Was definiert die Waldorf-Schulen?

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7 Antworten

Ich würde es schon etwas komisch finden, wenn sich freie Christengemeinden freiwillig mit der Antroposophie abgeben. Das käme sehr wahrscheinlich darauf an wie stark die Antroposophie an der Schule gelehrt wird. Vielleicht sehen es aber viele Christen nicht so eng und finden die alternative Schulform ganz toll. Kein Notenstress, kleinere Klassen, ein eher gefühlsbetonter Unterricht; Kunst, Musik und Tanz wird gefördert - Ist doch alles prima.

Was Du aber vermutlich meinst, ist eine spezielle Christengemeinde: https://www.psiram.com/ge/index.php/Christengemeinschaft

Die Antr. ist im Wesentlichen keine Abspaltung vom Christentum. Sie beinhaltet sicher diverse Teile des (gnostischen) Christentums, ist aber eher eine esoterische Denkart.

In der Antr. spielen in der Erziehung die "Auren" eine große Rolle, die mit der Entwicklung des Kindes bis zum Erwachsenen zusammenhängen. Bis zum 7. Lebensjahr ist der Mensch angeblich nur so weit entwickelt dass er Dinge nachahmen kann, zwischen 7 und 14 wird Wert auf Autorität gelegt und erst ab 14 kann er erst Ding wie Naturwissenschaft mit allen Sinnen begreifen.

Mehr zur Waldorfpädagogik findest Du hier:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Waldorfp%C3%A4dagogik

Zur Antr. insgesamt:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Kategorie:Anthroposophie

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Im weitesten Sinne ist das doch eine alternative Weltanschauung die
irgendwie abgespalten ist von vom ursprünglichen christlichen
Gedankengut?

Anthroposophie entstammt dem gnostisch-esoterischen Umfeld und ist mit christlicher Weltanschauung etwa soviel zu tun wie der Papst mit dem Kinder kriegen. Um sie zu verstehen, muss man die Geschichte ihres Gründers verstehen.

Anthroposophie wurde von Agrippa von Nettesheim in seinem Buch Arbatel de magia veterum, summum sapientiae studium (1575) erstmals definiert. Rudolf Joseph Lorenz Steiner hat nach ganz moderner Manier vieles davon übernommen und für seine eigene Erkenntnisse ausgegeben.

Er hatte zwar 1879 begonnnen an der Technischen Hochschule von Wien zu studieren, aber es 1883 ohne Abschluss abgerochen.

Als er 1984 Goethes Werke herausgibt, wurde das anfangs mit Wohlwollen aufgenommen, aber bald wurde bemerkt, dass Steiner nicht Goethes Sicht wiedergibt, sondern seine eigenen unwissenschaftlichen Standpunkte da hineininterpetiert. Auch werden handwerkliche Fehler und Nachlässigkeiten, die er begangen hat, scharf kritisiert.

1888 traten bei einer Buchrezension Steiners erstmals antisemitische Tendenzen zu Tage. Er hatte unter anderem die Eigenständigkei des jüdischen Volkes geleugnet.

1891 promoviert Steiner in Rostock zu Doktor der Philosophie mit 'rite'. Damit ist er zumindest nicht durchgefallen.

1894 scheitert Steiners Versuch der Habilitation wegen Unwissenschaftlichkeit.

1897 kommt es zu einem weiteren antisemitischen Ausfall von Steiner. Diesmal sind Herzl und Nordau (die Leitfiguren der Zionismus) die Leidtragenden. Ab 1900 unterstützte Steiner dann offen den Antisemitismus.

Und so geht es in der Geschichte weiter.

Stimmt es, dass die meisten Waldorf-Schüler freien Christengemeinden angehören?

Nein, die meisten Eltern der Schüler kommen aus dem esoterisch-gnostischen Milieu. Sie sind aber oft Mitglieder der Christengemeinschaft, einem anthroposophischen Ableger, um Christen zu gewinnen. Sie haben aber mit Christentum genauso viel zu tun wie die Anthroposophie selbst.

Und in welchem Zusammenhang steht sie mit dem Lehrplan der Waldorf-Schulen?

Die Anthroposophie ist das Zentrum der Waldorfpädagogik. Allerdings stehen sie unter einem zwiespätltigen Druck.

Einserseits soll ja laut Anthroposophie das Lernen freiwillig erfolgen, andererseits müssen aber auch Lernziele erreicht werden. Deshalb scheitern viele Schüler beim Wechsel in eine andere Bildungseinrichtung und einigen Waldorfschulen wurde das Öffentlichkeitsrecht deswegen entzogen (zuletzt in Wien). Deshalb gibt es ja auch einige Vereine von Waldof Geschädigten

Und was genau wollen die eigentlich erzielen?

Sie wollen zu einem neuen Menschen erziehen. Diese Nazi-Terminologie wurde von ihnen selbst verwendet.

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Flimmervielfalt 29.09.2016, 17:54

Aber was definiert denn diese Antroposophie? Woran glaubt man denn, wenn man dem folgt?

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josef050153 29.09.2016, 20:26
@Flimmervielfalt

Man glaubt z.B. dass die Seele durch verschieden Shären auf die Erde kommt, um sich hier zu inkarnieren. Das ist aber genau die antike Spärenlehre der Planeten, welche heute als absolut unwissenschaftlich gilt.

Man glaubt an Reinkarnation, klar unterteilte Abschnitte der Geschichte und an ein Esoterisch-gnostisches Menschenbild, natürlich ohne dafür Beweise vorlegen zu können.

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Flimmervielfalt 30.09.2016, 07:41

Woah, das ist echt furchtbar. Und das ist die Grundlage der Pädagogik an Waldorf-Schulen?

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josef050153 30.09.2016, 11:30
@Flimmervielfalt

Es ist die Grundlage der Anthroposophie und damit auch die Grundlage der Waldorf-Pädagogik.

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Hallo, manche der fragen die Sie gestellt haben kann ich leider selbst nicht so richtig beantworten, aber etwas allgemein zu Waldorf-Schulen kann ich Ihnen schon sagen.

Also, in Waldorf-Schulen ist wie gesagt das System anders, im Sinne, dass es z.B. zusätzliche Fächer gibt, wie Eurythmie, Schneidern, Löten, Schreinern, Pastizieren (mit Ton) oder Metalltechnik. Der Sinn der Sache ist, die stärken jedes einzelnen Schülers zu stärken. Falls jemand in Sprachen oder was weis ich nicht so gut ist, hat der oder die jenige immer noch die Möglichkeit sich für Kunst zu entscheiden. Man würde außer Fanzösich immer noch alle anderen Fächer haben und mit Fach Abitur die Schule beenden.

Man hat bis zur 13. Klasse. bis zur 9. Klasse bleibt man mit der gleichen Klasse und dem gleichen Lehrer, ab der 9. hat man dann zwei Klassenbetreuer. In der 10. Klasse macht man die Abschlussarbeiten, um den Hauptabschluss zu haben (es ist nicht plicht). In der 12. Klasse macht man Fach Abi und in der 13. Klasse Abi (falls man Abi nicht schaffen sollte, was eigentlich nie der Fall ist, könnte man es wiederholen).

Ich weis nicht ob das jetzt sonderlich geholfen hat, aber ich hoffe es.  :)

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Die Anthroposophie als eine spirituelle "Weisheit vom Menschen" stellt in den Waldorfschulen die Grundlage für die Betrachtung des Kindes und Jugendlichen dar und spielt auch in der Ausbildung der Waldorflehrer*innen eine Rolle, im Unterricht kommt sie jedoch nicht vor. Mehr dazu findest Du hier: http://www.waldorfschule.de/waldorfpaedagogik/anthroposophie/

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Die Waldorfschulen zeichnet auch aus, dass es dort weitestgehend kein Notensystem gibt, wie wir es auf öffentl. Schulen sehen.

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ihr ganzheitlicher pädagogikansatz

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Dort gibt es eher gemeinschaftliches Lernen und kein "richtiges" Notensystem

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