Was darf ein Kopfgeldjäger in Amerika alles machen?

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"Ein Kopfgeldjäger unterscheidet sich von Privatpersonen dadurch, dass er gewisse Sonderrechte hat (abgeleitet von den Kautionsbüros). Er darf einen Flüchtigen auch in andere Bundesstaaten verfolgen, was beispielsweise ein normaler Polizist nicht dürfte. Allenfalls bei Bundesvergehen könnte die Bundespolizei (FBI) einen Flüchtigen USA-weit verfolgen. Der Kopfgeldjäger darf eine flüchtige Person jedoch nur in den USA jagen, nicht im Ausland. So könnte er etwa wegen Entführung oder Verschleppung belangt werden, wenn er in Mexiko oder Kanada aktiv würde. Einige Länder erkennen aber von Kopfgeldjägern vorgelegte Haftbefehle an und liefern Flüchtige an die USA aus.

Dem Kopfgeldjäger ist es per Gesetz erlaubt, sich als eine andere Person auszugeben, um durch Täuschung an Informationen über den Aufenthaltsort des Flüchtigen zu gelangen. Der Kopfgeldjäger darf in vielen Bundesstaaten sogar ein Gebäude, notfalls mit Gewalt, betreten, um den Flüchtigen festzunehmen. Er muss sich aber sicher sein, dass sich der Gesuchte im Gebäude aufhält. Für Eigentumsschäden während der Verhaftung haftet der Kopfgeldjäger persönlich.

Die Gesetze der verschiedenen US-Bundesstaaten unterscheiden sich erheblich hinsichtlich der Rechte und Pflichten eines Kopfgeldjägers. In einigen Bundesstaaten gibt es bis auf die Anforderungen des beauftragenden Kautionsagenten keinerlei Ausbildungs- oder Lizenzeinschränkungen. In manchen Bundesstaaten muss sich der Kopfgeldjäger vor der Durchführung einer Festnahme gerichtlich registrieren lassen, um vor einer Anklage wegen Entführung geschützt zu sein. Auch gibt es Unterschiede bei der äußerlichen Kennzeichnung: Einige Bundesstaaten verlangen, dass Kopfgeldjäger Dienstmarken und Aufnäher tragen, die sie als solche ausweisen, andere Bundesstaaten verbieten diese, um Verwechslungen mit Polizeibeamten zu vermeiden. Manche Bundesstaaten schränken die Kopfgeldjagd erheblich ein oder verbieten sie ganz.

Der Kopfgeldjäger liefert den Flüchtigen an die Polizei aus - vorzugsweise an die zuständige Polizei des Gerichtsortes. Zu diesem Zweck haben viele Kautionsagenten und Kopfgeldjäger den Haftbefehl bei sich, so dass ein Erscheinen bei der Polizei am Verhaftungsort entfallen kann."

http://de.wikipedia.org/wiki/Kopfgeldj%C3%A4ger#RechteundLeistungendesKopfgeldj.C3.A4gers

@ martin80

Oh Mensch, ich wollte gerade das Gleiche schreiben... naja, mein Pech... gute Antwort. :o) LG

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nein, das ist nämlich kein anerkanntes gewerbe, sondern nur "hobby".... die haben nicht mehr rechte als normale bürger, spielen nur lieber detektiv

Das ist kein offizieller Beruf.Das sind normale Menschen.

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