Was darf der TÜV für die HU verlangen? Unterboden abnehmen?

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5 Antworten

Die HU-Richtlinie schreibt vor, dass der Prüfer zerlegungsfrei prüfen muss. Dies hat für den Halter Vor- und Nachteile. Da der Unterboden durch eine Werkstatt freigelegt werden soll (kostenpflichtig), ist dies für die HU nicht zumutbar und auch nicht zulässig. Er macht eine Sichtprüfung und bewertet das Fahrzeug "Zum Zeitpunkt der HU" und macht auch keine Vorhersage für die nächsten 2 Jahre! Also zur Nachprüfung mit Unterbodenverkleidung vorfahren und den Prüfer auf die Vorgaben der HU-Richtlinie freundlich hinweisen. Dass seit dem 1.7. nun viel mehr Mängel zum Ergebnis "Erhebliche Mängel" führen liegt an einer Verschärfung der o.a. HU-Richtlinie, die der Verordnungsgeber erlassen hat und nicht auf die Freude der Überwachungsorganisationen stößt. Denen ist es lieber, zufriedene Kunden (d.h. mit Plakette) zu haben, also unzufriedene. Da diese Mängeleinstufung für alle Organisationen gilt, ist es also egal, wohin man geht. In der Werkstatt ist es aber immer teurer. Viel Erfolg.

Ich hatte auch mal so einen Oberschlauen, der Sachen sah, die es gar nicht gab. Der gab mir auch keinen TÜV . Ich habe dann in der TÜV Zentrale den Chef gesprochen und mich beschwert und gedroht, ich lasse alles in die Zeitung schreiben. Mein Auto wurde am nächsten Tag in der Zentrale abgenommen. - Ohne Mängel! Übrigens war ich letzte Woche mit dem Wagen meiner Tochter wieder da. Den Prüfer vom letzten mal lehnte ich von vernherein ab. Habe bemerkt, daß mittlerweile fast jeder Fliegendreck ein erheblicher Mangel ist. Bestimmt um die Mängelhäufigkeit älterer Fahrzeuge nach oben zu schrauben, da ja gewollt ist, Fahrzeuge ab 7 Jahren dann jährlich vorzuführen. Nächste Woche habe ich wieder ein Auto so weit. Da probiere ich einen anderen.Nix mehr TÜV!

Der Tüv hat die Pflicht das zu Prüfende Fahrzeug auf Fahrsicherheit zu prüfen. Will er nun den Unterboden sehen um sicherzugehen, dass man nicht in den nechsten 2 Jahren durchbricht, ist das Rechtlich korrekt. Es geht immerhin um die Fahrzeugstabilität. Besonders bei Fahrzeugen die in der Landwirtschaft gefahren werden ist das wichtig, da Dreck, Salz, Wasser und Sand auch durch kleine spalte durchgelangen. Nach 10 Jahren entsteht da unten dann eine schöne modernde Dreckschicht, die den Unterboden zerfressen kann. Da ist es dann auch gut möglich, dass man irgendwann mal mit dem Sitz runterbricht. Das war bei meinem Auto ganz übel am Schutz vom Tankstutzen. Da war Dreck bis obenhin drinn. Den hab ich einfach weggerissen und der bleibt auch weg. Windgeräusche hin oder her :D

Die Unterboden-Verkleidung wurde wohl von die selbst montiert ? Wenn das der Fall war kann der TÜV das sehr wohl verlangen, das du sie abmontierst !

barnyph 27.10.2012, 18:47

Die Verkleidung ist Original (Mercedes A Klasse), vor vorne bis hinten komplett verkleidet (wie inzwischen wohl bei den meistens Fahrzeugen). Das Auto ist also im Original Zustand vorgeführt worden, ohne jegliche bauliche Änderungen!

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Reisekoffer3a 27.10.2012, 18:56
@barnyph

Es könnte doch vielleicht sein, das bei deinem Baujahr noch keine werks- mäßige Unterbodenverkleidung geliefert wurde. Deshalb die TÜV Beanstandung !

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gast317 27.10.2012, 18:59
@barnyph

Der aaS will tragende Teile sehen, die eben durch diese Abdeckung verdeckt sind... da gibts nur eine Möglichkeit - entweder ab, damit man festellen kann, ob das Zeug noch i.O ist, oder es gibt eben ein negatives Urteil, weil man im Zweifel davon ausgehen kann/muß , dass die Träger Schrott sind.

Ich gehe davon aus, dass der Prüfer unter der Abdeckung ein Problem vermutet -ist bestimmt nicht die erste A-Klasse, die er begutachtet- und er auf Nummer sicher gehen will.

Gerade Mercedes "glänzt" inzwischen bei einigen Modellen durch erhebliche Rostprobleme...

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barnyph 27.10.2012, 19:08
@gast317

Der Prüfer mag ja vermuten, das ist ja auch völlig legitim. Er soll ruhig gründlich schauen. Nur möchte ich nicht, auf meine Kosten, das Auto für die HU 'vorbereiten', damit er es leichter hat. Soll der doch selber abschrauben, schließlich steht der Wagen ja bereits auf der Bühne. Ich muss so nun wieder Werkstatt-Termine machen, dafür ggfs. Urlaub nehmen und kostenpflichtig Originalteile abmontieren lassen, damit der Prüfer in wirklich jede Ecke schauen kann. Das kann doch nicht rechtens sein!?

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gast317 27.10.2012, 19:23
@barnyph

Das ist Dein Auto und damit Dein Problem ... entweder Du ermöglichst die Prüfung, oder es wird eben negativ beurteilt, weil eben keine Prüfung möglich ist und der aaS nicht den Kopf für Sachen hinhält, die er nicht gesehen hat.

Das ist das gleiche, wenn Schweißarbeiten an tragenden Teilen gemacht werden, dann ist beispielsweise das Fahrzeug noch ohne Unterbodenschutz, etc. vorzuführen, damit geprüft werden kann.

Ich hätte wahrscheinlich einfach auf der Bühne des TÜV selbst das Werkzeug gezückt und die paar Schrauben rausgedreht... is eigentlich eine Sache auf 2 Minuten.

Wir haben auch schon eine zu scharf eingestellte Anhängerbremse noch auf der Bühne beim TÜV eingestellt ... die Prüfer haben zwar etwas schief geguckt, aber nicht einmal etwas dazu gesagt.

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barnyph 27.10.2012, 18:49

Ja, wäre einen Versuch wert, kostet dann aber wieder volle HU Gebühr .....

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poliei 27.10.2012, 19:09
@barnyph

aber eventuell muß dann nicht der kunststoffunterboden entfernt werden ,wobei es natürlich sein kann das sich darunter massive sicherheitsrelevante problemzonen befinden ,weswegen der tüv prüfer dieses auf verdacht gefordert hat ???

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