Was denkt ihr/ Wie schlimm?

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10 Antworten

Hallo Alexmay,

Ich nehme mal an ihr seid beide Teenager? In diesem Alter ist es jedem unangenehm zu viel väterliche Nähe zu haben, da man sich seiner Sexualität bewusst wird. Eine Grenze wird dabei genau dann überschritten, wenn es sich für die Person so anfühlt. Wo diese Grenze liegt kann individuell verschieden sein und hängt oft davon ab wie offen im Kindesalter mit Körper und Nacktheit umgegangen wurde. An diese neuen grenzen müssen sich jedoch auch Väter gewöhnen und manchmal ist es schwer für sie diese zu erkennen. Darauf sollte deine Freundin ihn z.B. mal hinweisen. Vielleicht ist es ihm garnicht bewusst wie sehr es sie stört. Mein Vater fühlte sich z.B. sehr vor den Kopf gestoßen als ich ihn das erste mal beim Umziehn aus dem Zimmer geworfen hab und für die Forderung von Schlüsseln in den Badezimmern hab ich erstmal Spott geernet. Das fand ich natürlich garnicht lustig. Heute kann ich wieder drüber lachen.

Als Kind mit Papa zu baden ist solange das Kind sich nicht unwohl fühlt völlig in Ordnung. Sobald man es nicht mehr will sollte es aber auch aufhören. Eine Altersgrenze ab der soetwas "unnormal" wird gibt es aber nicht.

Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem Atikel "Gesellschaft in den Leib geschrieben - Körper und Sexualität in der Adoleszenz junger Frauen". Er hilft euch vielleicht einzuschätzen was "normal" ist. Denn dass es zu Problemen und Unsicherheiten von Vater und Tochter in diesem Alter kommt ist normal. Wenn man etwas nicht will muss man dies sagen. Das gilt für den Umgang mit Vätern genauso wie für potentielle Freunde.


(...) Die Familie, die Beziehung zwischen Mutter und Tochter und Vater - oder Stiefvater - und Tochter, ist eines der zentralen Felder adoleszenter Auseinandersetzungen. Die adoleszenten Wandlungsprozesse lösen nicht nur bei den jungen Frauen Verunsicherungen und Erschütterungen bisheriger psychischer Balancen aus, sie sind ebenso für Erwachsene mit Irritationen, Verwirrungen und Konflikten verbunden, die ihr Verhalten auch jenseits bewusster Vorstellungen und Intentionen prägen.

Von Müttern und von Vätern werden jeweils unterschiedliche durch die Adoleszenz der Tochter aktualisierte Problembereiche als besonders verwirrend und bedrohlich erlebt. Für Väter steht mit der Adoleszenz der Tochter eine Verunsicherung durch auf die Tochter bezogene sexuelle Wünsche, Fantasien und Erregungen im Vordergrund. Ein für Mütter besonders verunsichernder Problembereich bezieht sich auf die mit der Adoleszenz der Tochter besonders deutlich werdende Generationendifferenz.

In allen Interviews mit Vätern wird deutlich, dass die mit der Pubertät verbundenen körperlichen Veränderungen der Tochter für sie mit starker Verwirrung und Verunsicherung verbunden sind. Die in der Kindheit der Tochter als Ausdruck wechselseitiger Zärtlichkeit erlebten körperlichen Kontakte, zum Beispiel Umarmungen, erhalten eine neue Qualität. Der weibliche Körper der Tochter wird spürbar, Veränderungen werden sichtbar und können mit als bedrohlich erlebten erotischen Wünschen und Fantasien verbunden sein. In die Nähe zur Tochter kommt eine sexuelle Dimension, die - da genitale Kontakte auf einer Erwachsenenebene real möglich werden - zugleich erregender und bedrohlicher ist als in früheren Phasen der Vater-Tochter-Beziehung. Auch von Seiten der jungen Frauen kommen sexuelle Wünsche und Fantasien auf eine neue Weise in die Beziehung zum Vater.

Die konkreten Beziehungsgestaltungen zwischen Vätern und ihren adoleszenten Töchtern hängen in starkem Maße davon ab, inwieweit Väter sich ihre gesellschaftlich stark tabuisierten Gefühle gegenüber der Tochter zugestehen und sie innerpsychisch in deutlicher Abgrenzung von der Tochter bearbeiten können, insbesondere durch eine erneute Etablierung der Generationengrenzen zur Tochter und die Orientierung auf die Beziehung zu einer erwachsenen Partnerin, in der auch das Begehren Raum hat. Da auch die Beziehungen unter den Erwachsenen mit der Adoleszenz der Tochter oft in eine Phase der Turbulenz geraten, ist eine Stabilisierung durch eine befriedigende Paarbeziehung für viele nicht leicht. Gelingt es Vätern, der Tochter zu signalisieren, dass der Ort für Sexualität die Paarbeziehung der Erwachsenen ist, zur Tochter aber eine liebevoll vertraute Beziehung auf der Basis einer prinzipiellen Abgegrenztheit bestehen bleibt, so sind auch für die jungen Frauen Impulse gegeben für eine Lösung ihres Begehrens aus der Beziehung zum Vater und den Bezug auf außerfamiliale Liebesbeziehungen.

Wenn die bei Vätern durch die zur Frau werdende Tochter ausgelösten Gefühle nicht in entlastenden Erwachsenenbeziehungen aufgefangen werden können, kann es dazu führen, die eigenen als bedrohlich erlebten Fantasien in Person der Tochter zu bekämpfen und abzuwehren.

susicute 12.02.2012, 20:49

... Eine in den Interviews mit Vätern nicht seltene Form des Umgehens mit den zugleich als verführerisch und bedrohlich erlebten körperlichen Veränderungen der Tochter besteht darin, sie ironisch zu kommentieren - eine Haltung, die als „lustiger", „spaßiger" Umgang mit der Pubertät der Tochter beschrieben und als Bestandteil einer „lockeren" Familienkommunikation gesehen wird. Die von Vätern selbst geschilderten Kommentierungen beziehen sich dabei direkt auf den Körper der Tochter und häufig auf die Brüste.

In der Beziehung zur Tochter werden damit die Beschämung, die Unsicherheit und Hilflosigkeit, die Väter angesichts ihrer sexuellen Fantasien und Empfindungen verspüren, in eine Position der Überlegenheit gegenüber der Tochter gewendet und die zugrunde liegenden Gefühle ihr zugewiesen. Die Tochter ist es jetzt, die sich schämt - für ihren Körper -, die unsicher ist und sich hilflos - den ironischen Kommentierungen gegenüber - fühlt, nicht mehr der angesichts der herangewachsenen Tochter verwirrte, hilflose und möglicherweise sexuell erregte Mann und Vater. In solchen Verhaltensmustern von Vätern kann eine mögliche gesellschaftlich nahe gelegte Strategie gesehen werden, um mit den durch die Pubertät der Tochter ausgelösten Verunsicherungen umzugehen: die Strategie, den weiblichen Körper zum Objekt zu machen, zum Objekt der eigenen sexualisierenden Blicke und der entwertenden Kommentare. Auf die Tochter bezogene erotische Fantasien finden sich darin ebenso wie das Bemühen, sie durch Herabsetzung des weiblichen Körpers zu bannen. Solche Strategien entsprechen einer Fassette gesellschaftlicher Weiblichkeitsbilder, in denen das Bedrohliche aktiver weiblicher Sexualität beherrschbar zu machen versucht wird durch eine „entwertende [...] Enttabuisierung des weiblichen Körpers" (Brückner 1999, S. 59).

Eine andere Fassette kollektiver Fantasien über weibliche Sexualität bezieht sich auf das Bild der Frau als Verführerin und des Mannes als Opfer (Rohde-Dachser 1991, S. 108ff.; Brückner 1999). Auch in den Schilderungen von Vätern finden sich Elemente dieser Fantasie. So wenn ein Vater, der sich mit der ersten Regelblutung der Tochter abrupt von ihr distanzierte, seine Distanzierung mit den Worten beschreibt, er habe die Tochter „zurückgewiesen" und sich „ostentativ umgedreht". In diesen Formulierungen ist ein latenter Schuldvorwurf enthalten: Unterstellt wird, dass die Tochter Angebote gemacht hat, die „zurückgewiesen" werden mussten und sie etwas Anstößiges gezeigt hat, von dem er, der Vater, sich „ostentativ" abwenden musste. Die Tochter wird in solchen Mustern zur Verführerin des Vaters, der Vater zum Opfer ohne ein eigenes aktives Begehren, das sich vor der Tochter in Sicherheit bringen muss. Unsichtbar gemacht werden damit die erotischen Wünsche und Fantasien des Vaters.

Nicht alle Väter von Töchtern in der Adoleszenz verhalten sich in der beschriebenen Weise, jenseits individueller Verhaltensmöglichkeiten gibt es jedoch für Väter die in den Strukturen des Geschlechterverhältnisses angelegte Verführung, ihre Hilflosigkeit und Unsicherheit angesichts der zur Frau werdenden Tochter in eine Situation von Überlegenheit zu wenden, die anknüpfen kann an gesellschaftliche Bilder weiblicher Körperlichkeit und Sexualität und auf Kosten der Wertschätzung der Weiblichkeit der Tochter geschieht. Auf Seiten der jungen Frauen kann dadurch nicht nur der Stolz auf den Körper, sondern auch das Begehren, die Möglichkeit eines aktiven erotischen Wünschens und Wollens gebremst werden: Die Scham des Vaters für seine Gefühle ist dann zur Scham der Tochter für ihren Körper und die auch auf den Vater gerichteten Wünsche und Fantasien geworden.

...


Ich hoffe der ausschnitt bringt etwas Licht ins Dunkel. Die Pubertät ist eine Große Zeit der Unsicherheit. So manche eigentlich kindlich unschuldigen Ereignisse werden da gerne aus der erinnerung gestrichen weil sie Scham auslösen. Sei es das Baden mit Papa oder das Doktorspiel mit Kindergarten. Es ist auch wichtig in diesem Alter zu lernen anderen grenzen zu setzen. wenn diese Grenzen (wissentlich) überschritten werden ist es natürlich Zeit weitere Maßnahmen zu ergreifen.

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alexmay 12.02.2012, 20:58
@susicute

Ja genau deswegen frag ich ja! Ein paar kommentieren jetzt: 'Zeig den an!' oder 'Das ist keine sexuelle Belästigung das ist sexueller Missbrauch von Kindern.' und andere sagen 'Das ist normal sag dem halt er solls lassen'. Genau das macht es ja so schwer zu urteilen! Mir ist klar, dass sowas nicht gerade der Weltuntergang ist und man in jedem Fall nicht zu heftig reagien sollte... Trotzdem denke ich es ist etwas anderes nach einem Schlüssel zu fragen als wenn man aufgefordert wird sich den Vater nackt anzugucken oder? Denkst du wir interpretieren da vielleicht zuviel rein?? Auf jeden Fall schonmal danke für die Antwort!

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hayi5052 12.02.2012, 21:20
@alexmay

Ja, eben es ist ein Unterschied nach dem Schlüssel zu fragen oder ob man gezwungen wird, sich den Vater nackt anzuschauen. Ich finde es aber schon komisch, wenn euch das so beschäftigt, dann zeigt dies doch schon, dass irgendetwas nicht stimmt, oder? Ich erörtere mit meiner Freundin nicht stundenlang die "Umarmung" meines Vaters. Verstehst du? Anscheinend fühlt es sich komisch an. Sie soll ihrem Vater, wenn möglich, ganz klar die Grenzen setzen...

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susicute 12.02.2012, 21:42
@hayi5052

Es dürfte wenig überraschend sein, dass der Forderung nach einem Schlüssel die väterliche Präsenz im Bad vorausging ;)

@hayi: "gezwungen" werden und dem Vater in seinem eigenen Haus nackt begegnen sind zwei unterschiedliche Sachen. Aber wie aus meinem recht ausführlichen Beitrag hervor ging verschieben sich die Grenzen körperlicher Nähe und das eigene Schamgefühl umso ätlter eine Tochter wird.

Dies sollte natürlich von Vätern akzeptiert werden. Aber solange er im Dunkeln tappt kann man ihm dies schlecht zum Vorwurf machen. Menschen sind nunmal sehr unterschiedlich gut darin sich in andere (auch eigene Kinder) hineinversetzen zu können.

@alexmay: Deine Freundin sollte unbedingt mit dem Vater (und Mutter) sprechen. ich denke sie wird da eventuell vermitteln können. Väter fühlen sich schnell ausgeschlossen, wenn sich die Tochter (aus seiner Sicht plötzlich) vom Mädchen zur Frau entwickelt. Wenn dies keine Wirkung zeigt und der Vater nicht aufhört sie aus ihrer Sicht unangemessen anzufassen, dann solltet ihr euch weitere Hilfe holen. Wenn ihr auf völliges unverständnis von Mutter und Vater stoßt wird eine Familienberatung da gut vermitteln können oder auch bei weiteren Schritten beraten können.

Zu reden sollte aber der erste Weg sein. Sofort zur Polizei zu gehn kann sehr weitreichende Folgen haben und das Verhältnis für immer zerstören. Sollte es so weit kommen wird euch die Familienberatung auch dabei unterstützen.

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alexmay 12.02.2012, 21:45
@hayi5052

Ja natürlich! Das meine ich ja... ich halte es ja für nicht normal und weiß, dass es sie defvnitif belastet und ihr Angst macht. Bevor ich aber irgendwas wie ein Gespräch vorschlagen wollte, wollte ich einschätzen können wie schlimm sowas ist. Danke :)

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Ich habe selbst die Erfahrung mit meiner Ziehtante machen dürfen und ich kann sagen, ich fand es nicht als Belästigung, ehrer aufregend, wie man als Kind das eben einordnet. Ich finde das ist auch Privatsache der einzelnen Familien und ist nicht von Außenstehenden zu beurteilen und wenn dann nur vielleicht als Meinung, aber nicht, um jetzt beiden einen Strick draus zu drehen. Oft ist es nämlich so, dass nicht nur der Vater durch die Justiz kaputt gemacht wird, auch die Tochter ist mit der Welt fertig. Allein schon eine Aussage bei der Polizei und der Gang dahin, kann für eine Tochter schon sehr belastend sein. Solange sie sich gegenseitig nicht weh tun und es im einvernehmlichen Miteinander ist, sollte man da als Dritter sich nicht einmischen. Jüngere haben heute oft Möglichkeiten sich zu wehren, wenn irgendetwas nicht in Ordnung wäre. Es ist ja nicht mehr so wie früher, wo die Eltern noch richtige "Autoritäten" waren. Die Kinder hatten Angst, dass ihnen Prügel angedroht wird, wenn sie den Mund aufmachen. Und was die Sache auf den Hintern schauen betrifft, das ist doch wohl nicht ernst zu nehmen. Welches Wesen auf unserer geliebten Mutter Erde kann einem vorschreiben, wo man hinzugucken hat. Und das mit den Kondomen, Gleitmitteln oder sonstiges, das ist heute auch alles über das Internet einsehbar. Und zum Begriff "Normal". Was für den einen normal ist, ist für den anderen unnormal. Es ist allein eine Sache der Bewertung. Und Bewertungen sind meistens mehr subjektiv als objektiv. Man weiß die Hintergründe und die Ursachen nicht. Deshalb sollte man Bewertungen keine Beachtung schenken. Aber ich geb dir einen Tip: Frag sie doch einfach mal, ob sie sich bei den Geschehnissen, wie du erzählt hast, wohl fühlt, oder wie es ihr dabei geht. Dann hast du es aus erster Quelle. Aber so wie sich das hier anhört, hat sie dir nichts erzählt, dass sie sich unwohl dabei fühlt, eher so, als bräuchte sie ein Feedback, wie die Öffentlichkeit darüber denkt. Wenn natürlich alle suggerieren, hier handelt es sich um ein Verbrechen, wird sie es glauben und die Folge davon sind Ängste und was noch alles. Ich hoffe, ich konnte dir umfassende Informationen zur Sache geben. lg

alexmay 12.02.2012, 21:27

Sie hat totale Vertrauensprobleme und kann nie jemanden an sich rann lassen. Sie hat Panikattacken und allgemein gehts ihr im Moment scheiße. Natürlich hat das meisten davon eher wenig damit konkret zu tun, aber dass es eine Belastung für sie ist, ist ziemlich offensichtlich. Sie wollte mir das wenige gar nicht erzählen was ich jetzt erfahren habe und leicht gefallen ist es ihr sicher nicht. Ich wollte eure Meinung hören nicht sie. Sie weiß davon nichts... Ich denke aber im Allgemeinen nicht, dass viele Kinder das als aufregend empfinden und bei Kindern gibt es sowas wie einvernehmlich nicht! Dies hier alles mag nicht so schlimm sein aber keine sexuelle Handlung Kindern gegenüber sollte man als einvernehmlich abtun (nur meine Meinung)!

Trotzdem vielen dank für deine Antwort und Mühe :)

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Frei6 12.02.2012, 22:04
@alexmay

Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Panikattacken danach entstanden sind, also durch die Suggestionen aus der Presse oder Fernsehen zu dem Thema oder bei der Handlung selbst. Das ist ein elementarer Unterschied. Oft ist es so, dass man sich was einredet, weil man die negative Meinung der allgemeinen Öffentlichkeit einfach so übernimmt ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass man eigentlich Opfer von einem allgemeinen Dogma geworden ist und nicht vermeintliches "Opfer" des Vaters, der seine Tochter über alles liebt und ihr nicht schaden möchte, vorausgesetzt, er hat keine sadistische Ader in sich. Stimmt, nicht jedes Kind findet es aufregend, da ist jeder Charakter unterschiedlich, wie bei allen anderen Empfindungen auch. Bei mir war es zumindest so. Fazit: Rede mit deiner Freundin über die Sache und frag sie konkret, was sie denkt. Wahrscheinlich wird sie dir sagen, sie plagen Schuldgefühle oder dergleichen. Frag sie, ob sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat oder ob sie das Gefühl hat, sie wird von ihm dominiert. Mache ihr klar, dass sie die Meisterin über ihre eigenen Gedanken ist, selber nachdenken kann und reflexieren kan, was eigentlich genau passiert ist. Geh nicht mit ihr um, als ob sie das bemitleidenswerte vermeintliche "Opfer" ist, sondern höre ihr einfach zu, ohne eine bestimmte Meinung zu vertreten. Vielleicht hilft ihr auch ein offenes Ohr in einer vertraulichen Umgebung unter zweit. Rate ihr auf keinen Fall sich an eine öffentliche Institiution wie Seelenklempner oder sowas zu wenden. Die wollen nur Geld sehen und das finde ich ist keine aufrichtige Hilfe. Hilfe geschieht aus meiner Sicht uneigennützig und entfaltet die größte Wirkung unter Freunden oder näheren Angehörigen. Danke noch für deine prompte Antwort, war grad noch in der Küche spülen. lg

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alexmay 12.02.2012, 22:24
@Frei6

Zunächst: Mittlerweile habe ich ja mitbekommen was du da für eine Einstellung hast... Wenn man deine Antworten und vor allem auch die Frage ließt wird schnell klar, dass du das vielleicht anders siehst als andere :) Also, ich denke nicht, dass sie durch Gruppenzwang, die Presse oder Medien, die heutige (wie sagst du so gerne? :) mittelalterliche Gesellschaft oder das 'Studieren' der Bibel zu dem negativen Gefühl gekommen ist. Sie hat auch keine Schuldgefühle was ja vorraussetzen würde sie träfe irgendeine Schuld, sie hätte ihn angestiftet oder es (aus deiner Sicht wahrscheinlich am ehesten) genossen. Sie hat -soweit ich weiß und es beurteilen kann- Angst vor ihm und es ist ihr unwohl Zeit mit ihm (alleine) zu verbringen. Wozu sie meiner meinung nach weder Günther Jauch noch TV Total braucht... Außerdem ist es nichtmal das Hauptproblem mit ihrem Vater, was dann auch klarmachen sollte, dass ein Gespräch eher nicht das wahre ist... Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass in der Beziehung noch etwas zu retten ist aber das dürfte wohl eher nichts mit der Präsenz bzw Abwesenheit der Lustfähigkeit und den Medien zu tun haben :) Trotzdem vielen Dank für deine Meinung/ Antwort :)

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Frei6 12.02.2012, 22:50
@alexmay

Ok, das habe ich vermutet. Es ist Angst, also dominiert er über sie. Dann muss da mehr sein in der Familie. Angst hat man nur vor einem Menschen, wenn dieser negative Herrschaft ausübt, wie auch immer. Also haben sie kein gutes Verhältnis. Habe das Gefühl, dass sie von ihrem Vater nicht richtig geliebt wird. Bei so einer Situation ist es klar, dass die Tochter bei Hinzukommen von intimen Dingen mit Panik reagiert. Das verstärkt die Angst noch mehr. In so einem Fall dem Vater aus dem Weg gehen, sich einen Freund suchen, der zu einem steht und die Sache vielleicht mit der Mutter bereden. Ist aber auch ein Risiko, denn dann kann die Scheidung eventuell erfolgen und das wäre dann noch tragischer vielleicht.

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Ich habe mal alle Antworten durchgelesen und ich bin der Meinung, dass Deine Freundin mit Sicherheit von ihrem Vater körperlich belästigt wird...und ich finde, Du solltest Dich an *****HAYI 5052***** halten....ihre Aussage fand ich treffend, klar und ich finde, sie hat Dir sehr gute Ratschläge gegeben, wie und wo Du Hilfe bekommen kannst. Halte Dich an ihre Aussagen und blende alle anderen Antworten aus. Kommentare wie: " geh zur Polizei oder Du übertreibst " ignoriere bitte. Wichtig ist Dein Gefühl und das Gefühl Deiner Freundin. Ich finde es ganz arg toll, dass Du Deiner Freundin zur Seite stehst und Dich so sehr für sie engagierst. Ich bin mir sicher, ihr werdet gemeinsam einen Weg finden, um die angespannte und echt furchtbare Situation für Deine Freundin zu verbessern...Ich wünsche Euch viel Kraft und Mut!

Hallo alexmay,

ich finde die Handlungen des Vaters durchaus sehr übergriffig. Er missachtet Grenzen und nutzt ihr kindliches Unwissen aus. Bei der Beurteilung einer solchen Situation hilft es immer den Täter, also ihren Vater, genauer anzuschauen: Er als Erwachsener weiß doch eigentlich, dass eine Kiste mit Gleitgel, Kondomen etc. nicht altersgemäße Gegenstände für ein Kind sind. Und er weiß ja eigentlich auch, dass solche anzüglichen Bemerkungen und "zufällige" Berührungen über ein normales Vater-Kind-Verhältnis hinausgehen. Er weiß es und tut es trotzdem, weil er seine anormalen "Bedürfnisse" über das seelische Wohl und den Grenzen des Kindes stellt. Und da fängt sexuell übergriffige Handlung doch an!!!

Sexueller Missbrauch beginnt nicht erst da, wenn "schlimme" körperliche Handlungen stattgefunden haben. Die Täter testen vorher oft, wie weit sie gehen können. Insbesondere innerhalb der Familie findet oft dieses Herantasten statt. Wenn das Kind dies z.B. dann der Mutter erzählt, können die Handlungen verharmlost werden.
Doch Kinder haben, auch wenn sie bestimmte Sachen nicht artikulieren können, ein sehr feines Gespür dafür, ob etwas richtig oder falsch ist. Kinder merken, dass etwas nicht stimmt. Sie können nicht sagen, was oder warum, aber sie merken, dass das irgendwie falsch ist. Vorallem innerhalb der Familie ist es für das Kind noch schwieriger solche Sachen zu artikulieren, da ja eigentlich alles was die Eltern machen erstmal richtig ist. Aber trotzdem fühlt es sich falsch an!!

Wie sieht deine Freundin das? Hat sie schonmal geäußert, dass bestimmte Sachen sich nicht richtig anfühlen?

Normal ist das auf jeden Fall nicht!!! Wenn es normal wäre, dann würde deine Freundin nicht dieses negative Gefühl haben. Oft schützen sich Opfer sexuellen Missbrauchs auch dadurch, dass sie bestimmte Taten und Vorfälle verharmlosen.

Wie alt ist deine Freundin? Wenn möglich, sollte sie mit ihrer Mutter darüber sprechen. Wenn dies nicht möglich ist, gibt es im Internet zahlreiche Internetseiten von Selbsthilfegruppen. Man kann sich auch anonym erstmal an den weißen Ring wenden. Wichtig ist es die Sorgen die man an dieser Stelle hat mit jemanden zu teilen. Daher ist es schonmal sehr gut, dass sie mit dir darüber gesprochen hat. Vielleicht könnt ihr ja mit DEINEN Eltern darüber sprechen? Denn es ist selbstverständlich, dass du mit so einer Situation erstmal überfragt bist und nicht weist wie man helfen kann.

Ich würde deiner Freundin auf jeden Fall raten, sich von außen (anonym) Hilfe und Rat zu holen. Sie braucht sie auch keine Sorgen machen, dass sie da etwas lostritt, was sie später bereut oder so. Die Beratungen orientieren sich an den Wünschen des Opfers und können anonym erfolgen. Sie kann also jederzeit wieder aussteigen.

Grüße

alexmay 12.02.2012, 21:37

Wow vielen Dank für deine Antwort! Ich werde ihr auf jeden Fall von diesen Seiten und deinen Empfehlungen erzählen!

Trotzdem nochmal: Sie fühlt sich eindeutig 'unwohl', hat Angst mit ihrem Vater alleine zu sein, hat schlimme Vertrauensprobleme und Panickattaken... Wahrscheinlich hat das wenigste etwas damit zutun, aber trotzdem weiß ich, dass es sich für sie definitiv falsch anfühlt. Ich bin total deiner Meinung und finde deine Vorschläge echt gut... Die anderen Antworten bringen mich jetzt aber doch zum zweifeln. Viele sagen, dass ist doch eher normal und der Vater merkt es vielleicht gar nicht? Ich halte das für eher unwahrscheinlich, aber übertreibe ich vielleicht einfach?

Nochmal vielen Dank! :)

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hayi5052 12.02.2012, 21:54
@alexmay

Hallo alexmay,

gerne!!!

ich finde nicht das du übertreibst.

hat schlimme Vertrauensprobleme und Panickattaken>

Das hört sich auf jeden Fall nicht nach Übertreibung an.

Kann sie ihrem Vater denn sagen, dass sie sich dabei unwohl fühlt? Wenn ein normales Vater-Tochter-Verhältnis vorliegen sollte, dann sollte sie ja auch kein Problem damit haben, dem Vater mitzuteilen, dass sie sich unwohl fühlt.

Kann sie denn mit ihrer Mutter mal darüber sprechen?

Grüße

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alexmay 12.02.2012, 22:06
@hayi5052

Nein ich denke nicht, dass sie das tun wird... Die Eltern leben getrennt, reden nicht miteinander und beraten sich nicht gerade in Erziehungsfragen. Das Verhältnis ist so weit isch weiß mit beiden Eltern eher schlecht- mit dem Vater besonders. Ich kenne sie jetzt knapp 10 Jahre und sie hat mir immer noch nicht mal die Hälfte von diesen ganzen Dingen erzählt. Sie redet nicht gerne, schon gar nichrt über sich. Außerdem denke ich nicht, dass sie sich trauen wird zum Vater zu gehen und zu sagen: Ey hör mal ich will nicht dass du mich begrabschst... Sie redet sich lieber ein er merkt es gar nicht und es ist alles ganz normal... Ich versuche ihr zu helfen aber bei den Eltern kann man in dem Fall glaube ich echt nichts machen (einer Alkoholiker anderer ganztagsbeschäftigt und in solchen Dingen taub-stumm). Außerdem widersprechen sich die meisten Aussagen hier und ich weiß immer noch nicht genau wie ich es einordnen soll... Bei den Antworten findet man halt echt alles von 'Auf zur Polizei' bis zu 'das ist doch voll normal chill mal'... Irgendwie ist das alles kompliziert. Aber trotzdem vielen dank! :)

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hayi5052 12.02.2012, 22:31
@alexmay

Hallo alexmay,

guck mal hier:

Dagegen steht das Verständnis von Luise Hartwig, die sexuellen Missbrauch folgendermaßen beschreibt: „Jede unerwünschte, gewaltsame geschlechtliche Handlung, wie verbale und sexistische Belästigung, Exhibitionismus, Anstiftung zur Prostitution, Herstellung, Verkauf und Konsum pornographischen Materials mit Kindern sowie alle Handlungen, bei denen es zu keinem körperlichen Kontakt (noncontact) kommt“. Es zeigt sich also, dass die Definitionen teilweise sehr weit auseinander gehen und es dementsprechend nicht immer leicht ist, einen Vorfall als entsprechenden sexuellen Übergriff zu erkennen. Allgemein lässt sich sagen, dass der sexuelle Missbrauch meist unter Drohung, körperlicher Gewalt und Ausnutzung bestehender Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse beziehungweise Vertrauen erzwungen wird.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Wo fängt sexueller Missbrauch an? | Suite101.de http://stefanie-vogel.suite101.de/wo-fangt-sexueller-missbrauch-an-a95325#ixzz1mCmjnVqB>

Deine Freundin lebt wahrscheinlich bei der Mutter oder? Vielleicht sollte sie erstmal nicht mehr zum Vater gehen bzw. den Kontakt meiden. Schließlich kann keiner sie dazu zwingen.

Zudem ist es doch schon mal ein Anfang, wenn sie mit dir darüber sprechen kann. Übe an dieser Stelle kein Druck aus, sondern lass sie auf dich zukommen. Nach deiner Beschreibung ist ihr gesamte Verfassung nicht so gut, daher würde ich ihr eine Therapie empfehlen.

Ich habe nur eine Sache nicht verstanden, warum ist es für dich so wichtig, wie du das einordnen sollst? Ist die Einordnung nicht irrelevant, wenn deine Freundin dir offen sagt, dass sie sich unwohl fühlt. Macht es die Sache denn besser, wenn ich dir sage: "hey, die Sache ist total normal, auch wenn deine Freundin sich unwohl fühlt und offensichtlich darunter leidet"

Es ist völlig unwichtig, wie wir hier darüber urteilen, von hey, chill mal bis hin geh zur Polizei. Fakt ist deiner Freundin geht es nicht gut und sie fühlt sich unwohl.

Sie kann/will nicht alleine mit ihrem Vater sein. Das ist definitiv nicht normal!!! oder?

Grüße

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alexmay 12.02.2012, 22:41
@hayi5052

Ja klar ich muss nur abwiegen können ob ich einfach sage 'Ja sprech ihn doch mal an, vielleicht ist ihm gar nicht bewusst, dass er sowas macht, das passiert jedem zweiten' oder ob ich sage 'geh nie wieder dahin der Typ hat ja voll einen an Klatsche!' Das ist jetzt ein schlechtes Beispiel aber um zu entscheiden was ich ihr raten soll und wie ich damit umgehe muss ich halt wissen ob sowas eher häufiger passiert und in familien oft vorkommt, der vater vielleicht einfach etwas unsicher und unvorsichtig ist und das Mädchen einfach überempfindlich und zu viel reininterpretiert. ich empfand es als schlimm, ich denke sie erst recht. ich möchte aber erstmal mit keinem bekannten reden, weil es ihre privatsache ist. deshalb wollte ich einfach ein paar Meinungen hören, ich hab dich aber weiter ausgefragt (verzeih mir) weil die meisten antworten entweder unbrauchbar oder das genaue gegenteil von dem darüber waren... vielen dank für deine hilfe und die definition!

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hayi5052 12.02.2012, 22:48
@alexmay

Gern geschehen...schön, dass sie so eine Freundin wie dich hat :-) Was auch immer los sein mag, alles ist leichter, wenn man gute Freunde hat.

Ich wünsche euch alles Gute!!

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Liebe Fragestellerin! Leider schreibst Du nicht, in welchem Zusammenhang Deine Freundin Dir das erzählt hat! Hat sie vielleicht einen Zeitungsartikel gelesen und findet sich darin ein Stück wieder - nachdem sie diesen Dingen bisher gar keine Bedeutung zugemessen hatte?! Nichts davpn allein für sich genommen ist Belästigung oder gar !" Missbrauch" Oder hat sie ihn tatsächlich gebeten irgendetwas bleiben zu lassen - und er macht trotzdem weiter? Auch schreibst Du nicht, was ihre Mutter dazu sagt! Das Gleitgel braucht die Mutter wohl, weil wegen der Wechseljahre ihre Scheide nicht mehr genug feucht wird! Und weil sie die Pille nicht mehr nehmen will oder nicht mehr gut verträgt, nimmt der Mann Kondome! Generell finde ich offenen Umgang jedenfalls besser, als wenn sich Jugendliche vor ihren Eltern grundlos schämen! Siehe die vielen Mädchen, die sich nicht trauen, ihrer Mutter zu sagen, dass sie ihre Periode bekommen haben - und lieber die Binden vom Taschengeld zahlen! Liebe Fragestellerin! Du sollst immer für Deine Freunde da sein und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen! Du darfst aber niemals selbstständig oder eigenmächtig eingreifen! Alles Gute!

Das klingt in jedem Fall übergriffig und Deine Freundin sollte versuchen, ihrem Vater ggü. klar Stellung zu beziehen. Weiß die Mutter davon?

alexmay 12.02.2012, 20:09

Nein sie hat es bisher nur mir erzählt. Sie wusste halt nicht wie schlimm das ist und ob das überhaupt erwähnenswert ist... Ich finde ja! Für mich klingt das schon ziemlich schlimm... wollte trotzdem erstmal hören wie schlimm denn genau und was andere denken. Also schonmal danke...

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ich hab die Befürchtung du konstruierst dir etwas zusammen.

Bei meiner Scheidung hat meine Ex das mit mir auch versucht. Ein Kuss meiner 4 jährigen Tochter gegenüber oder zusammen spielen in der Badewanne ist eine prima Gelegenheit Stories zu erfinden. Zum Glück bin ich bei meiner Scheidung dermassen über den Tisch gezogen worden, dass selbst die Richterin eingesehen hat, dass ich dann die Brücke runter gesprungen wäre. Also versuchte man sein Gewissen nicht zu belasten und kratze noch mal die Kurve. Einen Vater so restlos fertig zu machen ist kicki einfach.

Seine Tochter sollte ihn zu Rede stellen, möglichst mit der Mutter oder einer anderen Vertrauten. Dein Thema sollte es sicher nicht sein.

er überschreitet eindeutig grenzen.

klingt so, als würden seine phantasien nur von der öffentlichkeit zurückgehalten sein.

also probiert er in seinem umfeld unter dem deckmantel von "scherzen & angeblich normalen umgang" was er vieleicht nie, oder irgendwann am eigenen oder fremden kindern tun wird.

kein schönes wissen - ich könnte ihn nie wieder vertrauen oder aus den augen lassen.

Sobald sich deine Freundin "komisch" fühlt, bedrängt, oder sogar auch schon versucht hat, bestimmte Erlebnisse zu verdrängen, dann tut ihr das bereits seelisch weh, und JA, sie wird Sexuell Belästigt ! Solche Männer MÜSSEN bestraft werden, er hat sie NOCH nicht vergewaltigt, aber er scheint trotzdem nicht ganz geheuer. Und es muss gar nicht erst zur Vergewaltigung kommen, das ist so oder so schon nicht ERLAUBT. Du kannst wirklich froh sein, dass deine Freundin es dir erzählt hat. Ich würde mich mit ihr zusammen hinsetzen und darüber reden, und dass das "harmlose" nicht harmlos ist.

Ich würde das erstmal mit ihrer Mutter klären, und wenn sie auf Durchzug schaltet, gibt es beispielsweise immer noch einen Vertrauenslehrer, mit dem man reden kann, ohne dass es um die Schule geht. Das sind Pädagogen die Ahnung haben und euch vielleicht woanders Hilfe beschaffen können !

LaSonne 14.02.2012, 06:57

Ich sehe das auch so. Das ist auf KEINEN Fall normal. Ich hoffe sie hat eine Mutter, die auch hinsieht, wenn sie darauf aufmerksam gemacht wird.

Deine Freundin sollte ihrer Mutter, wenn sie weiß, dass der Vater nicht zu Hause ist, deutlich sagen, dass sie dringend mit ihr reden muss. Dass sie sich in einigen Situationen, die der Vater herbeiführt komisch fühlt und das nicht möchte (massieren etc.) Meistens ist es in solchen Fällen so, dass diese perversen Menschen es so machen, dass die Außenstehenden und auch die Mutter es gar nicht mit bekommt, bzw. es als "normal" auslegen. Hier muss Deine Freundin NEIN zu ihrem Vater sagen, dass ist sehr wichtig. Ich hoffe sehr, dass ihre Mutter ihr auch glaubt.

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LaSonne 14.02.2012, 07:05
@LaSonne

Ich habe vergessen zu fragen wie alt Deine Freundin ist.

Es ist ja nicht, dass er sie begrüßt, sondern WIE er sie begrüßt.

Man kann in entsprechendem Alter auch mal mitscherzen, den die Kiddis Sprüche machen, aber nicht anzüglich werden.

Ich denke Deinem Bauchgefühl kannst Du vertrauen, wenn Du denkst das ist SO nicht normal. Du weisst ja auch wie es bei Dir zu Hause und bei anderen Freundinnen ist. Und der Vater scheint es ja so zu machen, dass auch DU es nicht mitbekommen hast. Bisher war immer alles wohl noch so an der Grenze zwischen normal und übergriffig, dass Deine Freundin es fast als normal gesehen hat. Da sie sich aber "komisch" fühlt ist es nicht in Ordnung.

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alexmay 14.02.2012, 12:30
@LaSonne

Ihre Mutter lebt nicht bei den beiden, was auch das eigentlich eProblem ist. Die einzigen anderen Angehörigen leben knapp 7 Stunden entfernt und dind so um die 60 Jahre alt... Sie ist jetzt gerade 16 geworden. Vielen Dank für deine Antwort! Je mehr hier kommentieren, desto unsicherer werde ich... Die meisten Sachen widersprechen sich und es ist echt jede Meinung dabei. Viele meinen wir übertreiben da und interpretieren zuviel hinein... Ich kann mich einfach nicht entscheiden, was ich denken soll.

Trotzdem vielen Dank :)

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Das ist keine sexuelle Belästigung das ist sexueller Missbrauch von Kindern. Sie sollte mal mit jemanden darüber reden. Ich finde das sehr schlimm.

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