Was bringt einem eine "Anzeige gegen UNBEKANNT"?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo. ich habe vollstes Verständnis für Deinen Ärger und Deine finaziellen Bedenken bezüglich Deiner Rente. Dennoch bitte ich Dich folgendes zu bedenken: Im letzten Jahr wurden in Deutschland 6,5 Millionen Straftaten begangen. Seit dem 11 Sept. 2001 fehlen Bundesweit 10.000 Polizisten. Das ist politisch offenbar so gewollt.

Hat die Polizei Kenntnis von einer Straftat wird sie

a) eine Strafanzeige entgegen nehmen b) soweit Ermittlungsansätze vorhanden sind, auch versuchen, den Täter zu ermitteln.

Viele Ermittlungen laufen halt im Hintergrund ab, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

Nur:

Bei der o.g. Sachlage (Kriminalitätsaufkommen und Personalmangel) muss man sich auch damit abfinden, dass in Deutschland

"Kriminalität nicht bekämpft, sondern verwaltet wird"

Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von dem Buchautor Jürgen Roth. Google mal den Namen, dann weißt Du welche Bücher er schreibt.

Was glaubst Du wie viele Opfer einer Strafat (ich meine richtige Opfer) von Gewaltverbrechen anschließend alleine klar kommen müssen (leider und ohne dass ich dies gut heiße)

ohne den weißen Ring oder die Verkehrsunfallopferhilfe (um nur mal zwei nicht staatliche) Institutionen zu benennen, wären diese wirklich armen Scheine (auf gut Deutsch gesagt) komplett ohne Hilfe.

Ein weiteres Beispiel:

Die Bundespolizei hat im letzten Jahr 60 Millionen Euro einzusparen. Daher hat das BMI (Innenministerium) und das Bundespolizeipräsidium die Kilometerleistungen der täglichen Streifenfahrten strikt begrenzt. Je nach Zuständigkeitsbereich (der kann enorm groß sein) dürfen pro Dienstschicht nur noch 200 Km gefahren werden. danach bleiben die Autos stehen.

Was denken wohl die Menschen in den betroffenen gebieten, wenn die Polizisten zwar wollen, aber nicht dürfen ???

Im Bereich der Ostgrenze sind seit dem Schengenbeitritt von Polen und Tschechien zigtausende Bundespolizisten von der Grenze abgezogen worden. Frag mal die Menschen in den dortigen Kommunen, was dort los ist ??

Wie gesagt: Bei vollem Verständnis für Deine private Situation. Vieles ist politisch gewollt und nicht die Schuld der Polizei.

Die Bürger interessieren sich nur nicht für dieses Thema, solange sie nicht persönlich davon betroffen sind.

Seit Jahren (Niedersächsische Polizeireform von 1994) müssen Bürger zum Teil stundenlang auf die Polizei bei Bagatelldelikten warten, da für einen hunderte von quadratkilometern großen Bezirk nur zwei Streifenwagen zur verfügung stehen.

In Köln (und nicht nur dort) wartet man unter Umständen auch schon einmal 2-3 Stunden auf eine Streife um einen Unfall aufnehmen zu lassen.

Dein Delikt (Verkehrsunfallflucht ohne Personenschaden) ist nun einmal ein Bagatelldelikt und kommt zigtausend mal in Deu vor.

Sorry, aber bitte beschwer Dich über die Poliik und nicht über die Polizei

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Danke für Deine ausführliche Antwort.

Na, dass die Dienstfahrten reduziert wurden, kann ich nun wirklich nicht bestätigen. Ich hätte überhaupt kein Problem damit gehabt, mit meinem Wagen zur Aufnahme der Anzeige zur Polizei zu fahren, aber nein, sie wollten unbedingt an einem Sonntag selber eine Spazierfahrt machen und sind hier dann auch gleich zu dritt aufgelaufen. Von Sparmaßnahmen konnte man da nun wirklich nichts merken.

Sich über die Politik beschweren ... t´schuldigung, aber das macht nun wirklich schon jeder. Wer beschwert sich nicht darüber, dass man ohne Ende Steuern zahlt, aber kaum etwas davon zu spüren bekommt.

Mein Mann und ich haben in den letzten Jahren extremst zu spüren bekommen, was es heißt, in einem Rechtsstaat zu leben. Recht bekommt hier nämlich nur derjenige, der am dreistesten lügen kann und nicht der, der wirklich auch recht hat.

Naja, was soll´s ... aufregen bringt ja auch nichts, aber meiner Meinung nach wäre es wirklich nicht zuviel verlangt gewesen, eben einen Zeugenaufruf in der Zeitung zu machen .. hätte einen einzigen Anruf gekostet.

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@Sternenmami

Bzgl.Dienstfahrten: Das betrifft die Bundespolizei und weniger die Landespolizei (noch)

Dass die Beamten (egal ob einer oder drei) bei Dir vorbei gekommen sind, zeugt doch eher von Interesse an der "Tatortaufnahme" und ist durchaus kriminalistisch vernünftiger,als eine Aufforderung mit dem Fzg. zur Wache zu fahren und dadurch ggf. Spuren wie Lacksplitter oder Glassplitter des Verursachers zu verwischen oder zu vernichten.

Deine Aussage: "Wer beschwert sich nicht darüber, dass man ohne Ende Steuern zahlt, aber kaum etwas davon zu spüren bekommt."

trifft genau den Kern:

Nicht die Polizei hat Schuld an der Misere. Die Politik in den Ländern und im Bund macht die Spielregeln. Glaub mir, die einfachen Polizeibeamten machen in überwiegender Mehrheit ihren Job gut und mit voller Motivation.

(Auch Polizisten wurden seit nunmehr fast 20 Jahren von ihren jeweiligen Dienstherren, also der Politik, auf die eine oder andere Art massiv im Regen stehen gelassen)

Man betrachte nur einmal die permanent steigernde Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft allgemein und die extrem gestiegene Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten - und wie die Politik diejenigen die den Kopf hinhalten müssen im Regen stehen läßt.

Dennoch machen die Kolleginnen und Kollegen im Bund und in den Ländern nach wie vor in der Mehrheit engagiert und im Rahmen des Rechtsstaates ihren Job. Von den finanziellen Einbußen in den letzten Jahren will ich gar nicht erst anfangen zu schreiben.

(Schreibe das nur weil Du, sicherlich gerechtfertigt, auf Deine finanzielle Situation als Rentner anspielst)

Hierzu mal ein Sendehinweis: ZDF Neo am 31.12.2011 von 11:45 Uhr bis 12:28 Uhr Titel: “Auch Mensch! Polizisten in Extremsituationen” aus.

Die Sendung befasst sich mit der Kriminalstatistik aus 2011, allein in diesem Jahr gab es laut der Statistik über 21.500 Fälle von “Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte” – 59 pro Tag. Die etwas andere Polizeireportage zeigt unverblümt und unzensiert, welchen Belastungen und Herausforderungen sich vor allem junge Polizeibeamte tagtäglich stellen müssen.

"Mein Mann und ich haben in den letzten Jahren extremst zu spüren bekommen, was es heißt, in einem Rechtsstaat zu leben. Recht bekommt hier nämlich nur derjenige, der am dreistesten lügen kann und nicht der, der wirklich auch recht hat."

Das sind kritikwürdige, gesellschaftliche Probleme. Die Reichen werden reicher und die Arbeitnehmer, die ihre Knochen zu Markte tragen sind die gelackmeierten.

Wie "recht" gesprochen wird zeigen die Fälle "Kohl", "Zumwinkel", "Ackermann", "Esser",..... oder von Leuten die wegen geringsten Verstößen ihre Existenz verlieren (Frikadellen, Leergutbons)

Meine Mutter (geb. 1941) hat ihr Leben lang steuerpflichtig als Kaufm. Angest. gearbeitet und liegt nun mit ihrer Rente um knapp 300 Eur. über dem Sozialhilfesatz.

Gerecht?? Wenn man dann von einem Senator hört, der nach 16 Tagen im Berliner Senat stattliche 60000 Eur. Pension bekommt ????

Dennoch und bei allem persönlichen Ärger und berechtigter Kritik am Staatsgefüge:

Es geht uns gut in Deutschland !!! Auch wenn man sicherlich am "Rechts" Staat als Justiz/Polizeiapparat Kritik üben kann:

Schau bitte einmal ins Ausland wie es den Menschen dort geht:

Ich habe aufgrund meines Berufes Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak, dem Sudan oder sonstigen Kriegsgebieten persönlich kennen gelernt, die grausamstes erlebt haben. Leute denen mit einer Axt in den Kopf geschlagen wurde, Leute mit Stich oder Schussverletzungen, Leute deren Familienmitglieder abgeschlachtet wurden und die nun auf illegalem Weg in Europa ein besseres und sicheres Leben suchen.

Diese Art von Berichten kennt man in Deutschland nur noch von denjenigen, die die Greuel des 2 WK erlebt haben.

In Bosnien haben wir damals die Massengräber gesehen und größtes persönliches Leid der Hinterbliebenen erfahren müssen. Auf dem Balkan (Kosovo) haben wir erlebt dass wilde Hunde Kinder reissen, die sich zu weit entfernt von ihrem zu Hause bewegen 2004 die rücktransportierten Opfer des Tsunamis. 2011 (Castor) die kriegsähnlichen und in den Medien nicht gezeigten Zustände im Wendland, weil ca. 300 Straftäter die Vertreter des Rechtstaates auf übelste Art attackiert haben.

Die Politik in Form von Frau Claudia Roth bezeichnet stattdessen den Einsatz der Polizei als "Angriff gegen die Demokratie". Sie war nicht einmal vor Ort, sondern auf einem Parteitag der Grünen.

Von den Gewaltopfern und persönlichen Schicksalen (wie Deines hier auch wegen der für Dich finanziell tragischen Unfallflucht) im eigenen Land und im tagtäglichen Berufsleben gar nicht erst zu sprechen.

Bei allen Ungerechtigkeiten: Ich bin jedenfalls sehr froh auf dieser Seite des großen Vorhangs leben zu dürfen.

Ich wünsche Dir ALLES GUTE und ein besseres 2012 für uns alle !!

LIEBE GRÜSSE

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@Buschist

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe absolut nichts gegen die Polizisten an sich, denn die machen, genau wie alle anderen, auch nur ihren Job. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es nun wirklich nicht zuviel verlangt ist, einmal kurz bei der Zeitung anzurufen, um da eine Anzeige aufzugeben. Naja, lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen.

Übrigens ist der Schaden nicht bei uns zu Hause entstanden, von daher war es nicht notwendig, die Anzeigenaufnahme bei uns zu machen. Wir haben den Schaden nur erst zu Hause entdeckt, weil er auf der Beifahrerseite war, wo man ja nun nicht ständig hinschaut. Ich bin aber sicher, dass der Schaden, als wir zu besagtem Tatort fuhren, noch nicht vorhanden war, daher können wir klar den Tatort benennen.

Naja, egal ... ändern werde ich daran sowieso nichts, es war halt nur meine Frage, weil ich schon öfters eine Anzeige gegen unbekannt gemacht habe, es aber nie etwas brachte, wobei es einmal eigentlich wirklich ein öffentliches Interesse gewesen wäre, weil jemand Bärenfallen bei uns ausgelegt hatte, in die wirklich jeder hätte treten können. Auch da wurde aber nichts unternommen.

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@Buschist

Du bekommst die Auszeichnung zur hilfreichsten Antwort nicht, weil diese Antwort wirklich die hilfreichste Antwort war (die gibt es hier nämlich nicht), sondern weil Du Dir einfach am meisten Mühe gemacht hast.

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Habe gerade gelesen, dass Du auch schon selber "ermiitelt" hast, indem Du bei Nachbarn nachgefragt hast. Super Idee und sicherlich eine gute Hilfe für die Polizei. (Das ist ehrlich,nicht sarkastisch gemeint)

Das "Nein" der Polizei als Antwort auf deine Frage, ob schon ermittelt wurde, ist anhand meiner o.g. Schilderungen und mangels Täterhinweise evtl. ein wenig besser für Dich zu verstehen. Sicherlich liegen die Beamten nicht aus Böswilligkeit auf der berühmten faulen Haut.

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Die Polizei wird nicht vollkommen untätig bleiben in Deinem Fall. Für Dich ist es natürlich sehr ärgerlich, wenn die Tür Deines Autos jetzt beschädigt ist. Aber was meinst Du, was los wäre, wenn die Polizei sämtliche Anzeigen gegen Unbekannt in der Tagespresse veröffentlichen würde? Die Polizei kann eigentlich in so einem Fall nicht viel mehr tun, als beobachten, ob in nächster Zeit Ähnliches nach dem selben Muster passiert um dann die Ermittlungen aufzunehmen. Zeugen werden nur in schweren Fällen gesucht, etwa wenn es zu Personenschaden kam und der Unfallgegner sich aus dem Staub gemacht hat. Ansonsten bleibt Dir blos, den Fall - soweit vorhanden - der Vollkasko-Versicherung zu melden. Oder zähneknirschend den Schaden selbst beheben zu lassen.

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Danke für Deine Antwort!

Wir haben zwar eine Versicherung, aber so wie fast alle normalen Bürger bleibt da auch eine Selbstbeteiligung, weil man sich ansonsten dumm und dämlich an Versicherungsgebühren zahlen würde.

Ich finde einfach traurig, dass sowas als Lappalie dargestellt wird, denn für mich sind diese 200,- Euro, die mich der Schaden kostet, meine halbe Monatsrente und somit ein Vermögen. Darüber machen sich die Leute nämlich keine Gedanken.

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Anzeige gegen Unbekannt hilft nur der Polizei für Ihre Statistik... wenn du Glück hast haben sich noch andere gemeldet und da kann man vieles zusammenfügen... aber am Ende bleibst du bei deinem Schaden sitzen.... zum anderen wenn du eine Versicherung hast ist es dafür gedacht auch den Schaden zubegleichen

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Danke für Deine Antwort.

Ja, eine Versicherung haben wir, aber da bleibt halt immer noch die Selbstbeteiligung, die bei Vollkaskoschaden auch nicht zu unterschätzen ist.

Ich hatte halt angenommen, dass die Polizei wenigstens so tut, als würden sie ermitteln, aber nicht mal das machen sie.

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@Sternenmami

Oh doch, das tun die sehr wohl. Aber ohne irgendwelche Anhaltspunkte geht halt nix, das ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen.

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Was tun gegen Vandalismus durch Nachbar?

Hallo zusammen.

Wir sind vor ca. einem halben Jahr umgezogen, in die erste gemeinsame Wohnung in einem 6-Parteien-Haus. Seit einigen Wochen gibt es bei uns immer wieder Probleme im gemeinsamen Waschkeller, die Schläuche unserer Waschmaschine werden zerstochen, bzw. zerschnitten !!!!! Anfangs dachten wir einfach nur, das es halt einfach blöd gelaufen ist, das neue Schläuche her müssten, dachten uns nichts dabei. Also wurden neue Schläuche gekauft und diese angeschlossen, doch 2 Wochen später....wieder alle kaputt. Als wir danach zum Verkäufer gegangen sind, sagte der uns das die eindeutig zerstochen worden sind, und das könnte man auch bei genauerem hinsehen erkennen.

Es gibt auch schon einen Verdacht unsererseits, allerdings kann man ja ohne Beweise nichts ausrichten bei der Polizei. Also schrieb ich erstmal einen Aushang für alle Hausparteien zur Abschreckung von wegen Vandalismuss und Anzeige etc. Das ging jetzt eine zeitlang gut, doch heute sind wieder alle Schläuche gestochen.

Jetzt gehen wir zur Polizei und erstatten Anzeige gegen Unbekannt, jedoch befürchte ich, das aufgrund von Mangeln an Beweisen nichts passieren wird. Mit der entsprechenden Nachbarin (mit der es Probleme gibt seit wir eingezogen sind, warum auch immer) zu reden bringt überhaupt nichts, da diese alles abstreitet und wenn man ihr dann was tut ( wo ich schon manchmal kurz davor bin) hat man dann doch selber eine Anzeige an der Backe kleben. Da die Waschmaschine aber im Waschkeller steht und dieser durch ein Schloss abgeschlossen ist und wir sonst mit keinem Nachbarn Probleme haben, kann es nur eine Person aus unserem Haus sein.

Jetzt weiß ich nur nicht, was man noch machen könnte außer zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten (wobei ich aber glaube, das dies nicht viel bringt), und mit der Person sprechen bringt ebenfalls nicht. Eine Kamera im gemeinsamen Waschkeller darf man ebenfalss nicht aufstellen, mit dem Gedanken hab ich auch schon gespielt. In der Küche und im Badezimmer sind leider auch kein Platz dafür, daher haben wir nur diese eine Möglichkeit im Waschkeller...

Irgendwelche Vorschläge? Weil wir wollen uns ungerne aus der ersten gemeinsamen Wohnung rausekeln lassen.

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