach, und manche lassen nichts aus, um sich alles möglichst schwer zu machen.

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@Dxmklvw

Jetzt interessiert mich aber wirklich, ob du selbst im eigenen Garten Gemüse ziehst oder nicht.
Ehrlich gesagt erinnern mich deine Aussagen über preisgünstiges Gemüse, sportliche Gartenarbeit und durchdachte Einfachheit ein bisschen an eine Bekannte und ihre Aussage über die Tätigkeit einer Hausfrau: "Ach, die Hausarbeit ist so viel, ich wünschte, ich hätte einen Partner und Kinder, dann würde man die Aufgaben verteilen und ich müsste nicht mehr so viel kochen und putzen wie jetzt für mich allein."
Beides klingt für mich nach Wunschträumen von Außenstehenden.

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@Corinna2015

Ich hatte mal einen Garten, wo ich auch Obst und Gemüse gezogen habe. Anfänglich hatte ich damit mehr Probleme als Nutzen, aber schon nach 3 Jahren wußte ich bescheid und habe danach alles so angelegt, daß die nötige Arbeit sehr gering blieb. Allerdings waren es auch nur 500 qm.

Hausarbeit und Kochen ist nicht so mein Ding, vielleicht auch deshalb, weil meine Frau meint, daß Einkäufe, die Küche u. a. ihre Reviere seien. Doch auch sie bekommt es hin, daß die Arbeiten im Haushalt recht wenig Zeit beanspruchen, ohne daß es irgendwo Defizite gibt.

Es ist einfach so: Man kann sich jede Menge überflüssige körperliche Arbeit ersparen, wenn man vorher darüber nachdenkt, wie sich Diverses schadensfrei vermeiden läßt.

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@Corinna2015

Schön, da hat jemand wirklich Ahnung. Wir haben 2 Tomatenpflanzen gekauft (je 5,00 Euro), und nur etwas mehr als ein kg Ernte. Sehr teuere Tomaten waren das, jetzt haben wir keine Lust mehr, Tomaten zu ziehen. Übrigens, ich weiß nicht ob Dir bekannt ist, dass man Giersch essen kann? Mir schmeckt das Zeug mit Sahne und Muscatnuss. Ja o.k., das ist Geschmackssache, aber dann hat man wenigstens noch was von diesem Unkraut.

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@Zwergotter1

Ich habe drei Sommer lang jemanden auf 450-Euro-Minijob-Basis dafür bezahlt, den Giersch sorgfältig mit Wurzeln zu entfernen. (wechselnde Personen, denn das ist kein allzu beliebter Job...)
Jetzt kommen nur noch ganz vereinzelte Triebe vom Giersch nach, die kann ich selbst entfernen.
Wie ich oben schrieb: Meiner Meinung nach ist ein Garten ein teures Hobby.

Mein Hobby ist mehr Fotografie als Gartenarbeit, und ich liebe es, in meinem giftfreien Öko-Garten Wildkaninchen, brütende Vögel, Grashüpfer und Schmetterlinge zu fotografieren.
Tomatenanbau war für mich ein einmaliges Experiment, das ich nicht wiederholen werde.

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@Corinna2015

Wir haben auch einen Biogarten, da gehts tiermäßig zu, als gäbe es in der ganzen Gegend sonst nichts zu holen. Macht riesig Spaß, die Tierchen zu beobachten. Gemüseanbau ist eher Nebensache, da er wirklich sehr aufwändig und nicht billig ist. Da hast Du in jedem Fall recht. Viel Spaß noch beim Fotografieren, schönes Hobby.

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@Zwergotter1

Gemüseanbau "lohnt" sich nur bei größeren Mengen. Tomatenpflanzen kann man übrigens aus Samen ziehen, wenn man rechtzeitig im Februar beginnt.

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@scatha

Zucchini und Gurken lohnen sich auch in kleinen Mengen, da ist die Ausbeute relativ gut, und macht deshalb auch Spaß. Das mit dem Samenziehen haben wir aufgegeben, irgendwie haben wir da kein gutes Händchen. Bei Blumen und Sträuchern lauft es prima, wir haben z.B. vor 20 Jahren Rosen von jemandem übernommen, die mittlerweile 60 Jahre alt sind und immer noch herrlich blühen.

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@Corinna2015

Was willst du mit 18 Tomatenpflanzen? Ich habe übrigens eine Tüte Tomatensaat gekauft für 2 Euro und daraus auch 20 Pflanzen gezogen, 3 behalten den Rest verschenkt an Nachbar und in meinem Treibhaus ca. 15 kg. Tomaten geerntet. Auch die Gurken sind selbst gesät. 3 Pflanzen brachten so viele Gurken dass ich jeden Tag im Sommer was hatte und noch verschenken konnte. 2 Zucchini Pflanzen aus Saat bringen täglich im Sommer mind. 2 Stück usw. - warum sollte ich Pflanzen kaufen? Das macht nur Sinn wenn ich besondere Sachen möchte oder um Zeit zu sparen. Ernte gerade Äpfel das reicht dann für mehrere Monate. Und Kürbis lagert sich auch lange. Auch Kartoffeln halten sich lange und machen wenig Arbeit. Habe allerdings einen großen Garten nutzen aber nur einen Teil davon als Gemüse, der Rest sind Blumen, Rasen und Bäume. Zwei Hochbeete sind genial. In einem lebt eine Kaninchenfamilie, da habe ich einen Meter frei gelassen für das Loch zum Nest und die sind so artig, die haben nichts vom Gemüse gefressen ;)

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50-60

Das hängt auch von den Begleitumständen ab. Ein Singlehaushalt hat z.B. in der Regel höhere Lebensmittelkosten als eine Großfamilie (pro Kopf), weil man üblicherweise kleinere Mengen von allem kauft, was dann in Summe teurer kommt. Es hängt auch davon ab, ob man ausschließlich selber kocht, oder ab und an auch mal ein Restaurant besucht.

Wenn man einigermaßen sparsam ist, aber dennoch hochwertige Lebensmittel kauft, sollte man mit 50-60€ pro Woche als Single gut auskommen.

Ab 25-30

Ich kaufe für eine 4 köpfige Familie ein: Bio- und fair gehandelte Produkte, Gemüse vom Markt, wenig aber gutes Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und brauche ca 400 Euro pro Monat reine Essenskosten ohne Körperpflege.

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