Was bringt eine Mitglietschaft in der Gewerkschaft?

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4 Antworten

Wenn jeder so denken würde wie manche Schreiber hier, dann hätten wir ja noch tolle Arbeitsbedingungen.

Auch in einem kleinen Betrieb nutzt die Mitgliedschaft in die Gewerkschaft etwas - da es da vielleicht ja auch keine Betriebsrat gibt?! Mit der Mitgliedschaft sichert man sich den vollen Rechtsanspruch auf Tarifvertrag, hat Arbeits- und Sozialrechtschutz und eventuell noch andere Leistungen, das kommt dann auf die Gewerkschaft an. Gewerkschaften beraten zu allen Situationen im Arbeitsleben, z. B. Kündigung, Abmahnung etc. Sie überprüfen Arbeitszeugnisse und helfen dabei, eventuelle Ansprüche geltend zu machen. Gewerkschaftsbeiträge sind außerdem steuerlich absetzbar.

Ich finds echt schade, das ihr durch schlechte Erfahrungen gleich alles in einen Topf schmeisst. Betriebsräte sind nicht bestechlich und schlechte dieser "Gattung" haben nichts mit der Gewerkschaft an sich zu tun.

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Im Endeffekt nichts! Für die Beiträge, die man an die Gewerkschaft zahlt, kann man sich einen prima privaten Arbeitsrechtsschutz leisten. Wenn es darum geht, denken die Gewerkschaftsvertreter primär an sich, was bedeutet: Sind die Zugeständnisse des Arbeitgebers an den Betriebsrat gut genug, macht der gar nichts! Schon zigmal in der Praxis erlebt. Für einen neuen PC wird da auch mal der Einspruch gegen eine Kündigung zurückgezogen!

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Kommentar von ralosaviv
14.10.2011, 19:45

Unterschreib ich! Entspricht 1:1 meiner Meinung und Erfahrung.

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Kommentar von DerIng
15.10.2011, 10:01

Einseitige Ansicht. Ich habe nur positive Erfahrungen sammeln können. Es wird oft vergessen, dass es ohne Gewerkschaften keine Tarifverträge geben würde. Soll jeder sich seine Arbeitsverträge erstreiken? Ohne Gewerkschaft kannst du auch nicht streiken (wilder Streik).

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Theoretisch erstreiken Gewerkschaften gute Löhne.

Politik

De faco haben sie in der Vergangenheit Hartz IV und Leiharbeit mit eingeführt und damit den Verdrägungskampf aller gegen alle um immer niedrigere Löhne mitzuverantworten.

Und Streiks wagen die Gewerkschaften ja auch aus Feigheit nicht mehr.

Betrieb

Theoretisch schützt Dich der Betriebsrat vor Kündigungen und Schikanen, weil er mitbestimmt. De faco tut er was, der Chef sagt, damit er nicht selbst auf der Abschussliste steht.

Rechtsschutz

Theoretisch bietet Dir die Gewerkschaft tollen Rechtsschutz gegen Arbeitgeber oder Sozialbehörden, falls Du arbeitslos wirst.

Aber de facto: die Sekretäre taugen nichts und nehmen jeden "Vergleich" zugunsten des AG oder der Sozialbehörde an, auch wenn die Chancen für Dich 90% wären. Auswählen kannst Du den Sekretär aber nicht.

Wenn Du gut verdienst, kannst Du eine Rechtsschutzversicherung von Deinem Lohn für Prozesse gegen die Firma leisten, wobei Du freie Anwaltswahl hast. Mit Gewerkschaftsbeitrag zahlst Du dann doppelt, weil ja auch die Gehälter der Sekretäre mitbezahlt werden.

Wenn Du sehr schlecht verdienst, könntest Du hingegen wiederum Prozesskostenhilfe vom Staat bekommen, mit der Du auch freie Anwaltswahl hast. Und selbst für die niedrigen Sätze finden sich gute. Als Gewerkschaftsmitglied hingegen verlierst Du den Anspruch auf diese PKH.

Fazit:

Wenn Du selbst mit Kollegen eine Betriebsgewerkschaft gründen kannst, die rein ehrenamtlich arbeitet (wie Cockpit) und ihr mutig und Streikbereit seid, lohnt es sich. Für die Grossgewerkschaften ist aber jeder Cent Verschwendung.

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stelle dir doch erst einmal die Frage, was könnte denn die Gewerkschaft für dich tun?

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Kommentar von derdorfbengel
15.10.2011, 16:41

Hat er doch. Oder wird bei uns jeweils eine andere Frage angezeigt?

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