Was darf das Arbeitsamt/Jobcenter und was nicht?

14 Antworten

Die Lösung ergibt sich aus den Paragraphen 7 und 11 des SGB II. Paragraph 7 Absatz 4 legt fest, dass Kinder, die genug Geld verdienen, um Ihren Bedarf selber zu decken, nicht Teil der Bedarfsgemeinschaft sind. Dadurch gewährleistet das SGB II, dass durch den Ausschluss des Kindes aus der Bedarfsgemeinschaft eben auch kein Einkommen des Kindes für die Eltern zur Verfügung steht. Deutlicher wird es nochmal in Paragraph 9 Absatz 2, der klar stellt dass das Einkommen der Eltern auch für die Kinder zur Verfügung stehen muss. Kein Wort vom umgekehrten Fall. Ausnahme Kindergeld Der Grundsatz, dass kein Geld der Kinder auf die Eltern übertragen werden darf hat eine kleine Ausnahme für das Kindergeld. Die gesetzliche Regelung besagt, dass wenn ein Kind so viel Geld verdient, dass es nicht mehr hilfebedürftig ist, das Kindergeld den Eltern zusteht (Paragraph 11 Absatz 1 SGB II).

deine familie ist im leistungsbezug. aus dem grund werden sie als bedarfsgemeinschaft behandelt. der bedarf deiner schwester setzt sich zusammen aus ihrem regelsatz und ihrem mietanteil. abgezogen werden kindergeld und einkommen nach abzug der freibeträge. wenn sie bedarfsdeckend verdient ist sie nicht mehr mitglied der bedarfsgemeinschaft. sie zahlt ihren anteil der miete, strom, internet/telefon, lebensmittel an die eltern und mit dem rest kann sie machen was sie will.

was das jc hier versucht ist eventuell die unterstellung einer haushaltsgemeinschaft. dieser kann deine schwester wiedersprechen durch einen kurzen dreizeiler: ich untersütze meine eltern nicht in geld und geldeswert. unterschrift kind

damit ist ein über den bedarf hinaus anzurechnendes einkommen vorbei. die eltern erhalten weiter ihren regelsatz und mietanteile. sollte kind übersteigendes einkommen haben, wird das übersteigende kindergeld den eltern angerechnet.

sollte kind nicht genügend einkommen haben um bedarf selbst zu decken, verbleibt es im aufstockenden leistungsbezug. dann ist natürlich wichtig, zu gucken und zu prüfen welche vermögenswerte kind hat. hier gilt: 150 euro pro lebensalter, 250 euro für rentenvorsorge, 750 euro für eventuelle neuanschaffungen, ein auto bis 7500 euro...

diese vermögenswerte muss kind nachweisen durch kontoauszüge in kopie oder fahrzeugschein in kopie.

kind hat auch die möglichkeit zu sagen, dass es auszieht und nimmt sein einkommen und das kindergeld mit. dann muss es niemanden rechenschaft ablegen und kann eventuell zusätzlich bab beantragen.

zur unterhaltspflicht der eltern: ja die besteht, aber die eltern sind aufgrund alg2-bezug nicht leistungsfähig. da deine schwester im bezug ist, ist sie verpflichtet bei einkommen für sich selbst zu sorgen.

Die Handlungsweise des JC ist so nicht korrekt.

Wenn Deine Schwester sich selbst unterhalten kann mit ihrem Einkommen, fällt sie aus der Bedarfsgemeinschaft raus. Sie muss nicht die Eltern "aushalten". Im SGB II gibt es keine Unterhaltspflicht gegenüber Angehörigen.

Das heißt, nur ihr Regelsatz darf "einbehalten" werden. Der Regelsatz + Miete der Eltern und Deiner muss weitergezahlt  werden (für 3 Personen eben). Deine Schwester muss ihren Mietanteil + Kostgeld an Deine Eltern zahlen.

Ihr solltet dringend in eine Beratungsstelle für ALG II Empfänger gehen.

Nur mit ihrem Azubigehalt von 700€ brutto (netto = 550€?) kann sie sich nicht selber unterhalten. Von daher wird es schon angerechnet. Warum wohl auch nicht?

Ob die Fragestellerin noch im Haushalt lebt, steht nicht in der Frage. So wie ich es sehe, will sie nur helfen.

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@webya

Die Höhe stand nicht in der Frage. Zu den 550 kämen noch ca. 200 Euro Kindergeld - da sieht das schon anders aus.

Ihr Regelsatz + anteilge Miete (die nicht bekannt ist) wäre da anzusetzen.

Trotzdem schadet es nichts, wenn sie sich woanders kundig machen, oder?

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@beangato

klar kann sie sich kundig machen. Aber der Hinweis, dass sie nicht das gesamte Azubigehalt behalten darf ist schon angebracht.

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Umschulung durch das Arbeitsamt

Hallo zusammen :) Ich habe eine Ausbildung zur Friseurin gemacht und im 2. Lehrjahr starke ausschläge bekommen, war des Öfteren bei Ärzten die mir immer Kortison verschrieben und der Hausarzt sagte es sei neurodermitis ( hatte ich nie zuvor gehabt :/) Zum Ende der Ausbildung wurde es dann so richtig schlimm im Gesicht, Rücken und überall, so beschloss ich dann mit dem Gesellenprüfung aufzuhören als Friseurin zu arbeiten .... Ich war beim Arbeitsamt, die dann sagten dass die Ärzte scheise gebaut haben und nichts getestet haben (ich wollte eine Umschulung ) Ich dachte da an Sanitäter oder irgendwas die Richtung , bis das Arbeitsamt die make-up Artist Schule ansprach (ich ging davon aus, dass das nicht geht) So, dann hat das Arbeitsamt gesagt ich soll doch bitte wieder versuchen in meinem alten Laden zu arbeiten und zu schauen ob die Haut wieder aufgeht (da zu diesem Zeitpunkt wieder alles verheilt war) , denn wenn ich wieder ausschlüge bekomme und der Arzt eine Allergie nachweisen kann , dann bekomme ich die Umschulung zum Visagist bezahlt ... Jetzt bin ich wieder auf 450 Basis in meinem Laden und arbeite neben bei noch beim McDonald's ... Und keine 2 Tage gearbeitet, schon bekam ich wieder Wunde stellen:( Jetzt zur Frage :) Wenn ich wiederlege ,dass ich eine Allergie habe , ist es dann wirklich so , dass ich die Umschulung bezahlt bekomme .? Denn das wäre ein Traum !!!! Und bekomme ich während der Umschulung Geld zum Leben, oder muss ich selbst schauen wie ich meine Miete zahlen? Weil Arbeitslosengeld gibt es ja nicht wenn ich in eine Ausbildung bin oder wie läuft das ? Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und danke sehr für Antworten !;)

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frage zu arbeitslosigkeit nach ausbildung und miete

Hi, also ich bin bald mit meiner ausbildung fertig (diesen sommer) mein betrieb übernimmt mich leider nicht! Wie läuft das dann mit der miete meiner wohnung? Wird die dann vom arbeitsamt gezahlt (solange ich keinen job habe)? Ich wohne mit meinem älteren bruder zusammen der aber nich arbeiten geht und auch kein arbeitslosengeld etc bekommt. Ich füttere ihn sozusagen durch, was aber nich schlimm ist weil er depressionen hat (er kann sowieso deswegen nicht arbeiten). Meine frage ist halt nur... bezahlt das amt dann trotzdem die miete obwohl ich mit meinem bruder zusammen wohne? Ich hatte nämlich mal wohngeld beantragt und das wurde nicht genehmigt weil mein bruder nicht arbeitslos gemeldet ist. Deswegen mach ich mir jetzt schon die ganze zeit nen kopf drum :/ hoffe jemand kann mir helfen!

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