Was charakterisiert das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft Beispiele ?

2 Antworten

Die klassischen Vertreter der Freien Marktwirtschaft unterstellten, dass sich in einem funktionierenden Wettbewerb für private Güter die Zuordnungen selbst regeln. Der Staat war lediglich für die Grundstrukturen eines fairen Wettbewerbs zuständig und Wächter über deren Einhaltung. Zudem, das hat bereits Adam Smith herausgestellt, war er die demokratische Plattform, öffentliche Güter auszuhandeln. Ansonsten sollte sich der Staat aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushalten (Nachtwächterstaat).

Diese idealistischen Vorstellungen ließen sich nicht halten. Erstens war der Staat nie neutral und zweitens mit zunehmenden Aufgaben selbst ein großer Wirtschaftsteilnehmer. Allein über die Steuer- und Geldpolitik hat der Staat erhebliche Lenkungsfunktionen, selbst wenn er sie nicht bewusst nutzt. Trotz Wettbewerb waren nicht alle Unternehmer gleich gut, sodass sich Schieflagen (Tendenz zum Oligo- und Monopol) herausbildeten. Die Theoretiker der Sozialen Marktwirtschaft nahmen daher Abstand von der Neutralität des Staates und wiesen ihm die Aufgabe zu, ausgleichend zu steuern, einmal, was die Verteilung angeht und zum andern, was kulturelle Schwankungen betrifft. Ziel sollte sein, dass soziale Ungleichgewichte abgemildert werden z.B. durch eine asymetrische Einkommensbesteuerung und Umverteilung, durch soziale Maßnahmen und Sicherung einer Grundversorgung aller Basisbereiche wie Bildung, Gesundheit, Recht.

Siehe dazu z.B.

https://youtube.com/watch?v=gtG0Af9Pjlc

Eine breite Teilhabe der Menschen am wirtschaftlichen Erfolg,
ls Deutschland noch eine soziale Marktwirtschaft hatte und genau keine Agenda 2010.

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