Was denkt ihr ist hinter dem Tod?

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Hallo Rillie,

die Frage, was nach dem Tod mit uns geschieht, beschäftigt die Menschen schon viele Jahrhunderte. Die Religionen geben unterschiedliche Antworten, die sich jedoch oftmals widersprechen und daher eher verunsichern, als eine klare Orientierung zu geben.

Eine Ansicht, die man sehr häufig hört ist, dass zwar unser Körper stirbt, die Seele jedoch im Jenseits weiterlebt. Diese Vorstellung basiert auf der Lehre der unsterblichen Seele. Doch haben wir Menschen tatsächlich einen unsichtbaren, nicht materiellen Teil in uns, der den Tod des Körpers überdauert?

Das Wort Seele, wie es die Bibel gebraucht, ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes néphesch bzw. des griechischen Wortes psyché. Wörtlich stehen diese Begriffe für "atmendes Geschöpf" bzw. "Lebewesen". Mit „Seele“ ist somit der Mensch als ganzes gemeint und nicht nur ein Teil von ihm!

Durch folgenden Bibeltext wird dies bestätigt: "Da bildete Gott, der HERR, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele" (1. Mose 2:7 Elberfelder Bibel). Beachte bitte, dass es hier heißt, dass der Mensch eine Seele wurde und nicht, dass er eine Seele bekam.

Das ist ein großer Unterschied. Somit bezeichnet der Begriff "Seele " in der Bibel den ganzen Menschen, nicht einen Teil von ihm. Der Mensch ist also die Seele. Daher übersetzen viele Bibelübersetzer das hebräische Wort für Seele, néphesch, richtigerweise als "Lebewesen" oder "lebende Person".

Da mit „Seele“ also lediglich der Mensch gemeint ist, gibt es in uns demnach keinen unsterblichen Teil! Das stimmt auch mit folgender Aussage der Bibel überein: „Denn wie es den Menschen ergeht, ergeht es auch den Tieren: Beide nehmen dasselbe Ende. Wie der eine stirbt, so stirbt der andere, und sie alle haben denselben Geist. Der Mensch ist den Tieren somit nicht überlegen“ (Prediger 3:19).

Allerdings gibt es für Menschen, die gestorben sind, einen entscheidenden Unterschied zu den Tieren: Sie werden auferstehen! Was ist aber mit der Auferstehung der Toten gemeint? Folgender Vergleich macht die Sache etwas verständlicher.

Angenommen, ein Haus brennt bis auf die Grundmauern ab und der gesamte Schutt wird weggeräumt. Das Haus existiert also nicht mehr. Wenn jedoch der Architekt dieses Hauses noch die Baupläne hat, dann ist er in der Lage, dieses Haus mit neuen Materialien wieder aufzubauen. Das neue Haus gleicht dann dem alten dann ganz genau, bis auf die Verfallserscheinungen, die das alte Haus bereits hatte.

Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten. Gott verfügt aufgrund seines grenzenlosen Gedächtnisses über die Möglichkeit, jeden Menschen, der irgendwann einmal gelebt hat, wieder neu zu erschaffen, mit all seinen Charaktermerkmalen, seinen Erinnerungen und natürlich seinem Aussehen. Daher kann die Auferstehung der Toten als das größte Wunder überhaupt bezeichnet werden.

Jesus Christus sprach von diesem Wunder, als er seinen Jüngern folgendes Versprechen gab: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29). Dann wird auch eine andere alte Prophezeiung in Erfüllung gehen, die besagt, dass Gott "den Tod für immer verschlingen" wird (Jesaja 25:8).

Es wird also eine Zeit geben, in der Gott nicht nur die Gräber der Toten leeren wird, sondern auch dafür sorgen wird, dass die Auferweckten für immer am Leben bleiben können. Dann wird das ursprüngliche Vorhaben Gottes mit der Erde und den Menschen verwirklicht werden: Die Erde wird zu einem wunderschönen Paradies werden, in dem es weder Kriege noch Hunger noch sonstiges Leid mehr geben wird.

Es bricht also ein neues Zeitalter an, dass im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3, 4). Sind das nicht großartige Aussichten?

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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In unserer heutigen Zeit übt der Gedanke der Reinkarnation, der Wiederverkörperung der Seele nach dem Tod, auf viele Menschen in unserem Land eine große Faszination aus, und so liegt buddhistisches Gedankengut heute scheinbar voll „im Trend“. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um eine Anpassung buddhistischer Gedanken an unsere westliche Wohlstandsgesellschaft, die dem ursprünglichen Anliegen des Buddhismus völlig zuwiderläuft: Im Buddhismus ist die Reinkarnation etwas Negatives und Leidvolles, wünscht sich ein Buddhist nichts sehnlicher, als nicht mehr wiedergeboren zu werden, nicht mehr als „Ich“ zu existieren, sondern wie ein Tropfen im Meer des Nirwana untergehen zu dürfen. In unserem gesellschaftlichen Kontext wird die Reinkarnation dagegen als etwas Positives wahrgenommen, als eine Möglichkeit, „im nächsten Leben“ wieder gut zu machen, was man im vorherigen versäumt hat, und sich so immer weiter nach oben zu entwickeln und selbst zu verwirklichen. So faszinierend dieser Gedanke auch klingen mag – er widerspricht der christlichen Botschaft ganz und gar und lässt sich mit ihr nicht vereinbaren. Nach christlichem Verständnis müssen nicht wir die Folgen unserer Verfehlungen abarbeiten und uns durch unser Tun nach oben entwickeln – vielmehr empfangen wir schon jetzt die Vergebung Gottes, die in Ordnung bringt, was wir verfehlt haben. Weiterhin setzt dieser Gedanke der Reinkarnation voraus, dass unser Körper nur in einem losen Verhältnis zu unserer Seele steht und letztlich unwichtig, ja vielleicht gar hinderlich sei. Wirklich wichtig sei nur die unsterbliche Seele. Die Heilige Schrift macht hingegen deutlich, dass Körper und Seele untrennbar zusammengehören und dass die Erlösung nicht nur die Seele, sondern auch den Körper mit umfasst. Dies bringen in besonderer Weise auch die Sakramente zum Ausdruck, in denen Gott ja gerade leiblich an uns handelt: Christus nimmt im Heiligen Mahl leiblich in uns Wohnung und wird gerade darum diesen Leib, in dem er lebt, am Ende einmal auferwecken – gewiss in einer Gestalt, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können, aber doch so, dass wir wieder „wir selber“ sein werden. Und der Gedanke der Reinkarnation verharmlost schließlich die Tatsache, dass in unserem Tod eine letzte Entscheidung fällt: Es ist den Menschen bestimmt, „einmal zu sterben, danach aber das Gericht“, heißt es im Hebräerbrief. Jetzt, hier in diesem Leben, fällt die Entscheidung über mein ewiges Geschick; ich habe keinen zweiten Versuch und sollte gerade auch von daher den Gedanken an das Ende meines Lebens nicht verdrängen. Dafür steht für mich zu viel auf dem Spiel.

Der Tod muss auch von irgendwo kommen, wenn man sich ihn als Person vorstellt, heißt also, dass hinter dem Tod, wahrscheinlich eine Straße ist, oder eine Tür, da er ins Haus kommen muss um einen zu holen...

Die Bibel sagt, dass wir mit Beginn unseres Lebens eine "lebende Seele" wurden. Wir bekamen keine Seele, die nach dem Tod irgendwo hinfliegen würde, sondern wir selbst SIND lebende Seelen:

"Und Jahwe Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch WURDE eine lebendige Seele." (1. Mose 2:7, EB)

Wie geht es mit uns weiter, da wir ja wegen der Sünde unserer Ureltern unvollkommen sind?

"Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben." (Hesekiel 18:4)

Wir alle sind dem Tod unterworfen. Was ist das für ein Zustand — der Tod?

"... was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr ... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [Grab], dem Ort, wohin du gehst." (Prediger 9:5, 10)

Mit anderen Worten: nach dem Tod kehren wir dahin zurück, wo wir uns vor unserer Geburt befanden: in den Zustand der Nichtexistenz:

"Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:19)

Wir leben nach unserem Tod also nirgendwo weiter, weder im Himmel, noch in einer Qualhölle (die die Bibel sowieso nicht lehrt).

Was bleibt von uns übrig? Wir bleiben in Erinnerung bei Gott. Er hat uns sozusagen in ein "Erinnerungsbuch" eingeschrieben:

"Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, Und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben Hinsichtlich der Tage, da sie gebildet wurden Und unter ihnen noch nicht einer da war." (Psalm 139:16)

Gott hat gewissermaßen unseren genetischen Bauplan aufgezeichnet (DNS). Anhand dieses Bauplans kann er uns neu erschaffen. Genau das versprach Gottes Sohn — Jesus Christus:

"Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Joh. 5:28, 29)

Gott führt also Buch über jeden von uns und kann uns nach unserem Tod wieder zum Leben auferwecken:

"Und ich sah die Toten ... und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten" (Offb. 14:12)

Wo werden wir leben, wenn Gott uns durch seinen Sohn auferweckt?

Eine begrenzte Anzahl wird gemäß Offb. 7:4 zu himmlischem Leben auferweckt. Und der große Rest von uns?:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

Wir werden also das wiedererlangt haben, was Adam und Eva verloren haben: ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde in Glück und Frieden.

Dann wird es keinen Tod mehr geben:

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

Diese schöne Hoffnung dürfen alle Menschen haben.

Ich glaube nicht an Reinkarnation. Ich glaube aber an die Auferstehung. Ich bin Christ, ich glaube an ein ewiges Leben nach dem Tod. Ich glaube nicht, dass man nach dem Tod in einem anderen Körper ein anderes Leben auf der Erde hat (z. B. als Tier oder in einer anderen Familie).

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein ewiges Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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