Was denkt ihr über Leute, die selbstmordgefährdet sind bzw. sich das Leben nehmen wollen?

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17 Antworten

Ich kann von beiden Seiten berichten.

Ich war bereits auf beiden Seiten. Einmal als jemand der von einem Suizid betroffen wurde und einmal als jemand der seinen eigenen Suizid geplant und fast durchgeführt hat.

Als Suizidbetroffener:

Hab ich mich immer wieder gefragt wieso? Wieso hat sich dieser Mensch das Leben genommen? Was hat ihn dazu gebracht diesen Pfad zu beschreiten? War er wirklich so verzweifelt?

Man fragt sich was die Person für Probleme hatte die sie glauben liess das ein Selbstmord der einzige Ausweg sei. Wie die letzten Sekunden waren. Wie es war zu fallen. Wie es war auf den Boden aufzuschlagen. Ob die Person schmerzen hatte. Wie lange sie noch gelebt hat.

Als Suizidaler:

Ich hatte einen langen Leidensweg hinter mir. Viele verschiedene Arzt und Krankenhausbesuche und ich wusste nie was eigentlich mit mir los ist. Mir ging es grundlos immer schlechter. Heute weis ich das ich Epilepsie, Burnout und Depressionen (und manchmal Panikattacken) habe. Alles ging nach und nach den Bach herunter. Und irgendwann als ich mich mit dem Thema tod und sterben auseinandergesetzt hatte ich einen gedanken. Was wäre eigentlich so schlimm daran einfach zu sterben?

Und der Gedanke ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Suizid wurde für mich wie eine obsession. Ich hatte alles genau durchdacht. Geplant und mich auf alle eventualitäten vorbereitet.

Durch Videos und Internetanleitungen senkte ich Stück für Stück die eigene Hemmschwelle. Auch in Foren tauschte ich mich munter über verschiedene Suizidmethoden aus. Und keiner ahnte etwas. Erst als ich selbst kurz davor war in den Tod zu springen überkamen mich die Gefühle. Ich war mir unsicher. Eigentlich wollte ich irgendwie nicht. Gleichzeitig sehnte ich mich danach das alles enden würde. Erst als mich zwei Frauen bemerkten hielten sie mich im letzten Moment davon ab zu springen.

Wenn ich es von tiefstem Herzen gewollt hätte, hätten auch die zwei Frauen mich nicht mehr aufhalten können. Aber ich liess mir helfen. Ich kam ins Krankenhaus. Dann Psychiatrie.

Heute rede ich nicht gerne über das was geschehen ist. Ich weis das der  Gedanke noch immer irgendwo in mir sitzt - aber ich habe mich davon distanziert. Vor allem weil ich die Konsequenzen fürchte die eintreten würden. Auch wenn das für manche kein wirklicher Grund ist es nicht nocheinmal zu tun. Für mich reicht er aus. Der Gedanke querschnittsgelähmt im Krankenhaus aufzuwachen oder einen langsamen qualvollen Tod zu erleben halten mich davon ab es erneut zu tun.

Lg, Anduri87

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Das wahrscheinlich ziemlich viel zusammenkommt und es nicht nur einen Grund gibt. 

Dass sie einen langen Leidensweg hinter sich haben und wahrscheinlich niemand, dem sie sich anvertrauen können. 

Sie sehen keinen anderen Ausweg. 

Und ich denke an unheilbar Kranke, die würdevoll gehen wollen, vom Gesetzgeber aber verwehrt wird. Sprich Sterbehilfe. 

Jeder sollte über sein Leben selbst entscheiden können. 

Sie zu verurteilen, wie es die katholische Kirche immer tat, käme für mich nicht in Frage. 

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Was... was ist mit diesen Leuten los? Was treibt sie in so eine tiefe Verzweiflung, dass sie nur den Ausweg - Selbstmord  sehen? 

Oft ist es ja so, dass die Gründe für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind. Diese unüberwindbaren Probleme würden sich in Luft auflösen, würde man nur einen Schritt zurücktreten, um Überblick über die Situation zu bekommen.

Anscheinend gibt es in diesen Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden eine Kurzschlussreaktion, die zu so einer verhängnisvollen Tat führen.

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Die Welt ist so, dass ein jeder ein jedem egal ist. Du wirst meist bezahlt dafür zu helfen ( Notrufnummer für Hilfe^^ ) ich denke er wurde getrieben den geholfen hätten alle nur wenn es zu spät ist. Wir sind in der modernen nicht füreinander da ..im Gegenteil gönnen wir mit Vorliebe ein jedem sein Unglück ..Glück wird beneidet nicht gegönnt. Das lässt sich auch nicht schön reden daher ist es ok selbst über sein Leben zu entscheiden ..jedoch würde ich vorher um Vergebung beten :)

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Wenn jemand an einer Krankheit leidet und Sterbehilfe nicht erwünscht bzw nicht legal ist, finde ich es vollkommen nachvollziehbar dass Menschen die keine Chance auf Heilung haben und nur unnötig leiden würden sich wünschen tot zu sein. 

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Es liegt ganz dran.

Bei den Leuten z.B. die sich wegen einer unglücklichen Liebe umbringen wollen, ist es meiner Meinung nach Schwachsinn und die wollen Aufmerksamkeit.

Bei körperlich schwerkranken, z.B. bei krebskranken oder ähnliches ist es für mich verständlich.

Bei richtig psychisch Kranken, muss man glaub ich abwägen, wie lange die schon krank sind und an welcher Störung sie leiden und, ob es Möglichkeiten gibt, die für die Person umsetzbar sind, die das Leben wieder vereinfachen. (Solchen möchte ich am liebsten helfen, aber ich weiß, dass ich es nicht kann.)

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Ich denke sie sind dringend hilfsbedürftig. Diese Menschen haben ernstzunehmende Probleme und müssen behandelt werden, damit die Ursache gefunden und das Problem (meist sozial) behoben werden kann. Aber der Wunsch zu sterben ist auch eine Form der Freiheit, die ich niemandem nehmen will.

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Ich Glaube das Selbstmordgefährdete Menschen durchaus in der Lage sind, sich wieder in ins Normale Leben zurückzukämpfen und zwar ohne Psychologische Hilfe. Das setzt allerdings einen Starken Charakter voraus.

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Wie wäre es, wenn man erst einmal über die Gründe nachdenkt, welche einen Menschen dazu bringen, dies zu tun bzw  dies tun zu wollen?

Mir tun sie leid, aber oft kann ich sie verstehen.

Das Leben ist kein Ponyhof. Der Eine hats leichter im Leben, der Andere schwerer. 

Dazu kommt noch, dass die Psyche eines jeden Menschens unterschiedlich ist. Einer steckt mehr weg und der andere weniger.

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menschen die selbstmord gefährdet sehen in ihrem leben so gut wie keinen sinn mehr. dafür kann es viele gründe geben, zurückweisung, arbeitslosigkeit, etc. alles mögliche. für diese menschen ist der gedanke an selbstmord alltag, sie sehen den tod als erlösung ihres leidens.

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Ich denke, dass diesen Leuten geholfen werden muss.

Hier kann man zwar nicht richtig helfen, aber nette Worte sollte man übrig haben und Anlaufstellen nennen.
Wenn man der Meinung ist, dass der Fragesteller eine Selbstmordabsicht hat, oder den Suizid ankündigt, wäre es hilfreich, wenn der Support informiert wird.
Man könnte z.B. die Frage melden und der Support kann im Notfall die Polizei informieren.

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Hallo gldladen,

dass sie Hilfe brauchen. Brauchst Du welche?

LG

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mit denen kann man nur Mitleid haben, weil sie schwer krank sind... 

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selbstmordgefährdet 

Widerspruch.

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Das sind bedauernswerte Menschen, weil sie feige und rücksichtslos sind.

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qustngrly 23.08.2016, 00:05

ähh, was bist du denn bitte für ein mensch?! menschen die starke depressionen haben und keine andere lösung finden bzw. nicht wissen, wie sie dass, was sie gerade durchmachen noch überleben sollen, sind sicherlich nicht feige und rücksichtslos. menschen wie dir wünsche ich echt sich mal so verzweifelt zu fühlen.

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Wie? Was soll man der da groß drüber denken. Solche Menschen sind psyschich labil und brauchen dringend Hilfe. Werden von anderen wahrscheinlich bemitleidet.
Um ehrlich zu sein weiß ich nicht,was du mit dieser,meiner Meinung nach unnötigen Frage bezweckst.

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Ich rede nur von den Leuten die eine chronische psychische Krankheit haben (Schizophrenie, chronische Depressionen, persöhnlichkeitsstörungen) und Leuten die ihr leben lang auf die Schnauze gefallen!!!                       Bei solchen Menschen bin ich der Meinung das man ihnen die Möglichkeit geben soll ihr Leben zu beenden weil diese Menschen nur leiden.

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