Was darf der Chef einbehalten?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

darf er einfach beschliesen mir keine sonntagszuschläge mehr zu bezahlen? Da im Vertrag nichts drin steht darüber.

Ja (leider) ...

... wenn sie nicht arbeits- oder tarifvertraglich vereinbart sind oder aufgrund einer betrieblichen Übung ein Rechtsanspruch besteht. Alleine aufgrund gesetzlicher Bestimmung gibt es jedenfalls keinen Anspruch.

Allerdings muss der Arbeitgeber für Sonn- und Feiertagsarbeit einen Ersatzruhetag gewähren (Arbeitszeitgesetz ArbZG § 11 "Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung"); von dieser Bestimmung darf aber tarifvertraglich abgewichen werden (§ 12 "Abweichende Regelungen").

Anders ist es bei den Nachzuschlägen: Wenn die Voraussetzungen nach § 2 "Begriffsbestimmungen" erfüllt sind, hat der Arbeitgeber einen "angemessenen" Ausgleich für Nachtarbeit in Zeit oder Geld zu gewähren (§ 6 "Nacht- und Schichtarbeit" Abs. 5), wenn es keine arbeits- oder tarifvertragliche Regelung dazu gibt.

pause die ich nie hatte die auch auf meine stundenzetteln stehn.

Deine durchgearbeiteten Pausenzeiten sind "verloren".

Durchgearbeitete Pausen kannst Du nicht als gearbeitete Zeit geltend machen. Nicht nur der Arbeitgeber hat Dir die Pausen zu ermöglichen - Du musst auch selbst für ihre Einhalten sorgen.

Und wie sieht es aus mit den Anwaltskosten ? Die sind zwar alle bezahlt aber dadruch das die anwältin die hälfte vermasselt hat (sie ist auch nur ein Mensch). Kann ich mir die auch irgendwie zurück holen ?  

Wohl kaum.

Die Anwaltskosten in einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung (bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung in der 1. Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens, unabhängig von seinem Ausgang) trägt jede Partei selbst.

Solltest Du Deiner Anwältin allerdings nachweisen können, dass Du einen finanziellen Schaden aufgrund einer beweisbaren falschen Beratung durch sie erlitten hast, kannst Du sie schadenersatzpflichtig machen; das dürfte jedoch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen (wofür Du wieder einen Anwalt benötigen würdest) - und die konkrete Beweisführung, dass tatsächlich eine falsche Beratung stattgefunden hat, ausgesprochen schwierig sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dir steht gesetzlich eine Pause zu, wenn du durcharbeitest ist das deine Entscheidung worauf du keinen finanziellen Ansprüche hast. Ich frag mich gerade, wieso dein Vorgesetzter nicht aktiv dahinter ist, dass die Pausen seiner Mitarbeiter eingehalten werden. Sonntags und Nachtzuschläge müssen ausbezahlt werden und wie du schon richtig erkannt hast, funktioniert das mit dem Urlaub nicht so einfach. Die Arbeiterkammer muss dir kostenlosen Rechtsbeistand zur Verfügung stellen, habt ihr eine Gewerkschaft ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von xNayria
14.11.2016, 21:38

Nein. Ich war aber schon wie gesagt beim Anwalt und nun liegt alles beim Arbeitsgericht. Ich hab wie gesagt das mit den nachtzuschlägen selber gefunden DAS er diese Zahlen muss nur leider mit den sonntagszuschläge nicht.

0

Was möchtest Du wissen?