Was ca. verdienten Holzmacher, Geschirrführer und Betriebsschloßer um 1890-1940 in Dtl.?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das dürfte schwierig werden. 50 Jahre sind eine lange Zeit. Wir hatten 1914-23 z.B. eine Inflation, die zum Schluß sogar zur Hyperinflation wurde. Da änderte sich das Preis- und Lohngefüge z.T. stündlich. Auch 1939-48 gab es eine Infaltion.

Mmmh...hab ich gar nicht bedacht.

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@Bloodyrainbow

Falls Du an den 20bändigen Brockhaus von Ende der 20er/ Anfang der 30er herankommen solltest: Da steht zumindest drin, was man bei der Reichswehr verdiente.

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@Bloodyrainbow

Ach, und da fällt mir noch ein das Zitat von 1907 von Christian Morgenstern (1871-1914):

"Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, daß sie sich Kriege für 60 Milliarden leisten müssen."

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Das darfst du nicht über das Geld machen, einerseits gab es verschiedene Währungsreformen und anderseits gab es Wirtschaftskriesen, wo die Preise durch Angebot und Nachfrage massiv beeinflusst waren. zB. Inflation Aber man kann das equivalent einiger Massen errechnen. 1 Reichsmark (1924) entspräche 3,60 Euro 1 Reichsmark (1929) entspräche 3,10 Euro 1 Reichsmark (1933) entspräche 4,00 Euro 1 Reichsmark (1939) entspräche 3,70 Euro 1 Reichsmark (1944) entspräche 3,30 Euro (Quelle: Wikipedia) Um deine Frage einigermassen zu beantworten: Ein gelernter Arbeiter verdiente in Deutschland 1940 (nach Tarif, falls angebracht) ca. 208.- Reichsmark, was ungefähr 690.- Euro entspräche. 1930 waren es nur 90.- Reichsmar, was ungefähr 270.- Euro entspräche. 1870 gab es keine Tariflöhne und die Lohnunterschiede waren so gross wie heute. Damals wurden noch Gulden bezahlt. Umgerechnet gab es den Lohn: Soldat 0.17 Goldmark, Akkordschlosser 0.86 Goldmark pro Tag, Taglöhner ca. 1 Goldmark pro Tag, Magistratenschreiber ca. 80.- Goldmark pro Monat, Lehrer 100.- Goldmark pro Monat. Eine Goldmark musst du ungefähr mit 9.86 Euro umrechnen. Ich hoffe es hilft dir zu verstehen, wie sich während dieser Zeitspanne, die Löhne entwickelten.

Da hat Bauingenieur recht. Wird ziemlich schwierig wegen der Inflation

Infolge der Kiregsschulden und der im Versailler Vertrag festgelegten Reparationen wurden die Staatseinnahmen immer geringer. Rohstoffe mussten aus dem Ausland eingekauft werden, die Preise stiegen. Der Staat lies mehr Geld drucken. Weil aber nicht mehr Waren zur Verfügung stand, stiegen die Preise weiter. Der Ruhrkampf (Januar bis August 1923) trieb die Inflation noch weiter voran.

Im November 1923 war das Geld praktisch wertlos.

1kg Bort kostete 1923
201 000 000 000 Mark!!!

Viele Menschen verloren ihr gesamtes angespartes Vermögen und wurden Feine der Weimarer Republik.

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