Was darf ich alles in einer Tanzschule?

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2 Antworten

Es gibt unzählige Tanzschulen, die in ihren Räumen Veranstaltungen für Dritte (Familienfeiern wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen, aber auch politische Zusammentreffen, Ausstellungen oder Konzerte) ausrichten und dafür ihre Räume gegen Entgelt zur Verfügung stellen (auch an Tanzschul-Fremde). Solche Veranstaltungen finden sowohl in Tanzschulen statt, die eigene Räume haben, als auch in Tanzschulen, die ihre Betriebsräume nur gemietet haben. Insofern sollte das zunächst einmal grundsätzlich kein Problem darstellen.

Ob und inwieweit das eventuell schon als Untermietverhältnis zu werten ist, sollte man einen Juristen fragen. Ein solches könnte ggf. durch den Mietvertrag ausgeschlossen oder es könnten bestimmte Grenzen festgelegt worden sein.

Zudem gilt es noch die Auflagen zu beachten, die die Ordnungsbehörde der Stadt der entsprechenden Tanzschule bei ihrer Anmeldung gemacht hat (Stichwort Immissionen). Hier dürfte es vor allem um die Lärmbelästigung für die Nachbarschaft gehen, wenn laut gefeiert oder Musik gemacht wird, und vor allem wenn die Gäste in der Nacht die Tanzschule verlassen (lautes Verabschieden vor der Tür, Autotürenschlagen, Abfahrgeräusche etc.).

Beachtet man das nicht und beschwert sich anschließend nur ein Anwohner bei der Stadt, kann man ziemlich heftige Probleme bekommen. Es gibt relativ aktuelle Beispiele aus dem östlichen Ruhrgebiet und aus dem Kölner Raum. In diesen Fällen mussten die Tanzschulbetreiber hohe Mauern bauen (sehr teuer), oder die Tanzschule wurde per Gericht komplett zum Umzug gezwungen (vermutlich noch viel teurer). Ursache war in diesen Fällen nicht der originäre Tanzunterricht, sondern die von der Tanzschule ausgerichteten (eigenen) Veranstaltungen.

Das darfst Du, sofern im Mietvertrag nichts Gegenteiliges vereinbart wurde.

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