Was bringt eine Liebesbeziehung unterm Strich?

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10 Antworten

Hm. Du bist sicher um einiges intelligenter (deinem Ausdruck nach zu urteilen auf jeden Fall gebildeter) und möglicherweise sogar älter als ich, aber ich würde dir trotzdem gern ein paar Sachen sagen. Höchstwahrscheinlich bist du dir dieser Sachen durchaus bewusst. Aber ich denke, Trennungen führen nicht zwangsläufig zu vollständiger Desillusionierung sondern bringen ebenso neue Täuschungen hervor.

Was studierst du? Physik? Mathe? Informatik? Sorry, bin nicht so bewandert, was Studiengänge und Wissenschaften angeht. Der Punkt ist, du kommst sehr rational rüber. "Die Beziehung war eine schöne Erfahrung, aber brauche ich noch eine?" - äh, nein, objektiv betrachtet sind Beziehungen nicht notwendig. "Sind Freundschaft und Studium nicht nachhaltiger und das Risiko geringer?" - ja schon, nur ist das Gefühlen ziemlich egal. Und solange du noch welche hast, kann es durchaus sein, dass du dich wieder auf solch ein "scheinbares" Glück einlässt. Für mich sieht es so aus, als müsstest du erstmal ein bisschen regenerieren und versuchst gerade einfach dieses Defizit an Bereitschaft, dich jemandem zu öffnen, mit der Notwendigkeit und dem Sinn von eben jener und den Folgen zu erklären. Dabei bist du vielleicht einfach nur verletzt. Da ist es voll normal, dass man sich fragt, wofür man eigentlich liebt. Das verschwindet irgendwann wieder. Und dann geht die ganze Sache von vorn los.

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Kommentar von finaljason
14.11.2015, 01:55

Du scheinst mein Problem sehr gut zu verstehen. Deine Ansicht ist mir ebenfalls schon in den Sinn gekommen. Sie ist wohl am Nächsten an der Realität.

Ich bin nicht komplett gefühllos, wohl aber sehr kontrolliert. Die meisten meiner eigenen Empfindungen kann ich erschreckend einfach herunterschlucken. Nach außen bin ich deshalb sehr freundlich und verständnisvoll und kann gut auf andere eingehen. (Wer nicht redet, hört besser, sozusagen.) Das ist im Grunde eine Fassade, aber eine die ich gern trage. Denn sie macht die Menschen um mich herum glücklich und das ist mir ein Bedürfnis. In gewissen Grenzen kann ich auch frei kontrollieren, was mich selbst glücklich macht und meinem Handeln einen neuen Sinn geben, einfach durch Perspektivwechsel. Das ist dann konstruiert, aber glücklich bin ich trotzdem. Und ist Realität nicht genauso nur ein Konstrukt?

Worauf ich hinaus will, ich bin vielleicht ein Stück weit falsch, schmierig und (selbst)manipulativ, aber ich will, dass die Leute um mich herum glücklich sind und ich glücklich unter ihnen sein kann. Das ist der Zweck und ich habe nützliche Mittel dafür. Aber abgesehen davon, habe ich noch Identität, Prinzipien, kann lieben und hassen. Habe wahre Freunde, denen ich mich anvertrauen kann und nicht die vollständige Kontrolle über mich. Deshalb wird dein Szenario wohl eintreten und das ist auch gut so. Ich sollte es begrüßen und mich fallen lassen, wenn ich wieder bereit dazu bin. So ist es vermutlich auch am schönsten.

Eigentlich habe ich diese Frage gestellt, um mich der wahrscheinlichsten, aber unkontrollierbaren Variante nicht stellen zu müssen und eine Alternative zu adaptieren, mit der sich besser umgehen lässt. Aber du hast absolut Recht und ich sollte das nicht länger leugnen.

Dank deiner Antwort konnte ich über mich nachdenken und etwas mehr Frieden mit diesem Thema machen, das mich jetzt schon so lange beschäftigt. Danke. Du hast mir wirklich wirklich geholfen, mehr als ich jemals gehofft hätte.

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Du musst Diich entscheiden. Du kannst  Dein Leben mit Deinem Studium und späteren Beruf ausfüllen. Vielleicht hast Du auch ein paar Freunde, mit denen Du teilweise Deine Freizeit verbringen kannst.

Du kannst aber auch Dein Leben mit einer Frau verbringen, die Dich wirklich liebt. Sei dann aber so fair und sag ihr, dass Du wahrscheinlich für sie nicht das gleiche empfinden wirst. Du gehst viel zu rational an die Sache ran.

Lass Dir aber gesagt sein, dass es die wirkliche Liebe gibt, die ein ganzes Leben halten kann. Ich selbst hab inzwischen über die Hälfte meines Lebens mit meiner größten Liebe meines Lebens verbracht und wir werden diese Ehe weiterführen, bis der erste von uns seine Augen für immer schließen wird.

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Kommentar von finaljason
14.11.2015, 00:39

Muss ich mich entscheiden? So viele Leute vereinbaren doch scheinbar alles gut miteinander. Sicher könnte ich durch ein solches Opfer viel erreichen, aber wäre das nicht nur eine Flucht vor dem Problem?

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Ich denke das freundschaft und studium sicher sehr wichtig sind. Doch du musst dich fragen ob dir das auf die dazer reicht. Ich kann nur sagen das es mir nicht reichen würde. Klar das oberflächliche herummachen und den sex kannst du auch in kurzen oberflächlichen beziehungen bekommen. Doch nur eine person die dich über längere zeit kennt wird dich akzeptier, immer hinter dir stehe und dich unterstützen. Und das schönste an einer beziehung ist die liebe. Ich könnte nicht ohne sie leben. Doch da stellt sich auch wieder die frage kannst du ein leben lang ein und die selbe person lieben? Sie wird sich verändern, du wirst dich verändern, du wirst neue leute kennen lernen und wirst du trotzdem in der lage sein diese eine person die ganze zeit über zu lieben. Ich bim der festen überzeugung, das das geht, denn wenn nicht, würde ich keinen sinn mehr im leben sehen. Doch das ist bei jedem individuell.

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Ich war bisher noch nie verliebt und hatte auch dementsprechend noch nie eine Beziehung. Natürlich wünsche ich mir einerseits einen Partner an meiner Seite, dem ich vollkommen vertrauen kann und der meine Tage schöner macht. Da ich bisher die Liebe noch nicht erlebt habe, kenne ich sie nur aus Büchern und Filmen. Mir ist bewusst, dass diese Liebe nur selten der Realität entsprechen, aber nach dieser Liebe würde ich mich sehnen. Meiner Meinung nach ist Liebe bestimmt etwas schönes.. eine Art Bonus im Leben, welcher aber nicht unbedingt notwendig ist. Man kann auch ohne Liebe glücklich sein. Möglicherweise auf eine andere Weise, wie die Liebe es schaffen würde, aber für jemanden, der noch nie verliebt war und keine Vergleiche ziehen kann, genügt die einfache Art vom Glücklich sein.

Nun, so viel zu meiner Perspektive. Manche hier schrieben, du müsstest dich entscheiden.. aber das stimmt nicht. Manche Menschen verlieben sich mit 60 noch einmal. Da hast du dann bestimmt genug Zeit.

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Also ich bin ein Mann der an die Evolutionstheorie glaubt und möchte deine Frage auch mit dieser beantworten. Unterm Strich haben Menschen2 Ziele (Natürlich nur aus Evolutionärer Sicht) das erste ist zu überleben und Das zweite ist sich zu Reproduzieren. und unterm Strich sind genau diese 2 Ziele die gründe und der Sinn für eineLiebesbeziehung. Um diese Ziele zu erreichen hat sich die Evolution für beide Geschlechter jeweils eine Strategie ausgedacht. Z.b. wenn wir uns mal die Frau betrachten ist sie viel schwächer als die Männer und kann sich nicht alleine zu Wehr setzen also braucht sie einen Mann und muss ihn auch an sich binden damit er sie Beschützen kann. Aus dem Grund ist es Frauen auch so wichtig das sie das Gefühl von einen Mann bekommt das er sie Beschützt und das Alphamännchen gilt hier als besonders Attraktiv. Frauen wollen auch nicht ihren Mann mit anderen Frauen teilen weil der Mann all seine Aufmerksamkeit nur ihr schenken soll und keiner anderen damit er sie auch immer mit all seiner Kraft beschützen kann. Der Mann hingegen hat das Problem nicht allerdings hat er das Problem das wen er zulässt das ein anderer Mann sie schwängert er seine Gene nicht mehr durch sie weitergeben kann. Daher auch die Eifersucht der Männer. Das heißt es ist einfach Überlebens notwendig diese ganzen Gefühle zu haben für den Mann als auch für die Frau. Und auch die Ansprechangst lässt sich durch die Evolutionstheorie erklären. Ich meine stell dir mal vor du sprichst vor Millionen von Jahren eine Frau an und der Mann der Frau sieht das. Er wird eifersüchtig und brät dir mit seiner Keule eins über und die Gene können nicht mehr weitergegeben werden. Das heißt es ist alles gut so die ganzen Gefühle zuhaben und den Wunsch zu verspüren eine Liebesbeziehung haben zuwollen. Das ist jetzt die Erklärung aus Evolutionärer Sicht.

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Aus einer Liebesbeziehung nimmst du sehr viel mit für deine Zukunft. Du kannst dann aus deinen gemachten Fehlern/Problemen lernen und bei deiner nächsten Liebe besser machen. Sozusagen wie ein Veteran aus einem Krieg. Ich zum Beispiel hatte auch eine Freundin gehabt, der ich zu früh meine Liebe gestand. Sie verließ mich daraufhin und mir schmerze das Herz. Ich lernte aus dem Schmerz und habe es beim nächsten Mal besser gemacht

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Ein Risiko gibts immer. Aber eine Freundschaft, ein guter Jab nach einem guten Studium, Geld, Freizeit.... nichts kann das ersetzen, was man fühlt, wenn man eine romantische Beziehung führt. Ihr seid über die Verliebtsheitsphase nicht hinaus gekommen, habt also nur die sogenannte "Sturm und Drang"-Zeit erlebt. Das ist irgendwann vorbei, man hat wieder Augen und Zeit für Freunde, Studium, Hobbies. Sowas bleibt also nicht für ewig auf der Strecke. Nur wenige finden ihre Erfüllung einzig und allein in einer Beziehung.

Ich gehe gerne mal mit einer Freundin Cocktails trinken, oder tanzen. Ich gehe gerne mal alleine shoppen. Aber meinem Freund wieder gegenüber zu stehen, wieder neben ihm zu sein und seine Haut an meiner zu fühlen, das ist jedes Mal, als wenn ich die Luft angehalten hätte und endlich wieder atmen kann. Als würde ich nach Hause kommen, könnte die Lasten von meinem Rücken ablegen und entspannen. Ich fühle mich zu Hause. Wenn ich die Woche über viel arbeiten musste und wir kaum Zeit hatten, dann ist selbst ein Tisch auf einer Geburtstagsparty zwischen uns zu viel. Er macht mich vollkommen. Und durch ihn kann ich in allen anderen Bereichen viel entspannter sein, weil ich weiß, dass er hinter mir steht und abends alle Sorgen weg streichelt.

Also: Ja, Liebeskummer ist manchmal wie sterben. Und es wird nicht einfacher, je älter man wird, je länger die Beziehungen dauern, je ernsthafter es ist. Aber irgendwann findet man den oder die Eine/n und dann versteht man, warum es mit allen anderen vorher nicht klappen konnte.

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Alter hat sich gelöhnt sich das durchzulesen
Gute Story aber wobei brauchst du jetzt Hilfe hab's nicht richtig verstanden  

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Kommentar von finaljason
14.11.2015, 00:24

Zeig mir eine andere Perspektive :) Das ist die Hilfe die ich brauche. Ansonsten verstehe ich nicht, warum Beziehungen erstrebenswert sind.

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Ich bin ein Mensch, der eine Beziehung erst nach einem sehr langem Zeitraum eingeht.... Dies hat auch seine Gründe, aber jeder Mensch macht Fehler, sonst wären Menschen ja nicht Menschen.

Mach dir jetzt nicht soeinen Kopf, nicht jede Beziehung offenbart am Ende das, was man sich erhofft hat ...

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Weil ein Mensch das Gefühl braucht geliebt zu werden !

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