Was denken die Hippies darüber?

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Von uns Hippies ist niemand übriggeblieben, die Zeit ging einfach darüber hinweg.

Wie denn auch nicht, das System hatte sich nicht geändert, nicht die Ökonomie und nicht die Poltik.
Wie denn auch, es gab nach den Hippies nichts Vergleichbares.

Nun waren Hippies nicht politisch organsiert oder sonstig homogen, wollten das auch nicht sein.
Wir waren frei, das zu tun was wir getan haben, das war völlig ausreichend.
Es war unsere ureigene Zeit.
Ende der 1970er Jahre war diese Zeit vorbei.
Wir wurden die "Alten".

Der eine oder andere von uns hat länger festgehalten, an diesen Zeiten und fand immer weniger Gleichgesinnte.
Es war ein Ausnahmejahrzehnt, das uns gehörte, das Recht der Jugend.
Es gibt nichts zu bereuen.

Gäbe es ein nocheinmal, dann genauso.
Es gehört zum Leben, ein Rest bleibt immer.

Wie? Von "euch" ist also niemand übriggeblieben? :)

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@SchIaufuchs

Siehst Du noch einen von den Hippies, im Alltag?
Wir sind heute Ü60...bei einr U30-Party kommen wir am Türsteher nicht mehr vorbei "der Rentnerball ist eine Tür weiter"..

Wenn wir unsere alten Lieder wiederhören wollen nutzen wir youtube, oder schaukeln unsere Enkel auf dem Schoß.

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Das klingt für mich alles ziemlich pragmatisch...gibt es nicht zumindest Spuren von Schwermut und vielleicht auch Trauer, dass es nicht gelang das System zu verändern? Denn es klingt für mich nach einer sehr positiven Zeit, und es fällt mir schwer zu glauben, dass man da einfach von der schönen Idee abkommt und sich sang und klanglos wieder in die kleinkarrierte Gesellschaft einfügt?

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@Yamato1001

Es war eine postive Zeit, ein Akt von Freiheit, nur um die ging es.
Das System war nicht zu ändern, wir waren a-politisch, bestenfalls links.

Allein das Leben geht weiter, irgendwann stellt man sich seiner eigenen Familie, der eigenen Verantwortung, Jenseits der 30 udn dann stellst fest, zu der nachfolgenden Jungend, der Popper und Punker, gehört man nicht mehr, die waren anders.

Wir hatten unsere Idole, die einen starben jung, andere wurden mit uns alt.
Natürlich gibt es einen Schwermut, dass die Zeit vorrüber ging und sich nicht wiederherstellen läßt.
Naatürlich wollten wir nicht in die Mühlen unserer Alten einsteigen, fanden und denn doch im Hamsterrad wieder.
Ließe sich diese Zeit noch einmal leben und fühlen, jederzeit wieder und keinen deut anders.
So aber ist es nicht, diese Zeiten wiederholen sich nicht, bei aller Sehnsucht nicht.

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@Yamato1001

Aber ja, pragmatisch.
Lässt sich schwer beschreiben.
Irgendwann trittst ein in das Hamsterrad und verdienst 2.000 DM netto, gefolgt von 2.500 DM netto und usw.usw. nach 10 Jahren hast 6.000 DM netto.
Auch so ein Jahrzehnt danach...als Du noch denkst, wenn das so weiter geht, passt scho'...ging aber nicht so weiter und blieb auch nicht so, siehe heutige Löhne und Gepflogenheiten.

Das sind die Reste von denen ich sprach.
In alter Manier, trittst wieder raus aus dem Hamstrad, weil vorher ging es ja auch, ganz ohne den Bohei.
Dummerweise ging die Zeit darüber, jünger wirst nicht mehr.
Vielleicht gehst noch einmal zu den Konzerten der alten Bands,
Led Zeppelin, Uriah Heep, Deep Purpel, aber der Spirit kommt nicht mehr herüber, nur noch schön war die Zeit, wahrlich schön.

Schließlich, jeder nach seiner Art, kaufst einen Familienbaum, der Ort an dem man einst selbst seine letzte Ruhe finden möchte.
Auf so einen Gedanken ist man früher gar nicht erst gekommen.
Wir waren jung, das Leben weit offen.
Vielleicht hast noch einmal eine Chance, dass junge Leute kommen und den alten Geschichten lauschen.

Nein, da ist keine Reue, wir haben gelebt, in einem Moment der Freiheit.
Nur die Zeit lässt ich nicht zurückdrehen, das Gleiche wird nicht wiederkehren.

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Vielen Dank für die ausführlichen (und für mich bedrückend-traurigen) Antworten.

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@Yamato1001

Du wie wir alle müssen irgendwann akzeptieren, dass wir alt werden.
Dann "machst es noch einmal", kaufst Dir 'ne Schlaghose und Paar Mokassin, aber das Feeling kehrt nicht wieder.
Drumherum hat sich alles geändert, einschließlich der Menschen.

Früher, die Mädels trugen noch einen Minirock, weil es so herrlich anders war. Heute heißt es lapidar "na und, darf ich doch". Es ist egal geworden.

Wir hatten unsere Musik, nicht dieses "hmmmpf...hmmmmpf" des Techno.
Unsere Bands haben sich noch abgearbeitet an ihren Instrumenten, haben noch reingehauen in die Gittere und Schlagzeug, dass man für eine Weile alles vergessen hatte.
Könnten wir noch einmal, dann genauso wieder, ohne Änderung.

Nun denn, jede Zeit hat ihre Jugend und Jugend ihr Recht anders zu sein, als die Alten.
Zu bereuen ist das Heute, die Instrumentalsierung der Jungen, sie werden heute früher alt, als zu unserer Zeit.

Das schöne ist, wir haben Geschichte gemacht, für unauslöschbare Zeiten.

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"Alle haben sich lieb" und "Wir sind eins" ist schon im Ansatz derart verniedlichend diffamierend formuliert, dass du da kaum ernsthafte Antworten zu erwarten hast. Diese Leute waren bestimmt nicht so blöde, wie du sie herablassend kennzeichnest. (Und ja; ich weiß: ... war doch gar nicht so gemeint.)

Schön, du hast erkannt, dass es nicht herablassend gemeint war. Ich hoffe das geht aus dem Rest des Textes deutlich hervor. (Ich gehe davon aus, dass du auch den Rest der Frage gelesen hast und nicht nur diese - zugegebenermassen unglückliche - Formulierung) Darum um es nocheinmal klarzustellen - ich erhoffe mir wirklich ernsthafte Antworten und nicht nur Kritik an der Formulierung der Frage.

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@Yamato1001

Meine Reaktion ist wohl etwas zu scharf, das sehe ich ein. Allerdings gibt es in der dokumentargängigen Abildung dieser Kultur durchgängig einen derartig uninformierten und oft auch an Verunglimpfung interessierten Hochmut, dass der Eindruck von Beeinflussung aufkommen kann, bei vielen "aufklärenden" Reportagen über "68er", "Gegenkultur" oder - Speerspitze des interessierten Blödfugs in diesem Genre - über "die RAF".
So. Und Du fragst nun nach "Enttäuschung" ...

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Ich muss eingestehen, dass ich mir noch ein zu wenig klares Bild darüber gemacht habe, darum die offenbare, ausversehene Untertreibung...

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@Yamato1001

Ich kenne da keine "gut zusammenfassende" Literatur. Ein interessantes Einzelschicksal ist "Bommi Baumann", aber selbst der französische Meistgesuchtverbrecher Mesrine gibt Dir Einblicke. Natürlich das legendäre "Klau mich"-Buch von Fritz Teufel ... Es gibt erlesene Einzelwerke. "Vulkantänze" (Röttgen/Raabe) verlangt schon ... guten Willen, ist dann aber um so reicher. Horx "Es geht voran" bzw. "Glückliche Reise" geben vielleicht besser als manche nicht so gute Zeitgeistliteratur (wie von P.P. Zahl) die heikle Seite dieses Lebensgefühls wieder.

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Die plakativen Parolen waren "Make Love not War"...weniger plakativ war "früher waren wir Jäger und Sammler, heute sind wir
Hippies und Gammler".

Wehrdienstverweigerer gingen nach Westberlin und wurden Hausbesetzer, Studienabrecher oder sonstig queer, wie man das heute vielleicht nennt.

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Vielen Dank, dass wir trotz diesem etwas unglücklichen Start doch noch eine gute Diskusion erreicht haben. :) @Schlaufuchs - Ich werde mir deine Büchertipps zu Herzen nehmen und die genannten lesen. lg

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