Was bringt eigentlich eine Wärmepumpe?

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7 Antworten

Bei der Frage "Was bringt es..." im Zusammenhang mit Energie kann es um zwei Dinge gehen:

  • Willst du Energie sparen und der Umwelt etwas Gutes tun, oder
  • Willst du Geld sparen und in Kauf nehmen, dafür dreckiger unterwegs zu sein?

Oder kurz gesagt, beides geht selten, alles hat Vor- und Nachteile. Denn wenn es die billige und saubere Energie gäbe, dann gäbe es die Drecktechnologien nicht mehr.

Bei Wärmepumpen gibt es sinnvollere und weniger sinnvolle Einsätze:

  • Wenn du bisher das Warmwasser mit rein elektrischem Boiler oder die Wohnung mit Elektroheizung erwärmt hast, so sparst du bei Ersatz durch eine Wärmepumpe sowohl Energie wie auch Geld. Denn beides braucht Strom, mit Wärmepumpe aber viel effizienter dank Gratis-Energie aus der Umwelt.
  • Wenn du eine Ölheizung durch eine Wärempumpe ersetzt, dann kommt es auf die Heiztechnik (z.B. Radiatoren oder Bodenheizung?) an, und auf die stark schwankenden Energiepreise (Strom bzw. Öl) an. Öl kann in wenigen Monaten doppelt so teuer werden wie heute. Wenn auch der Strom für die WP mit Öl gemacht wird, steigt auch der Strompreis. Wenn du andere Stromarten hast, bist du stabiler, aber vielleicht höher oder billiger unterwegs als mit Öl-Strom. Mit einer Kohlestrom-WP aber eher noch dreckiger als mit einer sog. Brennwert-Gas- oder -Ölheizung.


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das kommt auch immer so ein bisschen drauf an... eine wärmepumpe lebt eigendlich von einer möglichst niedrigen differenz zwischen ein- und ausgangstemperatur. d.h. wenn die temperatur des Mediums das angezapft wird sehr niedrig ist, die temperatur am Ausgang aber möglichst hoch sein soll, dann kostet das eine menge energie...

nehmen wir mal eine Luftwärmepumpe als beispiel. bei 0 Grad außentemperatur muss sie 60°Kelvin überbrücken, um auf eine vorlauftemperatur von 60 Grad zu kommen, die man z.B. für eine Radiatorheizungsanalge oder die warmwasserversorgung benötigt....

wenn man jetzt die warmwasserversorgung ausklammern würde, und statt dessen auf flächenheizungen setzt, die nur sehr niedrige vorlauftemperaturen benötigen z.b. fussbodenheizungen, dann könnte man auf 30° vorlauf reduzieren und somit den energieeingangsbedarf um ganze 75% reduzieren!

DANN lohnt sich eine wärmpumpe auch.

also unterm strich betrachtet lohnt sich eine solche nur, wenn man entweder eine entsprechend groß und tief genuge erdbohrung hat, oder eben den vorlauf so niedrig wie eben möglich hält. das setzt natürlich andere warmwasserquellen voraus z.b. elektrische durchlauferhitzer, die wieder einen teil des vorteiles auffressen, wenn auch nicht den ganzen...

betrachtet man die lebensdauer einer solchen anlage gepaart mit den investitionskosten, dann kommen wir ganz schnell zu dem schluss, dass sich eine klassische gasbrennwertheizung warscheinlich, vor allem wenn das haus nicht den neusten energetischen standarts genügt, sprich überall fussbodenheizung und eine lükenlose fassandendämmung in verbindung mit 3fach verglasten fenstern hat, eine wärmepumpe eben nicht.

lg, Anna

PS: deine bekannten können sich noch glücklich schätzen, wenn sie gleich viel zahlen wie zuvor. ich kenne genügend fälle, da wurde es sogar teuerer, das passiert gerne wenn die anlage vollkommen falsch dimensioniert wird, so dass laufend die elektrischen zuheizer mitarbeiten müssen.

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WP können im Gegensatz zu konventionellen WE, kostenlos verfügbare Umweltenergie nutzbar machen.

Dass setzt allerdings sorgfältigste Planung/ Dimensionierung voraus, andernfalls geht das Experiment wirtschaftlich in die Hose!

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Normal ist es so dass Wärmepumpen auch ne größere Effizienz haben. Also man brauch weniger Energie für gleiche oder mehr Leistung. Strom ist aktuell halt prinzipiell teurer als Gas und Öl. Umwelbewusster ists aber auf jeden Fall und wer weiß wie sich alles entwickelt

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Kommentar von Simko
27.05.2016, 14:02

WP können, sofern anlagentechnisch befarfsgerecht ausgelegt,  viele Kostenvorteile erbringen, sofern die Gesamtanlage von dem beauftragten Planer "wärmepumpenfreudlich" ausgelegt/dimensioniert wurde!

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Man geht ja davon aus, dass Öl und Gas bald ausgehen werden und darum umbezahlbar werden. 

Wenn man in dem Fall eine Wärmepumpe hat, dann hat man durch Ökostrom durch Wind, Wasser und Solarenergie sehr niedrige Heizkosten...

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So gesehen haben sie recht. Diese Technologie hat sich in den letzten Jahren aber auch weiterentwickelt, so dass eine modernere Anlage durchaus effizient sein kann.

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eine wärmepumpe würd ich immer nur zusammen mit einer

Photovoltaikanlage betreiben

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